Dactylorhiza majalis

Dactylorhiza_majalis_breitbl%c3%a4ttriges_knabenkraut_11 Name Breitblättriges Knabenkraut
Botanischer Name: Dactylorhiza majalis
Familie Orchidaceae, Orchideengewächse
Pflanzen pro qm 25.00
Wikipedia Dactylorhiza majalis
Verbreitungskarte Verbreitungskarte

Beschreibung

Naturstandort von Dactylorhiza majalis (Breitblättriges Knabenkraut):                                                                                        Dactylorhiza majalis kommt in Mittel- und Nord-Europa bis in das westliche Sibirien vor (Karte der europäischen Verbreitung).

In Deutschland ist das Breitblättrige Knabenkraut von den Tiefebenen bis in die alpine Stufe flächendeckend, wenn auch selten vertreten.

Dactylorhiza majalis ist eine Charakterart der feuchten bis nassen Pfeifengras- und Nasswiesen bzw. Kleinseggenriede. 

Es gedeiht auf mageren, basenreicheren Niedermoorböden in sonnigen Lagen.



Unter nahrhafteren Kulturbedingungen entwickeln sich prächtige Exemplare.

Beschreibung

Dactylorhiza majalis ist eine sommergrüne Erd-Orchidee. Sie bildet durch Tochter-Knollen mit der Zeit kleine Horste von 15 bis 35 cm Wuchshöhe. Die Blätter weisen eine chrakteristische, braun-rote Sprenkelung auf.

Die purpur-roten Einzel-Blüten stehen in dichten Blütenständen und erscheinen im Mai. Gelegentlich sind die Blüten auch hell-rosa oder gar weiß.

Naturidentische Feuchtwiese mit verwilderndem Bestand:


Ähnlich ist das Gefleckte Knabenkraut (Dactylorhiza maculata), das jedoch basenarme Standorte benötigt.

Verwendungshinweise

Das Breitblättrige Knabenkraut ist eine gute Option für naturhafte, nährstoffarme Nasswiesen und sonnige Gewässerränder.

Auch wenn Knabenkräuter sehr seltene Gäste in der Gartenkultur sind und der Einsatz von Orchideen exaltiert erscheinen mag, so fügen sich zumindest die Vertreter dieser Gattung mit unaufdringlich-naturhaften Charme in feuchte bis nasse Magerwiesen ein.

Selbstredend sind sie nur etwas für intime Privatgärten, in denen die Betrachter Zeit und Muße mitbringen.

Im Spezialhandel ist die Art zuverlässig erhältlich, der Bezug ist allerdings kostenintensiv.



Die Verwendung zwischen Mädesüß (Filipendula ulmaria) und Gilbweiderich (Lysimachia vulgaris) ist risikobehaftet, ohne Hilfe geht das nicht dauerhaft gut.

Kultur

Auf armen, dauerhaft feuchten bis nassen Böden ist die Art erstaunlich pflegeleicht und hält sich auch an halbschattigen Standorten gut. Günstiger sind aber sonnige Lagen.

Auf nahrhaften Standorten werden die Pflanzen deutlich kräftiger und können größere, bis zu 60 cm hohe Horste entwickeln, wenn die pflegende Hand Konkurrenzstauden regelmäßig und konsequent zurückhält.

Bilder





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Attribute

Lebensform Stauden/Gräser/Farne Blütenfarbe Blütezeit Blattfärbung
Staude
Zwiebel/Knolle
horstartig
15-30 cm Höhe
30-60 cm Höhe
rot
rosa
Mai
grün
panaschiert
bräunlich
Duft Wasserhaushalt Lichtansprüche Bodenansprüche Nährstoffversorgung (N + P)
unbedeutend
wechselfeucht
nass
nicht austrocknend
feucht
vollsonnig
sonnig
mäßig kalk-/basenreich
ph-neutral
kalkarm, leicht sauer
(lehmiger/humoser) Sand
durchlässiger Lehm
Lehm
humos
organische Böden
keine Bodenverdichtung
kalk-/basenreich
sehr arme Böden
arme Böden
mittlere Böden
Klima/Frostsicherheit Herkunft BEWERTUNGEN Gewässer/Gewässerrand Moore und Sümpfe
sehr wintermilde Lage
Normal- bis winterrauhe Lage
frostarme Lage
luftfeuchte und/oder kühle Lagen
gemäßigte Klimate
wintermilde Lage
Warmlagen
Europa
Ozeanischer Verbreitungsschwerpunkt
Tiefland
Mittelgebirge (montan)
alpin
Nordeuropa
Mitteleuropa
Osteuropa/Kaukasus
Hügelland (collin)
Asien
Sibirien
Zentral-Asien
gut
Mittel
Gruppen-Verbands-Pflanze
aspektbildender Flächenfüller
verträglich
Stillgewässer
Kalkreich
Oligotroph
Niedermoore
Kleinseggenriede
Wiesen Alpine Schuttfluren/Blockhalden Einsatzbereich Handelsgängigkeit Belaubung
Nasswiesen
Feuchtwiesen
Kalk
Terrassen-/Balkongarten
Wassergarten
für Pflanzgefäße geeignet
Wiese
Nebensortiment
sommergrün
Lebensbereich
Wasserrand/Sumpf
Wiesen