Nepeta cataria // Echte Katzenminze

Familie Lamiaceae, Lippenblütler
Pflanzen pro qm 6.00
Wikipedia Nepeta cataria
Verbreitungskarte Verbreitungskarte

Beschreibung

Naturstandort von Nepeta cataria:

Das ursprüngliche Herkunftsgebiet der Echten Katzenminze liegt in Südeuropa. Als historische Kulturpflanze ist sie jedoch ein europaweit und in der gesamten Westhälfte Asiens eingebürgerter Archaeophyt. In den USA und Kanada ist sie nahezu überall neophytisch eingebürgert.

In Deutschland kommt Nepeta cataria zerstreut, aber in praktisch allen Naturräumen vor. Allerdings ist sie überall deutlich rückläufig und gilt als gefährdet. In der Schweiz fehlt sie in den Alpen und ist nur im Wallis etwas häufiger.



Nepeta cataria wird überwiegend in bläulich blühenden Formen kultiviert.

In Mitteleuropa ist die Echte Katzenminze eine Kennart der Eselsdistel-Fluren in sonnig-warmen, mäßig trockenen bis frischen, oft sommertrockenen und stickstoffreicheren Ruderalfluren. Daneben tritt sie auch in den besser wasserversorgten, sehr stickstoffreichen Klettenfluren auf.

Sie bevorzugt durchlässige und basenreichere Lehmböden in (voll-)sonnigen Lagen.

Ökologische Zeigerwerte nach ELLENBERG  ... zur Legende
Licht (8)  Temperatur (7)  Kontinentalität (3)  Feuchte (4)  Reaktion (7)  Stickstoff (7)



Ohne Rückschnitt neigt sie zu unordentlichem Wuchsverhalten.

Beschreibung: Die Echte Katzenminze ist eine sommergrüne, buschig-horstige, reich verzweigte Staude von 60 bis 100 cm Höhe. Sie ist kurzlebig, neigt aber zu sehr williger Versamung und begründet dadurch zuverlässig dauerhafte Bestände.

Die Blüten sind weiß bis blass-hellblau, manchmal auch zart rötlich und erscheinen im Juli/August. Ein Rückschnitt nach der Blüte führt meist zu einer Nachblüte im September. Nach der Blüte wird die Art unansehnlich.

Die ganze Pflanze duftet aromatisch und die Blätter werden frisch oder getrocknet für Tees und Aufgüsse verwendet. Frische Blätter sind auch zum Aromatisieren von Speisen und als Salateinlage dienlich.

Nepeta cataria 'Citridora' hat eine stark zitronige Note. Ihr Aroma gilt sogar als intensiver als das der Zitronen-Melisse, die sich zudem unangenehm versamt und unauffälliger blüht.



Die Echte Katzenminze ist eine variable Art.

Verwendungshinweise: Nepeta cataria ist eine mäßig attraktive Erscheinung, die etwas zum unordentlichen bis leicht struppigen Wuchs neigt. Auch ist der Blütenflor von geringer Fernwirkung und im Verhältnis zur Blattmasse oft zurückhaltend.

Als alte Kulturpflanze hat sie einen Verwendungswert in nutzungsorientierten Bauern- und Klostergärten. Wo der ästhetische Wert solcher Anlagen im Vordergrund steht, ist sie eher nicht erste Wahl. Hier greift man besser auf die hybridisierte Nepeta x faassenii zurück, die intensiver blüht und deren Habitus den kultivierteren Eindruck macht.

Experimentierfreudige lassen sich vielleicht einmal von den Artengemeinschaften der sonnig-warmen Ruderalfluren inspirieren und versuchen eine naturalistische Kombination z.B. mit Artemisia absinthium, Echinops bannaticus, Achillea millefolium, Echium vulgare, Daucus carota, Carthamus tinctorius, Silybum marianum oder Salvia verticillata. Die Insektenwelt wird es in jedem Falle danken.



'Citridora' ist v.a. im Küchengarten beliebt.

Kultur: Die Echte Katzenminze ist robust und pflegeleicht, lediglich Verschattung und Staunässe schaden der Vitalität. Ein Rückschnitt direkt nach der Blüte sorgt für einen frischen Austrieb und kompaktere Erscheinung, nicht selten sogar für einen zweiten Blütenflor.

Wo offene, warme Bodenstellen zur Verfügung stehen, versamt sie sich willig.

Sorten:
  • Citridora: weiße, meist rosa-rot gezeichnete Blüte, zitronenartiger Duft und Aroma
  • Bilder





















    Attribute

    Lebensform Stauden/Gräser/Farne Blütenfarbe Blütezeit Blattfärbung
    Staude
    Blütenstauden/-Kräuter
    horstartig
    60-100 cm Höhe
    weiß
    hell-blau
    Juli
    blau-grün
    grau-grün
    Geniessbarkeit/Giftwirkung Duft Wasserhaushalt Lichtansprüche Bodenansprüche
    ungiftig
    Heil-/Gewürzpflanze
    ausgeprägt
    mäßig trocken
    frisch
    gut drainiert
    sommertrocken
    vollsonnig
    sonnig
    stark kalk-/basenreich
    mäßig kalk-/basenreich
    ph-neutral
    kalkarm, leicht sauer
    durchlässiger Lehm
    Lehm
    humos
    poröser Schotter
    kalk-/basenreich
    Nährstoffversorgung (N + P) Klima/Frostsicherheit Herkunft BEWERTUNGEN Staudenfluren
    mittlere Böden
    reiche Böden
    sehr wintermilde Lage
    Normal- bis winterrauhe Lage
    frostarme Lage
    ausgeprägte Warmlage
    hitzeanfällige Lage
    gemäßigte Klimate
    wintermilde Lage
    Warmlagen
    Europa
    Tiefland
    Mitteleuropa
    Südeuropa
    Süd-Osteuropa
    Osteuropa/Kaukasus
    mediterraner Schwerpunkt
    Hügelland (collin)
    Asien
    Zentral-Asien
    Kleinasien
    Afrika
    Nordafrika
    befriedigend
    Gering
    Gruppen-Verbands-Pflanze
    verträglich
    Staudenfluren frischer, nährstoffreicher Standorte
    Staudenfluren trockenwarmer Standorte
    Einsatzbereich Handelsgängigkeit Belaubung Lebensbereich
    Ländlicher Garten
    Terrassen-/Balkongarten
    Repräsentative Gärten
    für Pflanzgefäße geeignet
    Klostergarten
    Duftgarten
    Duft ausgeprägt
    öffentliches Grün
    Grünanlagen geringer Pflegestufe
    Grünanlagen hoher Pflegestufe
    Insektenweide
    Hauptsortiment
    sommergrün
    Gehölzrand/Staudenfluren