Pennisetum orientale (Cenchrus orientalis) / Orient-Lampenputzergras

Pennisetum_orientale_cenchrus_orientalis_orient-lampenputzergras_11 Familie Poaceae, Süßgräser
Pflanzen pro qm 3.00
Verbreitungskarte Verbreitungskarte

Beschreibung

Naturstandort von Pennisetum orientale

Das Lampenputzergras ist von der Türkei über die Arabische Halbinsel südlich des Himalayas bis nach Myanmar heimisch. Auch in Nord-Afrika gibt es urwüchsige Populationen.

In Mexiko, Neuseeland, Japan und auch in Griechenland ist es neophytisch eingebürgert.

Pennisetum orientale wächst in frischen, nahrhaften Grasfluren mit durchlässigen, mehr oder weniger neutralen Böden in sonnigen Lagen.



Die Blütenstände von Pennisetum orientale neigen zum bogig überhängenden Wuchs.

Beschreibung

Pennisetum orientale ist ein sommergrünes Horstgras. Die Wuchsgröße ist sehr variabel und reicht von 30 cm bis 200 cm Höhe. Die im Handel erhältlichen, wüchsigsten Auslesen erreichen bis zu 150 cm. In der Regel wird die Art 50 bis 60 cm hoch.

Das Laub ist bogig überhängend, bei den Großformen dagegen mehr oder weniger straff aufrecht.

Die borstig-walzenförmigen, zunächst zart-rosa-braunen, zur Fruchtreife hell-silbrig-gelben Ähren erscheinen ab Ende Juli und werden bis zum Herbst laufend nachproduziert. Mit den ersten Frösten nehmen Laub und Blüten einen vertrockneten Ausdruck in grau-braun-grünlicher Farbgebung an.

Die wissenschaftlich korrekte Bezeichnung ist "Cenchrus orientalis", was im Handel aber unüblich ist.

Die Art ist auf den ersten Blick schwer vom wesentlich bekannteren Japanischen Lampenputzergras (Pennisetum alopecuroides) zu unterscheiden. Sie fängt aber etwa drei Wochen früher an zu blühen und bleibt insgesamt lockerer im Wuchs. Die Herbst- und Winterstruktur ist deutlich weniger überzeugend als bei Pennisetum alopecuroides.

Verwendungshinweise

Das Japanische Lampenputzergras ist eines der beliebtesten Ziergräser. Das in der Normalform nicht ohen Weiteres zu unterscheidende Orient-Lampenputzergras ist aufgrund der schwächeren Winterstruktur nicht vorzuziehen.

Es ist aber eine trotzdem eine brauchbare Optionen für Kiesgärten und Staudenanlagen aller Art.

Auf guten Standorten beansprucht die Art sehr viel Platz und bedrängt zu nah stehende Stauden und Kleinsträucher stark. Auch bei einem flächenfüllenden Einsatz sollte ausreichend Platz zwischen den Exemplaren verbleiben, so dass sie als Einzel-Horste erkennbar bleiben.

Das Orient-Lampenputzergras kann auch in nicht zu trockenen Steppenanlagen eingesetzt werden.



In Blühgemeinschaft mit Schmucklilien und Hibiskus

Kultur

Für die Kübelkultur sollte auf das als etwas winterhärter geltende Japanische Lampenputzergras zurück gegriffen werden. 

Da das Lampenputzergras im zeitigen Frühjahr zurück geschnitten wird und relativ spät austreibt, ist es gut kombinierbar mit Frühlingsgeophyten. Insbesondere die schnell unattraktiven Blätter von Zierlauchen werden vom Lampenputzergras gerade rechtzeitig verdeckt, ohne dessen Photosynthese zu früh zu beeinträchtigen.

Die Art ist anspruchslos und gedeiht auch auf lehmigen Rohbodenstandorten. Auf guten Garten-Böden neigt der Habitus etwas zu einem mastigen Erscheinungsbild. Auf weniger optimalen Böden bleibt die Art niedriger, etwas lockerer im Wuchs und wirkt insgesamt natürlicher. In Mitteleuropa übersteht sie nach der Etablierung auch auf leichteren Böden sommerliche Trockenphasen klaglos.

Staunässe, v.a. im Winter, ist ungünstig. Pennisetum orientale sollte geschützte Lagen erhalten sowie möglichst im Frühjahr gepflanzt werden.



Die Winterstruktur ist mäßig überzeugend.

 Sorten:
  • Karley Rose: bis 100 cm hoch, mehr aufrechter denn bogig überhängender Wuchs, dunkel-grünes Laub
  • Tall Tails: bis 130 cm hoch, mehr aufrechter denn bogig überhängender Wuchs

Bilder





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Attribute

Lebensform Stauden/Gräser/Farne Blütenfarbe Blütezeit Blattfärbung
Staude
Gras
horstartig
30-60 cm Höhe
60-100 cm Höhe
100-150 cm Höhe
rosa
bräunlich/schwarz
Juli
grün
dunkel-grün
Zierwert Frucht Geniessbarkeit/Giftwirkung Duft Wasserhaushalt Lichtansprüche
zierend/strukturstark
ungiftig
unbedeutend
mäßig trocken
frisch
gut drainiert
vollsonnig
sonnig
Bodenansprüche Nährstoffversorgung (N + P) Klima/Frostsicherheit Herkunft BEWERTUNGEN
mäßig kalk-/basenreich
ph-neutral
kalkarm, leicht sauer
(lehmiger/humoser) Sand
durchlässiger Lehm
poröser Schotter
keine Bodenverdichtung
kalk-/basenreich
mittlere Böden
reiche Böden
sehr wintermilde Lage
frostarme Lage
ausgeprägte Warmlage
hitzeanfällige Lage
gemäßigte Klimate
subtropische Klimate
wintermilde Lage
Warmlagen
Asien
Ostasien/China/Mandschurei
Japan/Korea/Sachalin/Taiwan
befriedigend
Gering
strukturbildender Gruppen-Solitär
verträglich
Einsatzbereich Handelsgängigkeit Belaubung Lebensbereich
Mediterraner Garten
Repräsentative Gärten
Steppenpflanzung
öffentliches Grün
Grünanlagen hoher Pflegestufe
Rabatte
Nebensortiment
sommergrün
Wiesen
Gehölzrand/Staudenfluren