Papaver alpinum

Papaver_alpinum_alpen-mohn_11 Name Alpen-Mohn
Botanischer Name: Papaver alpinum
Familie Papaveraceae, Mohngewächse
Pflanzen pro qm 20.00
Wikipedia Papaver alpinum
Verbreitungskarte Verbreitungskarte

Beschreibung

Naturstandort von Papaver alpinum

Der Alpen-Mohn kommt in einem ganzen Artenschwarm in den montanen bis alpinen Stufe der Pyrenäen, der Alpen, Teilen des Balkans sowie der Karparten einschließlich deren nord-westliche Ausläufer vor.

In Deutschland kommt Papaver alpinum ausschließlich in den Hochlagen der Bayerischen Alpen vor. In der Schweiz liegt der Verbreitungsschwerpunkt in den Ostalpen an der Grenze zu Österreich sowie in den Voralpen. Im Jura tritt die Art punktuell auf.



Rot blühene Unterart von Papaver alpinum

Papaver alpinum wächst auf ausgesprochen basenreichen, humus- und sticktoffarmen, meist bewegten Geröll- und Schuttstandorten vor.

Die Habitate sind vollsonnig, kühl bzw. kalt und durch Hangsickerwasser zumindest bis in den Frühsommer dauerhaft frisch bzw. sickerfeucht. Ab dem Hochsommer treten aber auch Trockenphasen auf.

Beschreibung

Der Alpen-Mohn ist eine sommergrüne, bis 20 cm hohe Staude. Er entwickelt dichtlaubige, polsterartige Horste über denen sich die gestielten, einzelnd stehenden Blüten gut 10 cm erheben.

Es gibt mehrere Unterarten, deren Blütenfarben Weiß, Rosa, Gelb oder Rot sind. Die Blütezeit erstreckt sich ausdauernd von Mai bis in den August.

Das ein- bis dreifach gefiederte Laub ist bläulich-grün. Der sehr ähnliche, häufiger kultivierte Island-Mohn (Papaver nudicaule) bildet meist fiederteilige Rosetten. Die Standortansprüche sind weitgehend identisch.

Verwendungshinweise

Papaver alpinum kann ergänzend in Alpinarien, Tuffsteinen oder Trögen eingesetzt werden. Am Überzeugendsten kommt die Art individuenreich in Verbindung mit Felsen und Geröllböden zur Geltung.

Die Versuchung ist vermutlich hoch, verschiedene Farbschläge zu kombinieren. Dadurch zerfällt allerdings die Wahrnehmbarkeit in ihre Einzelteile. Edler und optisch durchschlagender sind eigentlich immer farbreine Bestände.

In Neuanlagen bietet sich die Etablierung aus Saatgut an durch Direktsaat im Spätsommer oder Frühling an.



Fels- und Schotterstandorte sind das angestammte Terrain des Alpen-Mohns.

Kultur

Da die einzelnen Exemplare kurzlebig sind und sich die Bestände durch willige Selbstaussaat erhalten, ist die Art dauerhaft nur in Anlagen mit ausreichend offenen Bodenflächen zu kultivieren. Solche Flächen werden in Mitteleuropa aber auch zügig von Wildkräutern besetzt, so dass der Erhaltungsaufwand für die extrem lichtbedürftige Art sehr hoch ist.

Für eine Hochgebirgspflanze ist der Alpen-Mohn im Flachland aber erstaunlich vital. Er toleriert auch wärmere Standorte und sommerliche Trockenheit.

Saatgut keimt schnell und willig bei etwa 20 Grad und möchte danach gerne kühler weiterkultiviert werden.

Bilder





Papaver_alpinum_alpen-mohn_11


Papaver_alpinum_alpen-mohn_22


Papaver_alpinum_alpen-mohn_23

Attribute

Lebensform Stauden/Gräser/Farne Blütenfarbe Blütezeit Blattfärbung
Staude
Blütenstauden/-Kräuter
horstartig
15-30 cm Höhe
weiß
gelb
rot
rosa
Juni
Juli
blau-grün
Duft Wasserhaushalt Lichtansprüche Bodenansprüche Nährstoffversorgung (N + P)
unbedeutend
frisch
wechselfeucht
gut drainiert
nicht austrocknend
feucht
vollsonnig
stark kalk-/basenreich
mäßig kalk-/basenreich
ph-neutral
durchlässiger Lehm
poröser Schotter
keine Bodenverdichtung
kalk-/basenreich
sehr arme Böden
arme Böden
mittlere Böden
Klima/Frostsicherheit Herkunft BEWERTUNGEN Alpine Schuttfluren/Blockhalden Einsatzbereich
sehr wintermilde Lage
Normal- bis winterrauhe Lage
luftfeuchte und/oder kühle Lagen
gemäßigte Klimate
wintermilde Lage
Europa
alpin
Mitteleuropa
befriedigend
Hoch
Gruppen-Verbands-Pflanze
aspektbildender Flächenfüller
verträglich
konkurrenzschwach
Kalk
Terrassen-/Balkongarten
Steingarten/Alpinum
für Pflanzgefäße geeignet
Handelsgängigkeit Belaubung Lebensbereich
Nebensortiment
sommergrün
Alpinum