Nepeta cataria / Echte Katzenminze

Nepeta_cataria_echte_katzenminze_22 Familie Lamiaceae, Lippenblütler
Pflanzen pro qm 6.00
Wikipedia Nepeta cataria
Verbreitungskarte Verbreitungskarte

Beschreibung

Naturstandort von Nepeta cataria: Das ursprüngliche Herkunftsgebiet der Echten Katzenminze liegt in Südeuropa. Als historische Kulturpflanze ist sie jedoch ein europaweit und in der gesamten Westhälfte Asiens eingebürgerter Archaeophyt. In den USA und Kanada ist sie nahezu überall neophytisch eingebürgert.

In Deutschland kommt Nepeta cataria zerstreut, aber in praktisch allen Naturräumen vor. Allerdings ist sie überall deutlich rückläufig und gilt als gefährdet. In der Schweiz fehlt sie in den Alpen und ist nur im Wallis etwas häufiger.



Nepeta cataria wird überwiegend in bläulich blühenden Formen kultiviert.

In Mitteleuropa ist die Echte Katzenminze eine Kennart der Eselsdistel-Fluren in sonnig-warmen, mäßig trockenen bis frischen, oft sommertrockenen und stickstoffreicheren Ruderalfluren. Daneben tritt sie auch in den besser wasserversorgten, sehr stickstoffreichen Klettenfluren auf.

Sie bevorzugt durchlässige und basenreichere Lehmböden in (voll-)sonnigen Lagen.

Ökologische Zeigerwerte nach ELLENBERG (1992)  ... zur Legende
Licht (8)  Temperatur (7)  Kontinentalität (3)  Feuchte (4)  Reaktion (7)  Stickstoff (7)



Ohne Rückschnitt neigt sie zu unordentlichem Wuchsverhalten.

Beschreibung

Die Echte Katzenminze ist eine sommergrüne, buschig-horstige, reich verzweigte Staude von 60 bis 100 cm Höhe. Sie ist kurzlebig, neigt aber zu sehr williger Versamung und begründet dadurch zuverlässig dauerhafte Bestände.

Die Blüten sind weiß bis blass-hellblau, manchmal auch zart rötlich und erscheinen im Juli/August. Ein Rückschnitt nach der Blüte führt meist zu einer Nachblüte im September. Nach der Blüte wird die Art unansehnlich.

Die ganze Pflanze duftet aromatisch und die Blätter werden frisch oder getrocknet für Tees und Aufgüsse verwendet. Frische Blätter sind auch zum Aromatisieren von Speisen und als Salateinlage dienlich.

Nepeta cataria 'Citridora' hat eine stark zitronige Note. Ihr Aroma gilt sogar als intensiver als das der Zitronen-Melisse, die sich zudem unangenehm versamt und unauffälliger blüht.



Die Echte Katzenminze ist eine variable Art.

Verwendungshinweise

Nepeta cataria ist eine mäßig attraktive Erscheinung, die etwas zum unordentlichen bis leicht struppigen Wuchs neigt. Auch ist der Blütenflor von geringer Fernwirkung und im Verhältnis zur Blattmasse oft zurückhaltend.

Als alte Kulturpflanze hat sie einen Verwendungswert in nutzungsorientierten Bauern- und Klostergärten. Wo der ästhetische Wert solcher Anlagen im Vordergrund steht, ist sie eher nicht erste Wahl. Hier greift man besser auf die hybridisierte Nepeta x faassenii zurück, die intensiver blüht und deren Habitus den kultivierteren Eindruck macht.

Experimentierfreudige lassen sich vielleicht einmal von den Artengemeinschaften der sonnig-warmen Ruderalfluren inspirieren und versuchen eine naturalistische Kombination z.B. mit Artemisia absinthium, Echinops bannaticus, Achillea millefolium, Echium vulgare, Daucus carota, Carthamus tinctorius, Silybum marianum oder Salvia verticillata. Die Insektenwelt wird es in jedem Falle danken.                                                                

'Citridora' ist v.a. im Küchengarten beliebt.

Kultur

Die Echte Katzenminze ist robust und pflegeleicht, lediglich Verschattung und Staunässe schaden der Vitalität. Ein Rückschnitt direkt nach der Blüte sorgt für einen frischen Austrieb und kompaktere Erscheinung, nicht selten sogar für einen zweiten Blütenflor.

Wo offene, warme Bodenstellen zur Verfügung stehen, versamt sie sich willig.

Sorten:
  • Citridora: weiße, meist rosa-rot gezeichnete Blüte, zitronenartiger Duft und Aroma

Bilder





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Attribute

Lebensform Stauden/Gräser/Farne Blütenfarbe Blütezeit Blattfärbung
Staude
Blütenstauden/-Kräuter
horstartig
60-100 cm Höhe
weiß
hell-blau
Juli
blau-grün
grau-grün
Geniessbarkeit/Giftwirkung Duft Wasserhaushalt Lichtansprüche Bodenansprüche
ungiftig
Heil-/Gewürzpflanze
ausgeprägt
mäßig trocken
frisch
gut drainiert
sommertrocken
vollsonnig
sonnig
stark kalk-/basenreich
mäßig kalk-/basenreich
ph-neutral
kalkarm, leicht sauer
durchlässiger Lehm
Lehm
humos
poröser Schotter
kalk-/basenreich
Nährstoffversorgung (N + P) Klima/Frostsicherheit Herkunft BEWERTUNGEN Staudenfluren
mittlere Böden
reiche Böden
sehr wintermilde Lage
Normal- bis winterrauhe Lage
frostarme Lage
ausgeprägte Warmlage
hitzeanfällige Lage
gemäßigte Klimate
wintermilde Lage
Warmlagen
Europa
Tiefland
Mitteleuropa
Südeuropa
Süd-Osteuropa
Osteuropa/Kaukasus
mediterraner Schwerpunkt
Hügelland (collin)
Asien
Zentral-Asien
Kleinasien
Afrika
Nordafrika
befriedigend
Gering
Gruppen-Verbands-Pflanze
verträglich
Staudenfluren frischer, nährstoffreicher Standorte
Staudenfluren trockenwarmer Standorte
Einsatzbereich Handelsgängigkeit Belaubung Lebensbereich
Ländlicher Garten
Terrassen-/Balkongarten
Repräsentative Gärten
für Pflanzgefäße geeignet
Klostergarten
Duftgarten
Duft ausgeprägt
öffentliches Grün
Grünanlagen geringer Pflegestufe
Grünanlagen hoher Pflegestufe
Insektenweide
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Gehölzrand/Staudenfluren