Asclepias speciosa / Schöne Seidenpflanze

Asclepias_speciosa_sch%c3%b6ne_seidenpflanze_11 Familie Apocynaceae, Hundsgiftgewächse
Pflanzen pro qm 3.00
Wikipedia Asclepias speciosa
Verbreitungskarte Verbreitungskarte

Beschreibung

Naturstandort von Asclepias speciosa

Die Schöne Seidenpflanze besiedelt die Westhälfte Nordamerikas von Mexiko bis in das mittlere Kanada von den Tieflagen bis in montane Lagen.

Asclepias speciosa kommt vorrangig auf extensiven, trockeneren Weiden und Prärien, Schlagfluren oder trockenen Kiesbänken und Abbruchkanten von Flüssen vor. Sie ist sowohl vegetativ als auch durch Versamung Ausbreitungsstark und tritt relativ häufig als Pionier in gestörten Habitaten wie Ackerbrachen, Straßenböschungen und Ruderalfluren auf.

Die Schöne Seidenpflanze bevorzugt mäßig trockene bis frische (dann meist sommertrockene) durchweg durchlässige Sand- oder leichte Lehmböden. Die Substrate sind stickstoffarm bis mäßig nahrhaft und mehr oder weniger neutral. Die Art ist ausgesprochen lichtliebend und benötigt vollsonnige bis sonnige Lagen.



Die Schöne Seidenpflanze trägt ihren Namen völlig zu Recht.

Beschreibung

Asclepias speciosa ist eine sommergrüne Staude von 100 bis 140 cm Höhe. Durch Rhizomausläufer geht sie v.a. in leichten Substraten weitstreifend in die Fläche und kann hier wuchernde Tendenzen zeigen. Die Bestände bleiben allerdings locker. Das Laub ist leicht weiß-wollig behaart.

Die rosa Stern-Blüten stehen in rundlichen Dolden und duften stark süßlich. Die lang anhaltende Blüte von Mitte Juni bis Mitte August ist ein Magnet für Insekten, insbesondere Schmetterlinge.

Der weiße Milchsaft ist giftig und kann in größeren Mengen eingenommen zum Tode führen. Die Blätter, junge Sprossen, Blüten- und Samenstände sind dagegen gekocht bzw. frittiert essbar.

Sehr ähnlich und gärtnerischn ohne nennenswerten Unterschied ist die Echte Seidenpflanze (Asclepias syriaca) aus dem östlichen Nordamerika, mit der Natur-Hybriden gebildet werden. Sie darf allerdings in der EU nicht mehr kultiviert werden, um eine neophytische Etablierung zu unterbinden.

Verwendungshinweise

Die Schöne Seidenpflanze ist eine aparte, selten verwendete Option für steppenartige Pflanzungen, Kiesbeete und mediterrane Gärten. Kombinationen mit kräftigen Gräsern wie dem herrlichen Goldbartgras (Sorghastrum nutans) bieten sich an.

In weitläufigen Anlagen wird sie durch ihren Ausbreitungsdrang früher oder später mit ihren locker im Raum auftauchenden Stängeln zu einem vom Frühling bis Herbst wirksamen Strukturbildner.



Die Blüten erfreuen sich bei Bienen enormer Beliebtheit.

Kultur

In kleineren Anlagen empfiehlt sich die Verwendung von Rhizomsperren, der Wuchs ist dann wesentlich dichter. 

Die wüchsige Art ist robust und durchsetzungsfähig, die Vitalität leidet allerdings unter Staunässe während Trockenphasen die Konkurrenzkraft relativ stärken.

Sie ist im Handel als Saatgut und mit etwas Engagement auch als Topfballen im Onlinehandel erhältlich.

Weiterführende Quelle (Englisch)

Bilder





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Attribute

Lebensform Stauden/Gräser/Farne Blütenfarbe Blütezeit Blattfärbung
Staude
Blütenstauden/-Kräuter
flächendeckend
100-150 cm Höhe
rosa
Juni
Juli
August
grau-grün
Geniessbarkeit/Giftwirkung Duft Wasserhaushalt Lichtansprüche Bodenansprüche
giftig
essbar
Heil-/Gewürzpflanze
ausgeprägt
mäßig trocken
frisch
gut drainiert
sommertrocken
vollsonnig
sonnig
mäßig kalk-/basenreich
ph-neutral
kalkarm, leicht sauer
(lehmiger/humoser) Sand
durchlässiger Lehm
poröser Schotter
keine Bodenverdichtung
Nährstoffversorgung (N + P) Klima/Frostsicherheit Herkunft BEWERTUNGEN Einsatzbereich
arme Böden
mittlere Böden
sehr wintermilde Lage
Normal- bis winterrauhe Lage
frostarme Lage
ausgeprägte Warmlage
hitzeanfällige Lage
gemäßigte Klimate
subtropische Klimate
wintermilde Lage
Warmlagen
Amerika
Nordamerika
gut
Gering
strukturbildender Gruppen-Solitär
Mediterraner Garten
Terrassen-/Balkongarten
Repräsentative Gärten
Steppenpflanzung
für Pflanzgefäße geeignet
öffentliches Grün
Grünanlagen geringer Pflegestufe
Grünanlagen hoher Pflegestufe
Insektenweide
Wiese/Prärie
Handelsgängigkeit Belaubung Lebensbereich
Raritäten/Saatgut
sommergrün
Felssteppen
Steppen
Gehölzrand/Staudenfluren