Anchusa azurea / Italienische Ochsenzunge

Anchusa_azurea_italienische_ochsenzunge_(3) Familie Boraginaceae, Rauhblattgewächse
Pflanzen pro qm 8.00
Verbreitungskarte Verbreitungskarte

Beschreibung

Naturstandort von Anchusa azurea (Italienische Ochsenzunge): Anchusa azurea kommt urwüchisg im gesamten Mittelmeerraum, dem Vorderen Orient und in Zentral-Asien vor.

In ganz Mitteleuropa tritt sie verwildert als Gartenflüchtling auf (Karte der europäischen Verbreitung). In Deutschland hat die Art unbeständige Vorkommen in Siedlungsnähe in sonnig-warmen, kurzlebigen Ruderalfluren in einigen Wärmeregionen  (Verbreitungskarte Deutschland).

Die Italienische Ochsenzunge wächst auf mäßig trockenen, nahrhaften und sonnigen, lückigen Wiesen, in Ruderalfluren und an offenen, feinerdereichen Felshängen.



'Loddon Royalist' auf dem Höhepunkt seiner Schaffenskraft

Beschreibung

Die Italienische Ochsenzunge ist eine sehr kurzlebige, sommergrüne Staude von 80 bis 100 cm Höhe. Sie ist damit deutlich kräftiger als die heimische Ochsenzunge (Anchusa officinalis).

Der Wuchs ist aufrecht horstig. Die blauen Blüten stehen in lockeren Rispen und erscheinen im Juli/August. Die Knospen sind dabei meist rosa, verfärben sich dann über helle Blautöne zu kräftigem Mittelblau.

Junge Triebe werden in den Herkunftsländern traditionell gekocht als Gemüse verzehrt.



Dieses Exemplar ist noch am Anfang seiner Entwicklung, wird sich aber schon in einigen Tagen üppig blühend präsentieren.

Verwendungshinweise

Anchusa azurea ist eine während der Blüte durchaus ansprechende Staude, die im verblühten Zustand jedoch unansehnlich wird. Bei einem tiefen Rückschnitt noch vor dem Abblühen der letzten Blüten erfolgt oft eine schwächere Nachblüte.

Die Art kann ganz gut in intensiver betreuten mediterranen Anlagen und in klassischen Rabatten eingesetzt werden.

Auch in ländlichen Gärten ist sie ein gern gesehener Gast.



Ab Anfang August lässt die Kraft deutlich nach, eine schwache Nachblüte entsteht hier aus basalen Neutrieben. Im Hintergrund stehen Drüsige Kugeldistel und Garten-Feinstrahl.

Kultur

Die Italienische Ochsenzunge ist nur mäßig frosthart und ausgesprochen kurzlebig. Auf offenen Standorten samt sie sich aber relativ zuverlässig aus.

Bevorzugt werden sommerwarme, wintertrockene und geschützte Standorte.



Abgeblühte Ochsenzungen sind ein strukturelles Desaster - hier zieht aber die prächtig blühende Perowskie geschickt alle Aufmerksamkeit auf sich.

Sorten:
  • Dropmore: leuchtend tief-blaue Blüten
  • Loddon Royalist: preisgekrönte Standardsorte mit leuchtend mittelblauen Blüten

Bilder





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Loddon Royalist


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Loddon Royalist


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Attribute

Lebensform Stauden/Gräser/Farne Blütenfarbe Blütezeit Blattfärbung
zweijährig
Staude
Blütenstauden/-Kräuter
horstartig
60-100 cm Höhe
blau
Juli
grün
Geniessbarkeit/Giftwirkung Duft Wasserhaushalt Lichtansprüche Bodenansprüche
ungiftig
essbar
unbedeutend
mäßig trocken
frisch
gut drainiert
sommertrocken
vollsonnig
sonnig
mäßig kalk-/basenreich
ph-neutral
kalkarm, leicht sauer
durchlässiger Lehm
humos
poröser Schotter
keine Bodenverdichtung
kalk-/basenreich
Nährstoffversorgung (N + P) Klima/Frostsicherheit Herkunft BEWERTUNGEN Einsatzbereich
mittlere Böden
reiche Böden
frostfreie Lage
sehr wintermilde Lage
frostarme Lage
ausgeprägte Warmlage
hitzeanfällige Lage
subtropische Klimate
wintermilde Lage
Warmlagen
Europa
Mittelgebirge (montan)
Südeuropa
Süd-Osteuropa
mediterraner Schwerpunkt
Hügelland (collin)
Asien
Kleinasien
Vord. Orient
Afrika
Nordafrika
befriedigend
Hoch
Gruppen-Verbands-Pflanze
verträglich
Ländlicher Garten
Mediterraner Garten
Repräsentative Gärten
Steppenpflanzung
Rabatte
Handelsgängigkeit Belaubung Lebensbereich
Hauptsortiment
sommergrün
Felssteppen
Steppen
Gehölzrand/Staudenfluren