Allium atropurpureum // Schwarzpurpurner Lauch, Granat-Kugellauch

Familie Amaryllidaceae, Amaryllisgewächse
Pflanzen pro qm 40.00
Verbreitungskarte Verbreitungskarte

Beschreibung

Naturstandort/Herkunft von Allium atropurpureum

Der Schwarzpurpurne Lauch kommt von Süd-Ost-Europa bis Klein-Asien vor. In Österreich, Tschechien und der Slowakei sowie in Deutschland ist er neophytisch eingebürgert. In Deutschland hat er aber bislang nur im Thüringer Becken sehr vereinzelt Fuß fassen können.

Besiedelt werden mäßig trockene oder zumindest sommertrockene Steppen, Halbrockenrasen und extensiv genutzte Frischwiesen. Sekundär findet er sich auch in ruderalisierten Queckenrasen und in ausdauernden Unkrautfluren ein.

Die Böden sind skelettreich-durchlässig, humusarm und mäßig nahrhaft. Bevorzugt werden (voll-)sonnige, warme Lagen.


Allium atropurpureum naturidentisch in einem halbtrockenen Trespenrasen.

Beschreibung
Der Schwarzpurpurne Lauch ist eine vorsommergrüne Zwiebelpflanze und erreicht etwa 80 cm Wuchshöhe.

Die charakteristischen Blütenstände sind schwarz-purpur und halb-kugelig. Die Blütezeit liegt im Juni/Juli.

Das schmalblättrige Laub beginnt zur Blütezeit einzuziehen.


Identischer Farbton, aber abweichende Form: Allium 'Forlock'.

Verwendungshinweise
Allium atropurpureum wird wesentlich selterner verwendet als die sicherlich spektakuläreren Allium-Hybriden.

Dafür hat er sich einen natürlichen Charme bewahrt und kann besser in steppenartige Anlagen oder blütenreichen Kräuterwiesen integriert werden. Hier harmoniert er zur Blütezeit z.B. gut mit Wiesen-Bärenklau, Wiesen-Salbei, Bunter Kronwicke oder Taubenkropf-Leimkraut.

Die Fernwirkung der dunklen Blüten ist mäßig. Allium atropurpureum ist daher besser in größeren Gruppen aufgehoben. Er bietet sich naheliegenderweise auch für Kombinationen mit weiß blühenden Wiesenpflanzen an. Der Hell-Dunkel-Kontrast ist seiner Wahrnehmbarkeit ebenfalls sehr zuträglich.


Allium nigrum ist die weißblühende Zwillingsart von Allium atropurpureum.

Kultur/Pflege von Allium atropurpureum

In sonnig-warmen Situationen auf durchlässigen Böden ist die Kultur problemlos. Winterliche Nässe ist unbedingt zu vermeiden. Sie ist wesentlich risikobehafteter als Frost.

Der Vitalität zuträglich sind ausgesprochene Warmstandorte in möglichst sonnigen Lagen. Wenn hier freie Bodenstellen vorhanden sind, können durch Selbstversamung mit der Zeit auch größere Bestände aufgebaut werden.

Er ist weniger stickstoffbedürftig als seine großblütigen Verwandten und kommt auch ohne Düngung sicher zur Blüte.


Allium atropurpureum in einer Frischwiese zusammen mit Ranunculus acris

Bilder