Campanula barbata / Bärtige Glockenblume

Campanula_barbata_b%c3%a4rtige_glockenblume_11 Familie Campanulaceae, Glockenblumengewächse
Pflanzen pro qm 30.00
Wikipedia Campanula barbata
Verbreitungskarte Verbreitungskarte

Beschreibung

Naturstandort von Campanula barbata: Die Bärtige Glockenblume kommt im Alpenraum in der montanen bis alpinen Stufe vor. Die Bärtige Glockenblume ist eine Charakterart der bodensauren, sehr mageren Borstgras-Rasen.

Die sonnigen Standorte sind kalkfrei und meist ausgesprochen sauer. Das Substrat ist skelettreich und durchlässig, aufgrund der hohen Niederschläge aber dauerhaft frisch.

Ökologische Zeigerwerte nach ELLENBERG (1992)   ... zur Legende
Licht (7)  Temperatur (2)  Kontinentalität (4)  Feuchte (5)  Reaktion (1)  Stickstoff (2)

Die Bärtige Glockenblume (Campanula barbata) spielt in der Gartenkultur praktisch keine Rolle. Für bodensaure Alpinarien wäre sie aber erste Wahl.

Am Naturstandort wie hier in den Österreichischen Alpen ist die Bärtige Glockenblume sehr fotogen.

Beschreibung

Campanula barbata ist eine sommergrüne, horstige Staude von etwa 20 cm Wuchshöhe.

Blätter und Stängel sind lang behaart und entspringen einer Grundrosette.

Die mittel-blauen, selten weißen Blüten erscheinen im Juli.

Die Bärtige Glockenblume in einer Almwiese im Blau-Gelb-Komplementärkontrast:

Die Bärtige Glockenblume (Campanula barbata) in einer Almwiese im Blau-Gelb-Komplementärkontrast

Verwendungshinweise

Die Bärtige Glockenblume ist eine reizende Option für Alpinarien und naturhafte Berg-Wiesen.

Im Handel ist sie praktisch nur als Saatgut zu erhalten.

Kultur

Die Standorte sollten sonnig bis licht-halbschattig, durchlässig und gleichzeitig gut wasserversorgt sein.

Günstig sind saure, arme und humusreiche Auflagen über Silikatgesteinen. In niederschlagsärmeren Regionen ist in längeren sommerlichen Trockenphasen künstliche Bewässerung erforderlich.

Hitzestandorte sind ungeeignet, weshalb sie im Flachland aufgrund der erforderlichen sonnigen Lagen eigentlich nur in Küstennähe wirklich dauerhaft kultiviert werden kann.

Die Art ist außerhalb der Bergregionen unter den beschriebenen Extrembedingungen konkurrenzschwach und benötigt entsprechend intensive gärtnerische Aufmerksamkeit.



Im niederschlagsreichen Hochgebirge kann Campanula barbata selbst nackte Schiefer-Felsen besiedeln.

Bilder





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Attribute

Lebensform Stauden/Gräser/Farne Blütenfarbe Blütezeit Blattfärbung
Staude
Blütenstauden/-Kräuter
horstartig
15-30 cm Höhe
weiß
blau
Juli
grün
Geniessbarkeit/Giftwirkung Duft Wasserhaushalt Lichtansprüche Bodenansprüche
ungiftig
unbedeutend
frisch
vollsonnig
sonnig
halbschattig
ph-neutral
kalkarm, leicht sauer
kalkfrei, sauer
durchlässiger Lehm
humos
poröser Schotter
keine Bodenverdichtung
stark sauer
Nährstoffversorgung (N + P) Klima/Frostsicherheit Herkunft BEWERTUNGEN Trockenrasen
sehr arme Böden
arme Böden
sehr wintermilde Lage
Normal- bis winterrauhe Lage
luftfeuchte und/oder kühle Lagen
gemäßigte Klimate
wintermilde Lage
Europa
Mittelgebirge (montan)
Mitteleuropa
Hügelland (collin)
sehr gut
Mittel
strukturbildender Gruppen-Solitär
Gruppen-Verbands-Pflanze
verträglich
konkurrenzschwach
Bodensaure Borstgrasrasen
Alpine Felsfluren Zwergstrauchheiden und Nadelgebüsche Einsatzbereich Handelsgängigkeit Belaubung
Silikat
Bergheiden
Repräsentative Gärten
Steingarten/Alpinum
für Pflanzgefäße geeignet
Wiese/Prärie
Raritäten/Saatgut
sommergrün
Lebensbereich
Alpinum