Aralia elata // Japanische Aralie

Familie Araliaceae
Pflanzen pro qm 1.00
Wikipedia Aralia elata
Verbreitungskarte Verbreitungskarte

Beschreibung

Naturstandort von Aralia elata

Die Japanische Aralie kommt vom östlichsten Sibirien, den östlichen Teilen Chinas, in Korea und Japan vor.  Aralia elata ist hier von den Tieflagen bis in die montane Stufe verbreitet.

Aralia elata wächst in lichten, kühl-luftfeuchten Wäldern, in Schlagfluren und Gebüschen, aber auch an Straßenböschungen und in Ruderalfluren.

Die Standorte sind frische bis sickerfeuchte, meist basenreiche und nahrhafte Waldböden auf Basis skelettreicher Lehmböden. Bevorzugt findet sich Aralia elata in etwas verschatteten Situationen im Unterwuchs lichter Baumbestände oder an absonnigen Hängen ein. 



Blütenstand von Aralia elata

Beschreibung
Die Japanische Aralie ist ein mittelwüchsiger, sommergrüner Strauch, der in Mitteleuropa 6 m Höhe und 3 bis 4 m Breite erreicht.

Der Wuchs ist meist mehrstämmig, aufrecht und im Alter an der Basis verkahlend mit schirmförmig-ausgebreiteter Krone. Die Äste sind mit kräftigen Stacheln bewehrt. Die doppelt gefiederten, ebenfalls bedornten Blätter stehen in langen "Wedeln" die bis zu 100 cm Länge erreichen können. Die Herbstfärbung ist zierend gelblich.

Aralia elata neigt zur Ausbildung von Wurzelausläufern und kann größere Gebüsche bilden.

Die grünlich-weißen bis creme-weißen Blüten erscheinen im August/September und stehen in bis zu 50 cm langen, verzweigten und hängenden Doldentrauben. Die reifen Früchte sind zierend und violett-schwarz.

In Asien wird der junge Austrieb blanchiert oder wie Spargel in Salzwasser gekocht als Edel-Gemüse verzehrt.

Aralia elata schiebt ihre Blütenstände durch das Kronendach der Strauchschicht.



Verwendungshinweise
Aralia elata ist eine exotische Erscheinung, die aber zumindest in Strauchformen auch den Duktus ruderaler, urbaner Plätze in sich trägt. Sie erinnern an den Essigbaum, der sich als invasiver Neophyt an allerlei gestörten Plätzen breit macht.

Als Solitär in parkartigen Anlagen in Kombination mit betont asiatischen Stauden oder Bambussen wie z.B. Sasa veitchii und kleineren Sträuchern wie Hydrangea quercifolia im lichten Schatten exotischer Bäume entstehen aber dennoch aparte Bilder.

Insbesondere mehrstämmige, aufgeastete Schirmformen und einstämmige Baumformen wirken sehr kultiviert. Dies gilt auch für die panaschierten Auslesen.



Bestand im lichen Unterstand im Fruchtschmuck.

Kultur
Die Japanische Aralie bevorzugt licht schattige bis licht halbschattige Standorte, gedeiht aber bei ausreichend Bodenfeuchte auch in sonnigen Lagen. Hitzestandorte mindern die Vitalität.

Sommerliche, kurze und seltene Trockenphasen schaden weniger als dauerhafte Staunässe. Ideal sind allerdings dauerhaft frische oder auch sickerfeuchte Bedingungen.

Die Art ist in Mitteleuropa praktisch überall ausreichend winterhart. Allerdings ist der Austrieb etwas spätfrostgefährdet.



Die Samenstände sind mindestens ebenso zierend wie die Blüten.

Sorten:
  • Aureovariegata: 4/3 m hoch/breit, gelb gerandetes Laub
  • Silver Umbrella: 5/3 m hoch/breit, weiß gerandetes Laub
  • Variegata: 3/2 m hoch/breit, weiß gerandetes Laub
  • Bilder





















    Attribute

    Lebensform Blütenfarbe Blütezeit Blattfärbung Zierwert Frucht
    Strauch
    Großstrauch
    grünlich-weiß
    September
    grün
    dunkel-grün
    panaschiert
    zierende Herbstfärbung
    zierend/strukturstark
    Geniessbarkeit/Giftwirkung Duft Wasserhaushalt Lichtansprüche Bodenansprüche
    giftig
    essbar
    unbedeutend
    mäßig trocken
    frisch
    gut drainiert
    feucht
    sonnig
    halbschattig
    absonnig
    mäßig kalk-/basenreich
    ph-neutral
    kalkarm, leicht sauer
    durchlässiger Lehm
    humos
    poröser Schotter
    starker Wurzeldruck
    kalk-/basenreich
    Nährstoffversorgung (N + P) Klima/Frostsicherheit Herkunft BEWERTUNGEN Einsatzbereich
    mittlere Böden
    reiche Böden
    sehr wintermilde Lage
    Normal- bis winterrauhe Lage
    frostarme Lage
    ausgeprägte Warmlage
    luftfeuchte und/oder kühle Lagen
    gemäßigte Klimate
    wintermilde Lage
    Warmlagen
    Asien
    Ostasien/China/Mandschurei
    Japan/Korea/Sachalin/Taiwan
    Sibirien
    Sehr gering
    strukturbildender Solitär
    verträglich
    Asiatisch-Exotischer Garten
    Mediterraner Garten
    Repräsentative Gärten
    öffentliches Grün
    Grünanlagen hoher Pflegestufe
    Insektenweide
    Handelsgängigkeit Belaubung Lebensbereich
    Hauptsortiment
    sommergrün
    Gehölzrand/Staudenfluren