Salvia argentea // Silberblatt-Salbei

Familie Lamiaceae, Lippenblütler
Pflanzen pro qm 10.00
Wikipedia Salvia argentea
Verbreitungskarte Verbreitungskarte

Beschreibung

Naturstandort von Salvia argentea

Der Silberblatt-Salbei kommt von Nord-West-Afrika über die Iberische Halbinsel, die Mitte und den Süden Italiens bis zum Balkan und den Westen Griechenlands bis in die Türkei vor. Er tritt von den Tieflagen bis in montane Höhenlagen in etwa 1.00 m üNN auf.

Salvia argentea wächst in basenreichen, mäßig nahrhaften Zwergstrauchheiden, mediterrann Steppenrasen und Brachflächen auf feinerdereichen Kalkschotterböden in (voll-)sonnigen Lagen.



Salvia argentea nach der Blüte fachgerecht in einem Schotterrasen

Beschreibung

Der Silberblatt-Salbei ist zweijährig, erhält sich an zusagenden Standorten mit offenen Bodenstellen aber durch Selbstaussaat. Die kräftige Rosette mit den großen, weiß-filzig behaarten Blättern erreicht Wuchshöhen von etwa 30 cm.

Der im Juni schossende, buschig bis sparrig verzweigte Blütenstand wird bis zu 100 cm hoch. Die Blüten sind weißlich, die Knospen mitunter zart-gelblich. Stengel und Blüten sind drüsig behaart. Die Drüsenhaare auf der Oberlippe erzeugen oft eine violette Punktierung.

Verwendungshinweise

Der Silberblatt-Salbei ist eine ungewöhnliche, etwas bizarre Blattschmuckpflanze. Im Morgentau sind die Blätter dicht mit Wassertropfen überzogen.

Der locker-sparrige Blütenstand ist nur mäßig zierend und sein Auftreten leitet den Zerfall der Pflanze ein. Entfernt man den Blütenstand frühzeitig, bleibt die Rosette erhalten.

Salvia argentea kann gut in mediterranen Anlagen und Felssteppenpflanzungen verwendet werden. Die Art kommt v.a. in Pflanzungen mit hohen Anteilen offener Kalkschotterstellen zur Geltung, wo sie sich auch willig aussamt.



Salvia argentea hat auch optisch schwächere Phasen in ihrem Lebenszyklus, die sich mit strukturstarken Begleitern aber gut kaschieren lassen.

Kultur

Die Standorte sollten basenreich-durchlässig, mäßig nahrhaft und sonnig-warm sein. Winterliche Feuchte ist zu vermeiden, ebenso Lagen, die winterlichen Ostwinden ausgesetzt sind. Die niederschlagsreichen Winter Mitteleuropas soren auf den filzigen, schlecht abtrocknenden Blättern und auch im Wurzelbereich rasch für Fäulnis. Ein Regenschutz z.B. durch eine umgestülpte Glasschüssel ist ein empfehlenswerter Winterschutz.

Trockenphasen werden gut überstanden und stärken die relative Konkurrenzkraft der Art gegenüber Wildkräutern, deren Verschattung sie nicht zur Blüte kommen und verkümmern lässt.

Durch die Zweijährigkeit ist eine dauerhafte Verwendung aber nur in intensiv gärtnerisch betreuten Anlagen möglich. Das Laub ist außerdem sehr anfällig für Schneckenfraß.

Bilder












Attribute

Lebensform Stauden/Gräser/Farne Blütenfarbe Blütezeit Blattfärbung
zweijährig
Staude
Blütenstauden/-Kräuter
horstartig
60-100 cm Höhe
weiß
hell-gelb
Juni
grau-grün
silbrig
Geniessbarkeit/Giftwirkung Duft Wasserhaushalt Lichtansprüche Bodenansprüche
ungiftig
unbedeutend
trocken
mäßig trocken
gut drainiert
sommertrocken
vollsonnig
sonnig
stark kalk-/basenreich
mäßig kalk-/basenreich
ph-neutral
(lehmiger/humoser) Sand
durchlässiger Lehm
poröser Schotter
keine Bodenverdichtung
kalk-/basenreich
Nährstoffversorgung (N + P) Klima/Frostsicherheit Herkunft BEWERTUNGEN Einsatzbereich
arme Böden
mittlere Böden
frostfreie Lage
sehr wintermilde Lage
frostarme Lage
ausgeprägte Warmlage
hitzeanfällige Lage
subtropische Klimate
wintermilde Lage
Warmlagen
Europa
Tiefland
Mittelgebirge (montan)
Südeuropa
Süd-Osteuropa
mediterraner Schwerpunkt
Hügelland (collin)
Asien
Kleinasien
Afrika
Nordafrika
gut
Hoch
Gruppen-Verbands-Pflanze
verträglich
konkurrenzschwach
Mediterraner Garten
Terrassen-/Balkongarten
Repräsentative Gärten
Steingarten/Alpinum
Steppenpflanzung
für Pflanzgefäße geeignet
Rabatte
Handelsgängigkeit Belaubung Lebensbereich
Nebensortiment
winter-/immergrün
Felssteppen