Campanula alliariifolia / Knoblauchraukenblättrige Glockenblume

Campanula_alliariifolia_knoblauchraukenbl%c3%a4ttrige_glockenblume_11 Familie Campanulaceae, Glockenblumengewächse
Pflanzen pro qm 6.00
Wikipedia Campanula alliariifolia
Verbreitungskarte Verbreitungskarte

Beschreibung

Naturstandort von Campanula alliariifolia (Knoblauchraukenblättrige Glockenblume): Campanula alliariifolia stammt aus der erweiterten Kaukasus-Region mit dem Osten der Türkei. In Mitteleuropa ist die Knoblauchraukenblättrige Glockenblume sehr vereinzelt in nährstoffreichen Stauden- und ausdauernden Unkrautfluren eingebürgert (Karte der Gesamtverbreitung).

In Deutschland gilt sie als in Einbürgerung befindlicher Neophyt, hat aber nur sehr vereinzelte, unbeständige Vorkommen in den Wärmeinseln der Oberrheinischen Tiefebene, in Hamburg und Berlin sowie des Thüringer Beckens.

Im natürlichen Verbreitungsgebiet wächst sie an sonnigen bis halbschattigen Gebüschrändern und an  lichten Stellen von Laubwäldern der submontanen bis hochmontanen Stufe.

Die Substrate sind in der Regel nahrhafte, humusreiche, lockere Lehmböden mit Kalkstein-Skelett. Die Standorte sind mäßig trocken bis frisch.



Campanula alliariifolia harmoniert hier sehr schön mit der Wiesen-Flockenblume. Im Hintergrund stehen die gelben Blütenstände der Großen Telekie.

Beschreibung

Die Knoblauchraukenblättrige Glockenblume ist eine horstige, sommergrüne Staude. Sie erreicht mit dem straff aufrechten, traubigen Blütenstand im Juni/Juli 60 cm Höhe, auf guten, frischen Standorten auch bis 80 cm. Die glockenförmigen Blüten sind creme-weiß.

Die Haupt-Wurzel ist zu einem rübenartigen Speicherorgan erweitert und spielt eine wichtige Funktion bei der Überdauerung niederschlagsarmer Phasen.

Regelmäßig wird auch das Synonym "Campanula ochroleuca" verwendet.

Verwendungshinweise

Campanula alliariifolia ist eine v.a. im Habitus, aber auch in der Blütenfarbe ungewöhnliche Glockenblume. Sie setzt v.a. in naturhaften Staudensäumen vor Gehölzen interessante Aspekte, kann aber auch gut in Felssteppenanlagen und Alpinarien eingesetzt werden.

Im Handel ist die Art zumindest im Direktbezug sicher erhältlich.



Hier macht sie sich auch prächtig im Alpinum in einer Blockschüttung.

Kultur

Anders als man von einem zukünftigen Neophyten, der sich in Ruderalfluren zu behaupten weiß, erwarten würde, ist die Kultur der Knoblauchraukenblättrigen Glockenblume keine zwangsläufige Erfolgsgeschichte.

Sie kümmert auf verdichteten Böden und an kühlen Standorten. Zuverlässiger ist sie dagegen auf tiefgründigen, lockeren Mineralböden in sonnigen Warmlagen.

Sommerliche Trockenphasen schaden der Art nicht nachhaltig, während staufeuchte Standorte ungeeignet sind.

Aufgrund ihrer ausgeprägten Neigung zur Versamung wird sie manchmal sogar etwas lästig - aber nur dort, wo sie sich wirklich wohl fühlt.

Bilder





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Attribute

Lebensform Stauden/Gräser/Farne Blütenfarbe Blütezeit Blattfärbung
Staude
Blütenstauden/-Kräuter
horstartig
60-100 cm Höhe
weiß
Juni
Juli
grün
Geniessbarkeit/Giftwirkung Duft Wasserhaushalt Lichtansprüche Bodenansprüche
ungiftig
unbedeutend
mäßig trocken
frisch
gut drainiert
sommertrocken
sonnig
halbschattig
mäßig kalk-/basenreich
ph-neutral
kalkarm, leicht sauer
durchlässiger Lehm
humos
poröser Schotter
keine Bodenverdichtung
kalk-/basenreich
Nährstoffversorgung (N + P) Klima/Frostsicherheit Herkunft BEWERTUNGEN Einsatzbereich
mittlere Böden
reiche Böden
sehr wintermilde Lage
Normal- bis winterrauhe Lage
frostarme Lage
ausgeprägte Warmlage
gemäßigte Klimate
wintermilde Lage
Warmlagen
Asien
Zentral-Asien
Kleinasien
befriedigend
Gering
Gruppen-Verbands-Pflanze
verträglich
Ländlicher Garten
Repräsentative Gärten
Steingarten/Alpinum
öffentliches Grün
Grünanlagen geringer Pflegestufe
Grünanlagen hoher Pflegestufe
Rabatte
Handelsgängigkeit Belaubung Lebensbereich
Nebensortiment
sommergrün
Gehölz/Wald
Gehölzrand/Staudenfluren