Silene flos-jovis / Jupiter-Leimkraut, Jupiter Lichtnelke

Familie Caryophyllaceae, Nelkengewächse
Pflanzen pro qm 10.00
Wikipedia Silene flos-jovis
Verbreitungskarte Verbreitungskarte

Beschreibung

Naturstandort von Silene flos-jovis (Jupiter-Leimkraut): Silene flos-jovis kommt in einem recht kleinen Gebiet der französischen, schweizer und italienischen Alpen in der hochmontanen bis sub-alpinen Stufe vor (Karte der Gesamtverbreitung).

Die vereinzelten deutschen Vorkommen vom Bodensee über das Alpenvorland und die östlichen Mittelgebirge vis in das sächsische Vorland des Erzgebirges sind neophytischen Ursprungs.

Das Jupiter-Leimkraut wächst vorwiegend in eher basenarmen und feinerdereichen Schuttfluren und rasigen Almmatten in (voll-)sonnigen Lagen. Die Substrate sind alkalisch bis sauer und arm bis mäßig nahrhaft.

Die Wasserversorgung ist mäßig trocken bis frisch, gelegentlich wohl sogar sickerfeucht.  V.a. im Sommer können auf den durchlässigen Substraten öfter mal kürzere Trockenphasen auftreten.

Die Art neigt zur Bildung individuenreicher Bestände, die im Frühsommer nicht selten den Hauptblühaspekt bilden.



Silene flos-jovis erhebt sich auf nahrhafteren Standorten zur Blüte gut kniehoch.

Beschreibung

Das Jupiter-Leimkraut ist eine sommergrüne, horstige Staude von bis zu 60 m Höhe. Das Laub ist  silbrig-grün, die von Mai bis Mitte Juli erscheinenden Blüten rein rosa. Gelegentlich treten auch weiß blühende Varietäten auf.

Im Handel ist die Art oft noch unter der alten Bezeichnung "Lychnis flos-jovis" zu beziehen, wobei sie praktisch nur als Saatgut erhältlich ist.

Recht ähnlich ist die wesentlich häufiger eingesetzte Kronen-Lichtnelke (Silene coronaria), deren Blüten-Rosa aber tiefer und leuchtkräftiger ist. Die Kulturansprüche unterscheiden sich nicht entscheidend.

Verwendungshinweise

Silene flos-jovis wird vereinzelt in Zierrabatten eingesetzt, kommt aber wesentlich besser im sonnigen Alpinarium und frischen Magerrasen in Verbindung mit Felsen  zur Geltung.

Am Naturstandort sieht man sie mitunter farbenfrohe Blüten-Gemeinschaften in montanen Magerrasen mit Kleinem Klappertopf (Rhinanthus minor), Rundblättriger Glockenblume (Campanula rotundifolia), Wiesen-Salbei (Salvia pratensis) und Gelbem Fingerhut (Digitalis lutea) bilden.

Das silbrige Laub setzt schöne, nicht zu aufdringliche Akzente und Kontraste in dieser Gemeinschaft.

Eine Steppenpflanze ist sie zwar nicht, wirkt hier aber optisch trotzdem stimmig. Steppen- und Kiesbeetpflanzungen sind standörtlich meist weniger extrem als die Naturstandorte, so dass das Jupiter-Leimkraut meistens ganz gut funktioniert.



Auf ärmeren, wohlmöglich etwas von Trockenstress geplagten Standorten bliebt sie niedriger, ohne dabei kümmerlich zu wirken.

Kultur

Die lichtliebende Art wird auch auf mäßig trockenen oder sommertrockenen Böden recht bald von wuchskräftigeren Wildstauden bedrängt und ist ohne regelmäßige gärtnerische Betreuung nicht dauerhaft zu kultivieren.

Hinsichtlich der Standortbedingungen ist sie grundsätzlich in einer breiten Amplitude recht tolerant. Nur Verschattung sollte dringend vermieden werden.

Die Etablierung aus Saatgut erfolgt zuverlässig.

Sorten:
  • Peggy: bis 25 cm hohe, kompakte Form mit kürzeren Blütenstielen und kraäftig lachs-roten Blüten
  • Bilder






    Attribute

    Lebensform Stauden/Gräser/Farne Blütenfarbe Blütezeit Blattfärbung
    Staude
    Blütenstauden/-Kräuter
    horstartig
    30-60 cm Höhe
    rosa
    Mai
    Juni
    grau-grün
    silbrig
    Geniessbarkeit/Giftwirkung Duft Wasserhaushalt Lichtansprüche Bodenansprüche
    ungiftig
    unbedeutend
    mäßig trocken
    frisch
    gut drainiert
    sommertrocken
    vollsonnig
    sonnig
    mäßig kalk-/basenreich
    ph-neutral
    kalkarm, leicht sauer
    kalkfrei, sauer
    (lehmiger/humoser) Sand
    durchlässiger Lehm
    poröser Schotter
    keine Bodenverdichtung
    Nährstoffversorgung (N + P) Klima/Frostsicherheit Herkunft BEWERTUNGEN Einsatzbereich
    arme Böden
    mittlere Böden
    sehr wintermilde Lage
    Normal- bis winterrauhe Lage
    frostarme Lage
    gemäßigte Klimate
    wintermilde Lage
    Warmlagen
    Europa
    Mittelgebirge (montan)
    Südeuropa
    gut
    Hoch
    Gruppen-Verbands-Pflanze
    aspektbildender Flächenfüller
    verträglich
    konkurrenzschwach
    Ländlicher Garten
    Mediterraner Garten
    Terrassen-/Balkongarten
    Repräsentative Gärten
    Steingarten/Alpinum
    Steppenpflanzung
    für Pflanzgefäße geeignet
    Rabatte
    Handelsgängigkeit Belaubung Lebensbereich
    Raritäten/Saatgut
    sommergrün
    Alpinum
    Wiesen
    Felssteppen