Parthenium integrifolium / Prärie-Ampfer, Wildes Chinin

Parthenium integrifolium pr%c3%a4rie ampfer 6.6.18 3 Familie Asteraceae, Korbblütler
Pflanzen pro qm 6.00
Verbreitungskarte Verbreitungskarte

Beschreibung

Naturstandort von Parthenium integrifoliu: Der Prärie-Ampfer kommt in der gesamten Ost-Hälfte der USA und im Süd-Osten Kanadas von den Tiefebenen bis in sub-montane Höhenlagen vor.

Parthenium integrifolium wächst in Lichtungsfluren, in aufgelassenem Grasland und in frischen, mehr oder weniger nahrhaften Prärien und Savannen sowie in älteren Ruderalfluren.

An die Bodeneigenschaften werden geringe Anforderungen gestellt, es werden sowohl humose Lehmböden, feinerdereiche Rohböden, Sand und schottrige Substrate toleriert. In der Regel sind die Böden tiefgründig, basenreich, frisch - gelegentlich sommertrocken- und mäßig nahrhaft.

Bevorzugt werden vollsonnige bis maximal licht halbschattige Situationen.



Naturalistische Verwendung mit Nordamerika-Thematik

Beschreibung: Parthenium integrifolium ist eine sommergrüne Staude von 40 bis 70 cm Wuchshöhe, unter optimalen Bedingungen werden auch knapp über 100 cm erreicht.

Der Wuchs ist horstig und entspringt einer rübenartig verdickten Wurzel. Die Art entwickelt sich träge, ist dafür aber ausgesprochen langlebig.

Die ampferartigen Blätter sind grün und werden nicht selten über 30 cm lang.

Ab Mitte Juni bis Ende August erscheinen ausdauernd die Blütenstände aus weißen, knopfartigen Einzelblüten. Die Samenstände sind bis tief in den Winter hinein strukturstabil und zierend.

In Nord-Amerika gilt die Art als wichtige Heilpflanze, die z.B. gegen Fieber und als Diuretikum eingesetzt wird und die Abwehrkräfte stärken soll.



Wie in der Heimat muss sich dieser Prärie-Ampfer hier mit der Kanadischen Goldrute herumplagen.

Verwendungshinweise: Parthenium integrifolium ist eine selten verwendete, interessante Wahl für naturhafte Staudensäume oder robuste Rabatten. Im Handel ist sie aber recht zuverlässig erhältlich.

Mit ihrem natürlichen Charme und ihrer Bedeutung als Heilpflanze passt sie auch gut in bäuerliche bzw. ländliche Gärten.

Die großen Blätter sind schon vor der Blüte eine strukturelle Bereicherung für Staudenanlagen aller Art. Der Blütenflor ist ausdauernd und angenehm zurückhaltend. Sehr schön wirkt sie auch in individuenreicheren, lockeren Beständen in einmalig nach dem Winter gemähten Wiesen und Hochstaudenfluren.

Besonders stilecht sind natürlich prärieartige Kombinationen mit anderen nordamerikanischen Stauden und v.a. horstigen Präriegräsern. Niedrigere, kühllaubige Formen von Panicum virgatum wie 'Prairie Skies' bieten sich hierfür an.

Insgesamt ist die Erscheinung sicher nicht spektakulär, aber sie ist vielfältig kombinierbar und bietet immer einen ansprechenden Rahmen für Begleiter, die sich stärker in den Vordergrund drängen wollen.



Die Blütenstiele fallen für die schweren Blüten mitunter etwas zu schmächtig aus.

Kultur: Der Prärie-Ampfer ist eine dankbare Gartenstaude, bei der man aber mit höheren Verlustraten in den ersten beiden Jahren rechnen muss.

Nach der leider langwierigen Etablierung ist sie aufgrund ihres tiefreichenden Wurzelwerks dagegen robust, über viele Jahre alljährlich zuverlässig und durch den streng horstigen Wuchs gleichzeitig verträglich ist. Leider benötigt sie für das Erreichen ihrer vollen Wuchskraft mehrere Jahre.

Ideale Bedingungen findet sie auf durchlässigen, basenreichen und eher nährstoffreichen Lehmböden vor, die nur gelegentlich oder gar nicht austrocknen. In sonnigen Lagen fühlt sie sich am wohlsten, kann aber auch vollsonnig oder licht halbschattig gestellt werden.

Die tiefreichende Rübe läst sich nur ungern verpflanzen. Sollte sich dies nicht vermeiden lassen, muss ein großer Erdballen so ausgestochen werden, dass die Hauptwurzel möglichst vollständig vom Erdreich umschlossen bleibt und keinesfalls verletzt wird.

Die Vermehrung ist nur über Saatgut möglich, dies ist jedoch unproblematisch.



Die Samenstände sind strukturstabil und dezent zierend.

Sorten:
  • Welldone: bis 120 cm hoch, kräftige Stengel, etwas kürzere, dunkel-grüne Blätter, ISU-prämiert 2018

Bilder





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Attribute

Lebensform Stauden/Gräser/Farne Blütenfarbe Blütezeit Blattfärbung
Staude
Blütenstauden/-Kräuter
horstartig
60-100 cm Höhe
weiß
Juni
Juli
August
grün
Zierwert Frucht Geniessbarkeit/Giftwirkung Duft Wasserhaushalt Lichtansprüche
zierend/strukturstark
ungiftig
Heil-/Gewürzpflanze
unbedeutend
mäßig trocken
frisch
sommertrocken
vollsonnig
sonnig
halbschattig
Bodenansprüche Nährstoffversorgung (N + P) Klima/Frostsicherheit Herkunft BEWERTUNGEN
mäßig kalk-/basenreich
ph-neutral
kalkarm, leicht sauer
(lehmiger/humoser) Sand
durchlässiger Lehm
Lehm
humos
poröser Schotter
kalk-/basenreich
mittlere Böden
reiche Böden
sehr wintermilde Lage
Normal- bis winterrauhe Lage
frostarme Lage
gemäßigte Klimate
wintermilde Lage
Amerika
Nordamerika
gut
Mittel
Gruppen-Verbands-Pflanze
verträglich
Einsatzbereich Handelsgängigkeit Belaubung Lebensbereich
Ländlicher Garten
Repräsentative Gärten
Rabatte
Insektenweide
Wiese/Prärie
Nebensortiment
sommergrün
zierende Winterstruktur
Wiesen
Gehölzrand/Staudenfluren