Sedum rupestre // Felsen-Fetthenne, Tripmadam

Familie Crassulaceae, Dickblattgewächse
Pflanzen pro qm 15.00
Wikipedia Sedum rupestre
Verbreitungskarte Verbreitungskarte

Beschreibung

Naturstandort von Sedum rupestre

Die Felsen-Fetthenne kommt von der Iberischen Halbinsel bis in den Süden Skandinaviens vor. Nach Osten reichen die Vorkommen bis Griechenland, Rumänien und Polen. In Teilen Osteuropas ist sie ebenso wie auf den Britischen Inseln eingebürgert.

In Deutschland ist Sedum rupestre in nahezu allen Naturräumen vertreten. Die Vokommen dünnen aber nach Nordwesten und in Richtung Alpenvorland merklich aus. In der Schweiz findet man sie v.a. im Übergangsbereich zwischen Jura und Mittelland häufiger, ansonsten ist sie wenig stetig.



Sedum rupestre im Massenbestand in einer Trockenmauer bei Bad Gastein.

Sedum rupestre ist eine Kennart der Mauerpfeffer-Gesellschaften auf flachgründigen Silikatfelsköpfen und kommt zudem stetig an lichten Stellen trockener Ausprägungen von Eichenwäldern vor.

Sie besiedelt aber auch extrem stickstoffarme Volltrockenrasen auf Kalkfels- und Kalkschotterstandorten. Im Siedlungsraum werden entsprechende Mauer-Ersatzhabitate erobert.

Ökologische Zeigerwerte nach ELLENBERG  ... zur Legende
Licht (7)  Temperatur (5)  Kontinentalität (4)  Feuchte (2)  Reaktion (5)  Stickstoff (1)



Sedum rupestre in einem Volltrockenrasen auf Sand in den Silberbergen bei Garz.

Beschreibung
Sedum rupestre ist eine immergüne Sukulente, die durch Ausläufer lockere Rasen oder Teppiche bildet.

Die sterilen Triebe sind niederliegend, während sich die fertilen Triebe zur Blütezeit im Juli aufrichten und bis zu 20 (25) cm Höhe erreichen. Nach der Blüte sterben diese Triebe ab.

Das Laub ist blau-grün, die Blüte fahl- oder schwefel-gelb.

Im Handel wird die Art oft noch unter "Sedum reflexum" geführt.



Weniger stressbetonte Kulturbedingungen können gut in eine üppigere Entwicklung umgesetzt werden.

Verwendungshinweise
Sedum rupestre gehört sicher nicht zu den gärtnerisch bedeutendsten Sedum-Arten. Dennoch findet sie sich nicht selten in allerlei Gartensituationen wieder und gehört zu den beliebteren Sedum-Arten. Für repräsentative Einsatzbereiche ist sie dennoch - oder gerade deswegen - nicht allererste Wahl.

Sie kann recht überzeugend in naturhaften Steppenanlagen und trockenwarmen, südexponierten Waldrändern eingesetzt werden. Günstig sind hier Sonderstandorte auf flachgründigen Felsen, die wüchsigere Konkurrenten im Zaum halten. Auf natürlichen Silikat-Felsbändern sind - neben verschiedenen Braunmoosen und Flechten - u.a. Thymus serpyllum, Dianthus gratianopolitanus, Silene viscaria, Solidago virgaurea, Euphorbia cyparissias oder Hieracium pilosella stetige Begleiter.

Traditionell ist die Tripmadam als würzige Beilage zu Suppen und Salaten verwendet worden. Der Geschmack ist säuerlich. Sie kommt daher auch in Kräuter- und Bauerngärten in Frage.



Viel benötigt die Tripmadam nicht zum Glücklichsein.

Kultur
Sedum rupestre ist für eine Sukkulente vergleichsweise robust und kann sich auf sonnig-trockenen Magerstandorten von alleine behaupten.

Selbst in weniger extremen Situationen und im lichten Halbschatten ist sie mit vertretbarem Aufwand zu kultivieren.

Sorten:
  • Angelina: gelblich-grünes Laub, blühende Triebe und im Herbst kupfer-rot überlaufen
  • Elegans: graues, leicht blaustichiges Laub
  • Bilder






























    Attribute

    Lebensform Stauden/Gräser/Farne Blütenfarbe Blütezeit Blattfärbung
    Staude
    Blütenstauden/-Kräuter
    bodendeckend
    bis 15 cm Höhe
    15-30 cm Höhe
    hell-gelb
    gelb
    Juli
    hellgrün
    blau-grün
    grau-grün
    silbrig
    gelblich
    zierende Herbstfärbung
    Geniessbarkeit/Giftwirkung Duft Wasserhaushalt Lichtansprüche Bodenansprüche
    ungiftig
    essbar
    Heil-/Gewürzpflanze
    unbedeutend
    trocken
    mäßig trocken
    gut drainiert
    sommertrocken
    vollsonnig
    sonnig
    halbschattig
    mäßig kalk-/basenreich
    ph-neutral
    kalkarm, leicht sauer
    kalkfrei, sauer
    (lehmiger/humoser) Sand
    poröser Schotter
    starker Wurzeldruck
    keine Bodenverdichtung
    Nährstoffversorgung (N + P) Klima/Frostsicherheit Herkunft BEWERTUNGEN Trockenrasen
    sehr arme Böden
    arme Böden
    sehr wintermilde Lage
    Normal- bis winterrauhe Lage
    frostarme Lage
    ausgeprägte Warmlage
    hitzeanfällige Lage
    gemäßigte Klimate
    wintermilde Lage
    Warmlagen
    Europa
    Tiefland
    Mittelgebirge (montan)
    alpin
    Nordeuropa
    Mitteleuropa
    Südeuropa
    Süd-Osteuropa
    Osteuropa/Kaukasus
    Hügelland (collin)
    befriedigend
    Mittel
    aspektbildender Flächenfüller
    verträglich
    Sandtrockenrasen
    Alpine Felsfluren Staudenfluren Zwergstrauchheiden und Nadelgebüsche Wälder Einsatzbereich
    Silikat
    Staudenfluren trockenwarmer Standorte
    Trockene Sandheiden
    Eichenwälder
    Bodensauere Eichenmischwälder
    Ländlicher Garten
    Terrassen-/Balkongarten
    Repräsentative Gärten
    Steingarten/Alpinum
    Steppenpflanzung
    für Pflanzgefäße geeignet
    Klostergarten
    Gründächer
    Substratstärke 8-15 cm
    öffentliches Grün
    Grünanlagen hoher Pflegestufe
    Wiese/Prärie
    Handelsgängigkeit Belaubung Lebensbereich
    Hauptsortiment
    winter-/immergrün
    Felssteppen
    Steppen