Eurybia macrophylla (Aster macrophyllus) / Herzblatt-Aster

Eurybia_macrophylla_herzblatt-aster_12 Familie Asteraceae, Korbblütler
Pflanzen pro qm 4.00
Verbreitungskarte Verbreitungskarte

Beschreibung

Naturstandort von Eurybia macrophylla (Herzblatt-Aster): Eurybia macrophylla kommt im Nord-Osten der USA von den Tiefebenen bis in tiefere Mittelgebirgslagen vor.

Die Herzblatt-Aster ist in Mitteleuropa stellenweise eingebürgert. Auch in Deutschland gilt sie als eingebürgerter Neophyt, hat allerdings bislng nur im Norden des Bayerischen Waldes Fuß fassen können (Karte der europäischen Verbreitung).

Sie wächst an lichteren Stellen frischer Ahorn-, Eichen und Ulmenwälder, in trockeneren Savannen- und Espen-Wäldern und in Gebüschen. Sekundär tritt sie auch in absonnigen oder verschatteten Straßenböschungen und Schlagfluren auf.

Die Standorte sind licht halbschattig bis schattig, mäßig nahrhaft bis nahrhaft und schwach basisch bis schwach sauer.



Eurybia macrophylla kann auch vollsonnig in Rabatten verwendet werden.

Beschreibung

Die Herzblatt-Aster ist eine sommergrüne Staude.Sie gehört zu den kleinblütigen Astern mit natürlichem  Habitus. Sie bildet mit ihrem kriechenden Wurzelstock zwischen 60 und 110 cm hohe Bestände.

Die dichtstehenden, großen, herzförmigen Blätter sorgen für bodendeckende Qualitäten.

Eurybia macrophylla entwickelt ab Anfang August bis Mitte September hell-bläuliche bis weiße  Blütenwolken. Die nachfolgenden, silbrigen Pappus-Früchten sind bis in den Winter hinein attraktiv.



Am Waldrand die Herzblatt-Aster aber deutlich sinnfälliger eingesetzt.



Im Handel scheint zwischen Eurybia macrophylla und der sehr ähnlichen, weiß blühenden Schrebers Aster (Eurybia schreberi) meist nicht unterschieden zu werden. Schrebers Aster blüht tendenziell etwas früher und bleibt etwas niedriger. Unter gartenkulturellen Aspekten spielt eine Verwechslung der beiden Arten keine praktische Rolle.

Ebenfalls sehr ähnlich ist die weiß blühende, flachwüchsigere Weiße Herbstaster (Eurybia divaricata). Ihre Blüten sind durch die sehr schlanken Zungenblüten von geringerer Fernwirkung. Dafür entwickelt sich der Samenstand meist üppiger. Die drei Eurybien sind eng verwandt und genetisch v.a. durch unterschiedliche Chromosomensätze zu unterscheiden.


Verwendungshinweise
Sicherlich ist die Herzblatt-Aster keine Prachtstaude, aber Laub, Blüte und Samenstände sind solide und von naturhaftem Charme. Außerdem ist die Auswahl an robusten, hinreichend blühfreudigen Stauden für schattigere Waldpartien ja auch nicht unendlich.

Die Art ist insofern ein schöner, pflegeleichter Flächenfüller mit meist moderatem Ausbreitungsdrang für beschattete Gehölzrander und für Unterpflanzungen lichter Laubbaumbestände.

Sie duldet keine niedrigeren Waldstauden in ihrer unmittelbaren Nähe und kann dauerhaft nur mit anderen kräftigen, mittelhohen bis höheren Waldstauden, Farnen und Gräsern vergesellschaftet werden.

Der eigentlich interessante, aber wegen seines Ausbreitungsdranges unbeliebte Adlerfarn (Pteridium aquilinum) z.B. bildet interessante Flächen und die Bestände durchdringen sich mit der Zeit mehr oder weniger inniglich. Man sollte aber ausreichend Auslauf zur Verfügung haben. Strukturell passt das Wald-Reitgras (Calamagrostis arundinacea) mit seiner spätsommerlichen Blüte gut zu diesem Duett. Im Vordergrund ließe sich noch der niedrigere Bunte Faden-Knöterich einbinden (Persicaria filiformis), der sich dann je nach Schattendruck ebenfalls in die dahinterliegende Pflanzung einweben kann.



Die Samenstände sind vom Herbst bis ...

Kultur

Die Art kommt mit mäßig trockenen, halbschattigen oder auch absonnigen Standorten gut zurecht. Ideal sind schwach saure bis neutrale Waldböden. In Kultur werden aber auch alkalische oder saure Substrate toleriert.

Harter Wurzeldruck durch Gehölze wird ebenfalls ertragen, die Pflanze bleibt dann aber deutlich zarter und blühschwach.



... zum Winterende zierend.

Sorten:
  • Albus: weiße Varietät, die vermutlich oft eigentlich (Eurybia schreberi) sein dürfte
  • Twilight: violette Blüte, ca. 70-80 cm hoch, sonst wie die Art, mitunter als "Aster x herveyi" geführt

Bilder





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Attribute

Lebensform Stauden/Gräser/Farne Blütenfarbe Blütezeit Zierwert Frucht
Staude
Blütenstauden/-Kräuter
60-100 cm Höhe
weiß
hell-blau
August
September
zierend/strukturstark
Geniessbarkeit/Giftwirkung Duft Wasserhaushalt Lichtansprüche Bodenansprüche
ungiftig
unbedeutend
mäßig trocken
frisch
sommertrocken
feucht
sonnig
halbschattig
sommerlich schattig
absonnig
mäßig kalk-/basenreich
ph-neutral
kalkarm, leicht sauer
kalkfrei, sauer
(lehmiger/humoser) Sand
durchlässiger Lehm
Lehm
humos
poröser Schotter
starker Wurzeldruck
kalk-/basenreich
Nährstoffversorgung (N + P) Klima/Frostsicherheit Herkunft BEWERTUNGEN Einsatzbereich
mittlere Böden
reiche Böden
sehr wintermilde Lage
Normal- bis winterrauhe Lage
frostarme Lage
ausgeprägte Warmlage
gemäßigte Klimate
wintermilde Lage
Warmlagen
Amerika
Nordamerika
gut
Gering
Gruppen-Verbands-Pflanze
Repräsentative Gärten
Waldgarten
öffentliches Grün
Grünanlagen geringer Pflegestufe
Grünanlagen hoher Pflegestufe
Rabatte
Insektenweide
Handelsgängigkeit Belaubung Lebensbereich
Hauptsortiment
sommergrün
zierende Winterstruktur
Gehölz/Wald
Gehölzrand/Staudenfluren