Tricyrtis hirta // Rauhaarige Krötenlilie

Familie Liliaceae, Liliengewächse
Pflanzen pro qm 8.00
Wikipedia Tricyrtis hirta
Verbreitungskarte Verbreitungskarte

Beschreibung

Naturstandort von Tricyrtis hirta: Die Rauhaarige Krötenlilie stammt aus Japan. Sie besiedelt basenarme, humos-durchlässige, mäßig nahrhafte und dauerfrische bis sickerfeuchte Waldböden.

Typische Wuchsorte befinden sich in Hangwäldern, auf Lichtungen und in Schlagfluren.



Dieses Exemplar zeigt sich schon im ersten Standjahr gut entwickelt. Sie ist hier mit Gewöhnlicher Haselwurz, Japan-Segge und Elefantenrüsselfarn stimmig kombiniert.

Beschreibung: Die Rauhaarige Krötenlilie ist eine sommergrüne, horstige Staude von etwa 60 cm Wuchshöhe. Die Horste gehen durch kurze Ausläufer auf guten Standorten mit der Zeit in die Breite.

Ab August bis in den Frühherbst hinein erscheinen creme-rosa-bräunlich, auffällig braun getigerte Blüten.

Die Laubstruktur ist schon vor der Blüte ein subtil-zierendes Element:



Verwendungshinweise: Tricyrtis hirta ist eine zurückhaltend-aparte Option für halbschattige bis licht schattige Waldsituationen, wo sie  eine dezent exotische Wirkung verbreitet. Sie kommt auch gut im luftfeuchten Schatten von Mauern in asiatischen Gärten zur Wirkung.

Allerdings macht ein Einsatz nur in gepflegten Anlagen an optimalen Standorten Sinn. Nur dann entstehen überzeugende Exemplare.



Die Fernwirkung der Blüten ist unauffällig, umso interessanter ist der genaue Blick.

Kultur: An die Kulturbedingungen stellt sie einige Ansprüche, ist dann aber recht robust und durchaus durchsetzungsfähig. Der Boden sollte weitgehend kalkfrei, schwach sauer bis sauer und stark humos sein. Ideal sind leichte Lehmböden mit Lava-Skelett und hohem Anteil an Laubhumus.

Auf basenreichen Böden ist die Rauhaarige Krötenlilie unbefriedigend vital und kann sich meist unschönem Blattfraß durch Insekten (insbesondere Lilienhähnchen) kaum erwehren.

Auf zu nahrhaften Substraten neigt die Art zum Auseinanderfallen. Trockenphasen sollten vermieden werden, ebenso stauende Feuchte.

Sehr empfehlenswert sind windgeschützte Standorte, die winterliche Frostphasen mildern und im Sommer kühler und luftfeuchter bleiben. Eine winterliche Bedeckung mit Laubstreu reduziert Frostschäden. Wenn möglich sollte die Frühjahrspflanzung bevorzugt werden, andernfalls ist eine Laubdecke im ersten Winter ratsam und auch generell eine bedenkenswerte Vorsichtsmaßnahme.

Sorten:
  • Alba: rein weiße Blüten
  • Bilder















    Attribute

    Lebensform Stauden/Gräser/Farne Blütenfarbe Blütezeit Blattfärbung
    Staude
    Blütenstauden/-Kräuter
    horstartig
    30-60 cm Höhe
    weiß
    rosa
    violett
    August
    September
    grün
    Wasserhaushalt Lichtansprüche Bodenansprüche Nährstoffversorgung (N + P) Klima/Frostsicherheit
    frisch
    gut drainiert
    nicht austrocknend
    feucht
    halbschattig
    sommerlich schattig
    absonnig
    ph-neutral
    kalkarm, leicht sauer
    kalkfrei, sauer
    durchlässiger Lehm
    humos
    organische Böden
    starker Wurzeldruck
    keine Bodenverdichtung
    stark sauer
    mittlere Böden
    reiche Böden
    sehr wintermilde Lage
    frostarme Lage
    luftfeuchte und/oder kühle Lagen
    gemäßigte Klimate
    wintermilde Lage
    Warmlagen
    Herkunft BEWERTUNGEN Einsatzbereich Handelsgängigkeit Lebensbereich
    Asien
    Japan/Korea/Sachalin/Taiwan
    befriedigend
    Hoch
    Gruppen-Verbands-Pflanze
    verträglich
    Asiatisch-Exotischer Garten
    Mediterraner Garten
    Repräsentative Gärten
    Waldgarten
    Rabatte
    Hauptsortiment
    Gehölz/Wald
    Gehölzrand/Staudenfluren