Fuchsia magellanica // Scharlach-Fuchsie

Familie Onagraceae, Nachtkerzengewächse
Pflanzen pro qm 5.00
Wikipedia Fuchsia magellanica
Verbreitungskarte Verbreitungskarte

Beschreibung

Naturstandort von Fuchsia magellanica (Scharlach-Fuchsie): Fuchsia magellanica ist in mehreren Unterarten in Peru und dem südlichen Argentinien heimisch. Die Scharlach-Fuchsie wächst hier in Bergregionen zwischen 1.000 und 2.000 m Höhe.

Die Art ist in Teilen Mittel- und Südamerikas, in ganz Groß-Britannien, Teilen Westafrikas und im Süden Thailands als Gartenflüchtling neophytisch eingebürgert.

Fuchsia magellanica wächst am Naturstandort in sonnigen bis halbschattigen Gebüschen auf basenarmen, skelettreich-humosen und nahrhaften Böden.

Die etwas frostharte Scharlach-Fuchsie ist in viele der bekannteren Fuchsien-Hybride eingekreuzt, von denen ebenfalls manche an der Südküste der Britischen Inseln als Gartenflüchtlinge verwildert sind.



In sonnig-warmen Innenhöfen in wintermilden Regionen entwickelt die Scharlach-Fuchsie üppige Blütenpracht.

Beschreibung

Fuchsia magellanica erreicht in Mitteleuropa  bis 100 cm Hohe und 150 cm Breite. Als Hochstamm gezogene Exemplare können auch bis zu 150 cm Höhe erreichen.

Die zahlreichen, auffällig geformten und in den Farbtönen Scharlachrot und Violett gehaltenen Blüten erscheinen bei Freilandhaltung von Juni bis zum Frost. Die Blüten sind deutlich grazieler als bei den Fuchsien-Hybriden und haben ihren Wildarten-Charakter erhalten.



In schattigeren Lagen bleibt die gesamte Entwicklung kümmerlicher.

Verwendungshinweise

Fuchsia magellanica wird selten gärtnerisch verwendet, in Privatgärten findet man sie fast gar nicht.

Sie ist insbesondere geeignet für die licht-halbschattigen Lagen in mediterranen Anlagen oder in repräsentativen Gärten im Verbund mit historischer Bausubstanz, auch in ländlich-bäuerlichen Gärten.

Der Duktus ist etwas verspielt, auf jeden Fall romantisierend. Durch die optische Nähe zu den sehr beliebten, oft in eher zweifelhaften Arrangements eingesetzten Fuchsien-Hybriden ist ein Einsatz nur in mehr oder weniger exklusiven Situationen angeraten.

Ihre wahre Schönheit und Charakter zeigt aber auch diese  Fuchsie erst im Alter als knorriges, fast bonsaiartiges Bäumchen. Solche Exemplare sind von besonderem gestalterischem Wert. Diese Solitäre müssen aber wie alle Fuchsien (Ausnahme: Fuchsia regia ssp. reitzii) frostfrei, kühl und mäßig frisch ohne austrocknenden Wurzelballen überwintert werden.



Dieses Exemplar im sonnigen Gehölzrand wird im unteren Drittel gestützt, damit es sich leichter über die Begleitstauden erheben kann.

Kultur

Die Scharlach-Fuchsie wird meist mit Winterschutz (Laub-, Reisigabdeckung oder mit Erde anhäufeln) in geschützten Lagen im Freiland kultiviert. Die Art stirbt dann oberirdisch ab und treibt ab April aus dem Wurzelballen wieder aus.

Fatal wirkt sich dabei winterliche Staunässe aus. Jungpflanzen können nach den Eisheiligen ausgepflanzt werden und benötigen ausreichend Entwicklungszeit, um den ersten Winter sicher zu überstehen. Daher sollte spätestens im Juni gepflanzt werden.

In der Vegetationsperiode haben Fuchsien einen gleichmäßigen Wasser- und mäßigen Nährstoffbedarf. Staunässe und Trockenphasen müssen vermieden werden. Fuchsien gedeihen an sonnigen Standorten grundsätzlich am Besten, allerdings muss der Wurzelballen kühl bleiben. Wo dies nicht gewährleistet ist, sind Lagen im lichten Halbschatten günstiger.



'Alba' ist eine der schönsten Variationen des Fuchsien-Themas.

Sorten:
  • Alba: wie die Art, mit hell-rosa-weißen Blüten
  • Molinae: wie die Art, gilt als etwas wüchsiger

Bilder






Attribute

Lebensform Blütenfarbe Blütezeit Geniessbarkeit/Giftwirkung Duft
Staude
Blütenstauden/-Kräuter
Strauch
Halb-/Zwergstrauch
Klein-Strauch
violett
rosé-weiß
pink
Juni
Juli
August
September
Oktober
ungiftig
unbedeutend
Wasserhaushalt Lichtansprüche Bodenansprüche Nährstoffversorgung (N + P) Klima/Frostsicherheit
frisch
gut drainiert
nicht austrocknend
sonnig
halbschattig
mäßig kalk-/basenreich
ph-neutral
kalkarm, leicht sauer
kalkfrei, sauer
durchlässiger Lehm
humos
organische Böden
keine Bodenverdichtung
mittlere Böden
reiche Böden
frostfreie Lage
sehr wintermilde Lage
frostarme Lage
ausgeprägte Warmlage
luftfeuchte und/oder kühle Lagen
subtropische Klimate
Warmlagen
Herkunft BEWERTUNGEN Einsatzbereich Handelsgängigkeit Belaubung
Amerika
Südamerika
gut
Sehr hoch
strukturbildender Gruppen-Solitär
Gruppen-Verbands-Pflanze
verträglich
Ländlicher Garten
Mediterraner Garten
Terrassen-/Balkongarten
für Pflanzgefäße geeignet
Rabatte
Nebensortiment
sommergrün
Lebensbereich
Gehölzrand/Staudenfluren