Arisaema consanguineum / Chinesische Kobralilie

Arisaema_consanguineum_feuerlilie_p1090127 Familie Araceae, Aronstabgewächse
Pflanzen pro qm 10.00
Verbreitungskarte Verbreitungskarte

Beschreibung

Naturstandort von Arisaema consanguineum

Die Chinesische Kobralilie kommt in der östlichen Himalayaregion vom Norden Indiens und Thailands über Burma und Bhutan bis in den Süd-Osten Tibets und das westliche bis zentrale China vor.

Sie gedeiht hier in Höhenlagen zwischen 2.000 und knapp 3.000 m üNN und wächst hier überwiegend im Unterwuchs von Bergwäldern.



Arisaema consanguineum mit Blütenvarianten

Die humosen Waldböden sind neutral bis sauer, das Bodenskelett besteht aus basen- und kalkarmen Gesteinen.

Die Wasserversorgung ist ganzjährig hoch, Trockenphasen treten nicht auf. Aufgrund der guten Drainage der Substrate tritt auch keine Staufeuchtigkeit auf.

Die Standorte sind lichthalbschattig bis licht schattig und von hoher Luftfeuchtigkeit geprägt.



Hier sorgt die Chinesische Kobralilie zusammen mit Hirschzungen für urige Stimmungen.

Beschreibung

Arisaema consanguineum ist eine sommergrüne Staude, die aus einer Knolle entspringt. Sie erreicht unter günstigen Bedingungen Wuchshöhen von bis zu 100 cm. Die Knollen bilden Tochterknollen aus, die den Bestand langsam in die Breite wachsen lassen.

Die Blätter stehen an langen Stängeln und sind 7-12-fach, radiär gefingert. Die Stängel sind im Austrieb dunkel-braun und später grün mit brauner Zeichnung.

Die aronstabartige Spatha der Blütenstände ist violett-braun und creme-weiß gestreift. Es treten aber auch gelblich-grüne Formen auf. Die Blüte erscheint direkt mit dem Austrieb gegen Ende Mai. Aus der Blüte entwickelt sich ein großer Fruchtkolben aus leuchtend roten Beeren.

Fruchtansatz vor der Samenreife:



Verwendungshinweise

Arisaema consanguineum ist einer der ansprechendsten Feuerkolben. Von exotischer Wirkung sind nicht nur die Blütenstände, sondern auch die ungewöhnliche Laubstruktur mit ihren kreisförmig angeordneten Blattstrahlen. Auch der Fruchtstand ist zierend.

Die Blüten entwickeln aber mit ihren gedeckten Braun- und Grüntönen - noch dazu halb unter den Laubschirmen versteckt -  praktisch keine Fernwirkung. Der ungeübte Betrachter wird sie nicht wahrnehmen. Eher fällt die Laubstruktur älterer Bestände auf.

Da die Art von Frühling bis Frühherbst empfindlich auf Trockenstress reagiert, kommt in Mitteleuropa eine Verwendung nur in intensiv betreuten Anlagen in Frage.

Subtil exotische Bilder entstehen unter lichten Schirmen von Gehölzen in Kombination mit niedrigeren bis mittelhohen Waldgräsern und Farnen. Die Blattschirme kommen v.a. dann zur Geltung, wenn sie die Begleitstauden überragen können. Aparte Wirkungen können auch im Schatten von Mauern erzielt werden.



Dreijährige Sämlinge zwischen Acorus gramineus 'Albovariegatus', Dryopteris atrata und Ophiopogon japonicus

Kultur

Arisaema consanguineum gilt als eine der zuverlässigsten Arisaema-Arten für die Gartenkultur. Während der Vegetationsperiode werden Trockenphasen nicht gut vertragen, Staunässe ist ganzjährig ungünstig.

Zu bevorzugen sind humose, kalkarme und eher nahrhafte Böden. Als mineralische Anteile eignen sich v.a. poröse, neutral oder sauer verwitternde Gesteine. Es werden letzlich aber auch basenreichere Substrate gut toleriert.

Generell sollten ganzjährig wärmebegünstigte und windgeschützte Standorte gewählt werden. In rauhen Lagen empfiehlt sich ein leichter Winterschutz aus Reisig oder Laubmulch. Hohe sommerliche Luftfeuchte ist der Vitalität sehr zuträglich.

Der Austrieb erfolgt mitunter erst im Frühsommer, in der Regel aber bereits gegen Ende Mai. Knollen werden nicht selten nach langer Lagerung in einem sehr trockenen Zustand geliefert. Hier ist zur Vermeidung von Fäulnis darauf zu achten, die Knollen nur in leicht frischem Substrat anzutreiben und erst nach erfolgtem Austrieb feuchter zu halten.

Die Samen sind sehr keimfreudig. Es dauert allerdings etwa 3 Jahre, bis sie dann tatsächlich Wirkung erzielen und auch erstmalig blühen.


Bilder





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Attribute

Lebensform Stauden/Gräser/Farne Blütenfarbe Blütezeit Blattfärbung
Staude
Zwiebel/Knolle
Blütenstauden/-Kräuter
horstartig
60-100 cm Höhe
gelblich-grün
bräunlich/schwarz
Juni
grün
Zierwert Frucht Wasserhaushalt Lichtansprüche Bodenansprüche Nährstoffversorgung (N + P)
zierend/strukturstark
frisch
gut drainiert
nicht austrocknend
feucht
halbschattig
sommerlich schattig
absonnig
mäßig kalk-/basenreich
ph-neutral
kalkarm, leicht sauer
kalkfrei, sauer
durchlässiger Lehm
humos
organische Böden
poröser Schotter
starker Wurzeldruck
keine Bodenverdichtung
mittlere Böden
reiche Böden
Klima/Frostsicherheit Herkunft BEWERTUNGEN Einsatzbereich Handelsgängigkeit
sehr wintermilde Lage
frostarme Lage
ausgeprägte Warmlage
luftfeuchte und/oder kühle Lagen
gemäßigte Klimate
subtropische Klimate
wintermilde Lage
Warmlagen
Asien
Ostasien/China/Mandschurei
gut
Hoch
strukturbildender Gruppen-Solitär
Gruppen-Verbands-Pflanze
Asiatisch-Exotischer Garten
Mediterraner Garten
Repräsentative Gärten
Waldgarten
Raritäten/Saatgut
Belaubung Lebensbereich
sommergrün
Gehölz/Wald