Fuchsia magellanica // Scharlach-Fuchsie

Familie Onagraceae, Nachtkerzengewächse
Pflanzen pro qm 4.00
Wikipedia Fuchsia magellanica
Verbreitungskarte Verbreitungskarte

Beschreibung

Naturstandort von Fuchsia magellanica

Die Scharlach-Fuchsie ist in mehreren Unterarten in Peru und dem südlichen Argentinien heimisch. Die Scharlach-Fuchsie wächst hier in Bergregionen zwischen 1.000 und 2.000 m Höhe.

Die Art ist in Teilen Mittel- und Südamerikas, in weiten Teilen Groß-Britanniens, Teilen Westafrikas und im Süden Thailands als Gartenflüchtling neophytisch eingebürgert.



In sonnig-warmen Innenhöfen in wintermilden Regionen entwickelt die Scharlach-Fuchsie üppige Blütenpracht.

Fuchsia magellanica wächst am Naturstandort in sonnigen bis halbschattigen Gebüschen auf basenarmen, skelettreich-humosen und nahrhaften Böden.

Die frostharte Scharlach-Fuchsie ist in viele der bekannteren Fuchsien-Hybride eingekreuzt, von denen ebenfalls manche an der Südküste der Britischen Inseln als Gartenflüchtlinge verwildert sind.



Die grazile Eleganz der Blüten von Fuchsia magellanica ist unerreicht.

Beschreibung
Fuchsia magellanica erreicht in Mitteleuropa  bis 100 cm Hohe und 150 cm Breite. Als Hochstamm gezogene Exemplare können auch bis zu 150 cm Höhe erreichen.

Die zahlreichen, auffällig geformten und in den Farbtönen Scharlachrot und Violett gehaltenen Blüten erscheinen bei Freilandhaltung von Juni bis zum Frost. Die Blüten sind deutlich graziler als bei den Fuchsien-Hybriden und haben ihren Wildarten-Charakter erhalten.



Dieses Exemplar im sonnigen Gehölzrand wird im unteren Drittel gestützt, damit es sich leichter über die Begleitstauden erhebt.

Verwendungshinweise
Fuchsia magellanica wird selten gärtnerisch verwendet, in Privatgärten findet man sie fast gar nicht.

Sie ist insbesondere geeignet für die licht-halbschattigen Lagen in mediterranen Anlagen oder in repräsentativen Gärten im Verbund mit historischer Bausubstanz, auch in ländlich-bäuerlichen Gärten.

Der Duktus ist etwas verspielt, auf jeden Fall romantisierend. Durch die optische Nähe zu den sehr beliebten, oft in eher zweifelhaften Arrangements eingesetzten Fuchsien-Hybriden ist ein Einsatz nur in mehr oder weniger exklusiven Situationen angeraten.

Ihre wahre Schönheit und Charakter zeigt aber auch diese  Fuchsie erst im Alter als knorriges, fast bonsaiartiges Bäumchen. Solche Exemplare sind von besonderem gestalterischem Wert. Diese Solitäre müssen aber wie alle Fuchsien (Ausnahme: Fuchsia regia ssp. reitzii) frostfrei, kühl und mäßig frisch ohne austrocknenden Wurzelballen überwintert werden.



'Alba' ist eine der schönsten Variationen des Fuchsien-Themas.

Kultur
Die Scharlach-Fuchsie wird meist mit Winterschutz (Laub-, Reisigabdeckung oder mit Erde anhäufeln) in geschützten Lagen im Freiland kultiviert. Die Art stirbt dann oberirdisch ab und treibt ab April aus dem Wurzelballen wieder aus.

Fatal wirkt sich dabei winterliche Staunässe aus. Jungpflanzen können nach den Eisheiligen ausgepflanzt werden und benötigen ausreichend Entwicklungszeit, um den ersten Winter sicher zu überstehen. Daher sollte spätestens im Juni gepflanzt werden.

In der Vegetationsperiode haben Fuchsien einen gleichmäßigen Wasser- und mäßigen Nährstoffbedarf. Staunässe und Trockenphasen müssen vermieden werden.

Fuchsien gedeihen an sonnigen Standorten grundsätzlich am besten, allerdings muss der Wurzelballen kühl bleiben. Wo dies nicht gewährleistet ist, sind Lagen im lichten Halbschatten günstiger.



'Aurea' wäre mit weißen Blüten farb-harmonischer aufgestellt.

Sorten:
  • Alba: wie die Art, mit hell-rosa-weißen Blüten
  • Arauco: wie die Art, mit weißen, am Grunde purpur-roten Kelchblüten, purpur-rote Staubgefäße und Narbe und purpur-violettem Rock
  • Aurea: etwas chlorotisch wirkendes, gelb-grünes Laub, purpur-rote Kelchblüten, purpur-rote Staubgefäße und Narbe und violettem Rock, schwachwüchsiger
  • Bernisser Hardy: etwas gedrungenerer Wuchs, mit weniger grazilen, etwas aufgeblasen wirkenden Blüten, scharlach-rote Kelch und purpur-violetter Rock, kurze Staubgefäße, vermutlich hybridisiert, gilt als relativ winterhart
  • Molinae: wie die Art, gilt als etwas wüchsiger
  • Variegata: grau-grünes Laub, weißer Blattrand, insgesamt rötlich überhaucht, purpurroter Kelch und purpur-violetter Rock
  • Bilder



























    'Alba'



    'Alba'



    'Arauco'



    'Arauco'



    'Aurea'



    'Aurea'



    'Bernisser Hardy'



    'Bernisser Hardy'



    Attribute

    Lebensform Blütenfarbe Blütezeit Blattfärbung Geniessbarkeit/Giftwirkung
    Staude
    Blütenstauden/-Kräuter
    Strauch
    Halb-/Zwergstrauch
    Klein-Strauch
    violett
    rosé-weiß
    pink
    Juni
    Juli
    August
    September
    Oktober
    weiß
    panaschiert
    rötlich
    ungiftig
    Duft Wasserhaushalt Lichtansprüche Bodenansprüche Nährstoffversorgung (N + P)
    unbedeutend
    frisch
    gut drainiert
    nicht austrocknend
    sonnig
    halbschattig
    mäßig kalk-/basenreich
    ph-neutral
    kalkarm, leicht sauer
    kalkfrei, sauer
    durchlässiger Lehm
    humos
    organische Böden
    keine Bodenverdichtung
    mittlere Böden
    reiche Böden
    Klima/Frostsicherheit Herkunft BEWERTUNGEN Einsatzbereich Handelsgängigkeit
    frostfreie Lage
    sehr wintermilde Lage
    frostarme Lage
    ausgeprägte Warmlage
    luftfeuchte und/oder kühle Lagen
    subtropische Klimate
    Warmlagen
    Amerika
    Südamerika
    gut
    Sehr hoch
    strukturbildender Gruppen-Solitär
    Gruppen-Verbands-Pflanze
    verträglich
    Ländlicher Garten
    Mediterraner Garten
    Terrassen-/Balkongarten
    für Pflanzgefäße geeignet
    Rabatte
    Nebensortiment
    Belaubung Lebensbereich
    sommergrün
    Gehölzrand/Staudenfluren