Sempervivum globiferum (Jovibarba globifera) / Gewöhnliche Fransenhauswurz

Jovibarba_globiferum_sempervivum_globiferum_gew%c3%b6hnliche_fransenhauswurz__ Familie Crassulaceae, Dickblattgewächse
Pflanzen pro qm 20.00
Wikipedia Sempervivum globiferum (Jovibarba globifera)
Verbreitungskarte Verbreitungskarte

Beschreibung

Naturstandort von Sempervivum globifera:  Die Gewöhnliche Fransenhauswurz kommt in verschiedenen Unterarten in den gesamten Alpen, den umgebenden Alpenvorländern bis zum Balkan und den Karpaten und weiter in den gesamten osteuropäscihen Gebirgen bis zum Ural vor (Karte der Gesamtverbreitung).

In Deutschland gibt es natürliche Vorkommen auf der Fränkischen Alb und im Erzgebirge sowie neophytische Vorkommen von der Rhön über den Thüringer Wald und das Thüringer Becken bis zum Harz. Die seltenen Vorkommen im Nord-Osten Brandenburgs sind bis auf wenige Populationen erloschen.

Sempervivum globifera besiedelt vollsonnige, trocken-warme Fels- und Fels-Schotterfluren von der collinen bis zur alpinen Stufe (letzteres nur im südlichen Verbreitungsgebiet). Als Sekundärbiotop werden auch alte Natursteinmauern genutzt.

Die Substrate sind immer sehr nährstoffarm, die verschiedenen Unterarten besiedeln aber sowohl saure wie alkalische Böden. Die in Deutschland heimische Unterart "globiferum" ist  ausgesprochen kalkliebend.



Sempervivum globifera ssp. hirta am Naturstandort

Beschreibung

Sempervivum globifera ist eine immergrüne Sukulente, die aus bis zu 7 cm im Durchmesser erreichender, rundlicher Rosetten Polster von maximal 8 cm Höhe aufbaut.

Nach einigen Jahren treiben die Rosetten einen kräftigen, 15 (30) cm hohen Blütenstand mit grünlich-gelben Stenblüten. Die Blütezeit liegt im Juli/August. Nach der Blüte stirbt die betroffene Rosette ab.

Im Herbst/Winter verfärben sich die Blätter teilweise bronze-rot (v.a. ssp. hirtum und auch ssp. allionii).

Sempervivum globiferum ist wüchsiger als die bekanntere, zierlichere Spinnweb-Hauswurz und durch längere Ausäufer auch ausbreitungsfreudiger. Kräftiger im Wuchs sind Sempervivum wulfenii und die gartenübliche Sempervivum tectorum.

Hinsichtlich der Nomenklatur ist sich die wissenschaft noch nicht ganz einig geworden und so ist "Jovibarba globifera" ebenso üblich.



Reich blühender Bestand im Alpinum

Verwendungshinweise

Sempervivum globiferum kann in erster Linie von Liebhabern und Sammlern im Steingarten, Tuffstein oder Felstrog verwendet werden, benötigt aber etwas mehr Platz als die Spinnweb-Hauswurz.



Einsetzende Winterfärbung bei Sempervivum globiferum ssp. allionii

Kultur

Die Art ist nur an extrem trockenen, vollsonnigen Fels- oder Mauerstandorten mit minimalem Wurzelraum dauerhaft mit vertretbarem Aufwand zu kultivieren.

Im Handel ist sie mit etwas Mühe zu beziehen, allerdings praktisch nicht nach Unterarten getrennt.

Bilder





Jovibarba_globiferum_sempervivum_globiferum_gew%c3%b6hnliche_fransenhauswurz__


Jovibarba_globiferum_sempervivum_globiferum_ssp._hirtum_gew%c3%b6hnliche_fransenhauswurz
ssp. hirta


Jovibarba_globiferum_sempervivum_globiferum_gew%c3%b6hnliche_fransenhauswurz_22


Jovibarba_globiferum_sempervivum_globiferum_ssp._allionii_allionis_hauswurz_17
ssp. allionii

Attribute

Lebensform Stauden/Gräser/Farne Blütenfarbe Blütezeit Blattfärbung
Staude
Blütenstauden/-Kräuter
bodendeckend
Polsterpflanze
gelblich-grün
hell-gelb
August
grün
rötlich
zierende Herbstfärbung
Geniessbarkeit/Giftwirkung Duft Wasserhaushalt Lichtansprüche Bodenansprüche
ungiftig
unbedeutend
trocken
mäßig trocken
gut drainiert
sommertrocken
vollsonnig
sonnig
stark kalk-/basenreich
mäßig kalk-/basenreich
ph-neutral
kalkarm, leicht sauer
kalkfrei, sauer
(lehmiger/humoser) Sand
durchlässiger Lehm
poröser Schotter
keine Bodenverdichtung
kalk-/basenreich
Nährstoffversorgung (N + P) Klima/Frostsicherheit Herkunft BEWERTUNGEN Trockenrasen
sehr arme Böden
arme Böden
sehr wintermilde Lage
Normal- bis winterrauhe Lage
frostarme Lage
ausgeprägte Warmlage
hitzeanfällige Lage
gemäßigte Klimate
subtropische Klimate
wintermilde Lage
Warmlagen
Europa
Mittelgebirge (montan)
alpin
Mitteleuropa
Südeuropa
Süd-Osteuropa
Liebhaberpflanze
Mittel
aspektbildender Flächenfüller
verträglich
Submediterrane Halbtrockenrasen
Alpine Felsfluren Einsatzbereich Handelsgängigkeit Belaubung Lebensbereich
Kalk
Terrassen-/Balkongarten
Repräsentative Gärten
Steingarten/Alpinum
Steppenpflanzung
für Pflanzgefäße geeignet
Gründächer
Substratstärke 8-15 cm
Substratstärke über 15 cm
Nebensortiment
winter-/immergrün
Alpinum
Felssteppen