Paeonia delavayi (Paeonia lutea) / Delavays Strauch-Paeonie

Paeonia_delavayi_paeonia_lutea_gelbe_strauch-pfingstrose_23 Familie Paeoniaceae, Pfingstrosengewächse
Pflanzen pro qm 2.00
Verbreitungskarte Verbreitungskarte

Beschreibung

Naturstandort von Paeonia delavayi

Delavays Strauch-Paeonie wächst im zentralen und östlichen Asien in Bergregionen oberhalb von 2.000 m üNN.

Paeonia delavayi wächst in frischen, eher basenreichen und wärmebegünstigten Gebüschen und Waldrändern in sonnigen bis halbschattigen Lagen.



Das Farbstpektrum der Blüten reicht von tiefem Rot üder Orange zu reinem Gelb.

Beschreibung

Paeonia delavayi ist ein sommergrüner, langsam wüchsiger Kleinstrauch von bis zu 200 cm Höhe und 200 cm Breite. Die für Strauchrosen kleinen Blüten im Mai sind rötlich bis orange, in der Unterart Paeonia delavayi ssp. lutea auch intensiv gelb. Sie verströmen einen angenehmen Duft.

Es gibt in Spezialgärtnereien zahlreiche Auslesen und Hybriden, deren Farbspektrum von Rosé-Weiß über Gelb, Orange, Lachs bis zu tiefen, fast schwarzen Rot-Tönen reicht. Neben einfachen Blüten gibt es zudem halb-gefüllte und gefüllte Sorten. Die meisten Sorten duften ebenfalls.

Etwas gebräuchlicher sind die im Wuchsbild sehr ähnlichen Hybriden von Paeonia rockii bzw. Paeonia suffruticosa, die aber noch deutlich größere Blüten haben. Hier fehlen allerdings die Gelb-, Orange- und reinen Rot-Töne im Blütenspektrum.



Paeonia delavayi ssp. lutea wird gelegentlich auch synonym als "Paeonia lutea" bezeichnet.

Verwendungshinweise

Delavays Strauch-Paeonie entwickelt sich mit den Jahren zu einem fremdartig anmutenden Strauch von eindrücklicher Gestalt. Dabei prägt v.a. die ungewöhnliche Laubstruktur wesentlich zur interessanten Optik bei. Die Blüte steht dagegen weniger plakativ im Vordergrund.

Sie lässt sich dadurch glaubhafter in naturhaft-exotische, sonnige bis halbschattige Gebüschränder einbinden. Schöne Partner sind mittelhohe Bambusse wie Sasa veitchii oder Shibataea kumasasa. Auch andere Gehölze mit ungewöhnlicher Blattstruktur wie Kalopanax septemlobus oder als immergrünes Strukturelement Fatsia japonica unterstützen eine fremdartige Ästhetik.



Die Laubstruktur ist auch ohne Blütenflor hinreichend auffällig.

Kultur

Die trägwüchsige Art entwickelt sich am überzeugendsten in windgeschützten, wärmebegünstigten Lagen auf durchlässig-nahrhaften, aber nicht austrocknenden Böden. Der Strauch selbst ist ausreichend winterhart, aber die Blütenknopsen sind spätfrostgefährdet.

Oft sind Strauch-Pfingsrosen auf eine robustere, wüchsigere Unterlage veredelt. Die Veredelungsstelle ist dann gut erkennbar und wird mindesten 5, besser 10 cm unter der Erdoberfläche platziert. Gelegentlich treibt der Wildling aus. Diese Triebe müssen direkt an der Veredelungsstelle entfernt werden.

Schnittmaßnahmen erfolgen mit Fingerspitzengefühl und direkt nach der Blüte. Ziel ist es, mehrere kräftige Bodentriebe zu entwickeln und diese vital zu halten. Dazu werden abgeblühte Triebe bis zur ersten, nach außen zeigenden Triebknospe zurückgeschnitten. Beginnen ältere Gerüsttriebe zu verkahlen, werden diese auf eine tiefliegende, vitale Verzweigung zurückgenommen. Man sollte je nach Größe des Strauchs nicht mehr als ein oder zwei vergreiste Gerüsttriebe pro Jahr beseitigen.



Üppige Blütenansätze darf man von Paeonia delavayi nicht unbedingt erwarten.

Sorten:
  • Canary: intensiv kanarien-gelb, einfach bis halbgefüllt
  • Center Stage: hell-rosé-weiß mit tief violettem Basalfleck, halbgefüllt
  • Chinese Dragon: weinrot, einfach
  • High Noon: hell zitronen-gelb, halbgefüllt
  • ssp. lutea: einfarbiges, reines Gelb, einfach

Bilder





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Attribute

Lebensform Blütenfarbe Blütezeit Blattfärbung Duft
Strauch
Klein-Strauch
hell-gelb
gelb
orange
rot
rosa
rosé-weiß
pink
apricot
Mai
grün
ausgeprägt
Wasserhaushalt Lichtansprüche Bodenansprüche Nährstoffversorgung (N + P) Klima/Frostsicherheit
frisch
gut drainiert
nicht austrocknend
feucht
sonnig
halbschattig
mäßig kalk-/basenreich
ph-neutral
kalkarm, leicht sauer
durchlässiger Lehm
humos
starker Wurzeldruck
kalk-/basenreich
mittlere Böden
reiche Böden
sehr wintermilde Lage
frostarme Lage
ausgeprägte Warmlage
gemäßigte Klimate
wintermilde Lage
Warmlagen
Herkunft BEWERTUNGEN Einsatzbereich Handelsgängigkeit Belaubung
Asien
Ostasien/China/Mandschurei
befriedigend
Mittel
strukturbildender Solitär
verträglich
Asiatisch-Exotischer Garten
Repräsentative Gärten
Hecken
Freie Blütenhecke
Nebensortiment
sommergrün
Lebensbereich
Alpinum
Gehölzrand/Staudenfluren