Cardamine pratensis // Wiesen-Schaumkraut

Familie Brassicaceae, Kreuzblütler
Pflanzen pro qm 25.00
Wikipedia Cardamine pratensis
Verbreitungskarte Verbreitungskarte

Beschreibung

Naturstandort von Cardamine pratensis (Wiesen-Schaumkraut):


Cardamine pratensis ist nahezu circumpolar verbreitet und besiedelt in verschiedenen Unterarten v.a. frische bis feuchte Wiesengesellschaften und weist eine breite standörtliche Amplitude auf.

Das Wiesen-Schaumkraut ist eine Charakterart des Wirtschaftsgrünlandes, in niederschlagsärmeren Regionen tritt die Art allerdings vorrangig in Feucht- und Nassswiesen bzw. feuchten Hochstaudenfluren auf ehemaligen Bruch- und Auwaldstandorten auf.



Wiesen-Schaumkraut in einer im Frühjahr feuchten, später frischen Mähwiese.

Die relativ schattentolerante Art gedeiht aber -weniger auffällig, da kaum Massenbestände bildend - auch stetig in Buchen-, Erlen- und Auwäldern sowie frischen, absonnigen Staudensäumen an Waldrändern und Waldwegen.

Ökologische Zeigerwerte nach ELLENBERG (1992)
Licht (4)  Temperatur (-)  Kontinentalität (-)  Feuchte (6)  Reaktion (-)  Stickstoff (-)



Cardamine pratensis am Ufer eines Wiesen-Tümpels

Beschreibung

Cardamine pratensis ist eine sommergrüne, horstige Staude von 40 cm Wuchshöhe.

Der Blütenstand entspringt einer grundständigen Rosette und trägt weiße bis zat rosé-violette Blüten. Die Blütezeit beginnt ab Mitte April und reicht bis Ende Mai.

Blätter und Blüten sind als Salatbeilage verwendbar.



Extensive Feuchtwiesen tragen oft Massenbestände von Cardamine pratensis.

Verwendungshinweise

Das Wiesen-Schaumkraut ist einer der prägenden Frühlingsaspekte in Wiesenlandschaften und spielt entsprechend eine wichtige Rolle bei der Gestaltung blütenreicher Wiesen und naturhafter Gewässerufer.

V.a. auf feuchten, im Vorfrühling sogar überschwemmten, mäßig nahrhaften und sonnigen Standorten können sich rasch größere Bestände aufbauen, die die zarte Art erst wirksam zur Geltung bringen.



Schon in einigen Tagen stehen diese Wiesen-Schaumkräuter im Schatten des Schilf-Röhrichts.

Kultur

Cardamine pratensis ist sehr gut Mahdverträglich und wird durch eine mehrschüriges Schnittregime stark begünstigt. Sie hält sich aber auch im Unterwuchs von Hochstauden, kommt hier aber weniger zur Geltung.

Auch gegenüber den Bodeneigenschaften ist die Art sehr tolereant leichte und durchlässige Böden werden allerdings nur bei geringem Grundwasserflurabstand besiedelt. Generell günstig sind Lehm-, Ton- und Niedermoorböden.

An zusagenden Standorten benötigt die Art keine gärtnerische Unterstützung.

Sorten:
  • Plena: wie die Art, mit gefüllten Blüten

Bilder












Attribute

Lebensform Stauden/Gräser/Farne Blütenfarbe Blütezeit Blattfärbung
Staude
Blütenstauden/-Kräuter
horstartig
30-60 cm Höhe
weiß
rosé-weiß
April
Mai
grün
Geniessbarkeit/Giftwirkung Duft Wasserhaushalt Lichtansprüche Bodenansprüche
ungiftig
essbar
Heil-/Gewürzpflanze
unbedeutend
frisch
nass
nicht austrocknend
feucht
vollsonnig
sonnig
halbschattig
absonnig
mäßig kalk-/basenreich
ph-neutral
kalkarm, leicht sauer
kalkfrei, sauer
(lehmiger/humoser) Sand
durchlässiger Lehm
Lehm
Ton
humos
organische Böden
starker Wurzeldruck
kalk-/basenreich
Nährstoffversorgung (N + P) Klima/Frostsicherheit Herkunft BEWERTUNGEN Gewässer/Gewässerrand
mittlere Böden
reiche Böden
sehr wintermilde Lage
Normal- bis winterrauhe Lage
frostarme Lage
luftfeuchte und/oder kühle Lagen
gemäßigte Klimate
wintermilde Lage
Warmlagen
Europa
Tiefland
Mittelgebirge (montan)
alpin
Nordeuropa
Mitteleuropa
Südeuropa
Süd-Osteuropa
Osteuropa/Kaukasus
mediterraner Schwerpunkt
Hügelland (collin)
Asien
Ostasien/China/Mandschurei
Japan/Korea/Sachalin/Taiwan
Sibirien
Zentral-Asien
Amerika
Nordamerika
gut
Gering
aspektbildender Flächenfüller
verträglich
Stillgewässer
Kalkreich
Mesotroph
Nährstoffreich
Fliessgewässer
Quellfluren
Bäche
Moore und Sümpfe Wiesen Staudenfluren Gebüsche Wälder
Niedermoore
Großröhrichte
Großseggenriede
Kleinseggenriede
Nasswiesen
Feuchtwiesen
Frischwiesen
Hochstaudenfluren feuchter bis nasser Standorte
Staudenfluren frischer, nährstoffreicher Standorte
Feuchtgebüsche
Grauweidengebüsche
Laubwälder
Buchenwälder
Mull-Buchenwälder
Montane Buchenwälder
Feuchtwälder
Erlenbruchwälder
Auwälder
Einsatzbereich Handelsgängigkeit Belaubung Lebensbereich
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