Sedum rupestre / Felsen-Fetthenne, Tripmadam

Sedum_rupestre_felsen-fetthenne_111 Familie Crassulaceae, Dickblattgewächse
Pflanzen pro qm 15.00
Wikipedia Sedum rupestre
Verbreitungskarte Verbreitungskarte

Beschreibung

Naturstandort von Sedum rupestre

Die Felsen-Fetthenne kommt von der Iberischen Halbinsel bis in den Süden Skandinaviens vor. Nach Osten reichen die Vorkommen bis Griechenland, Rumänien und Polen. In Teilen Osteuropas ist sie ebenso wie auf den Britischen Inseln eingebürgert.

In Deutschland ist Sedum rupestre in nahezu allen Naturräumen vertreten. Die Vokommen dünnen aber nach Nordwesten und in Richtung Alpenvorland merklich aus. In der Schweiz findet man sie v.a. im Übergangsbereich zwischen Jura und Mittelland häufiger, ansonsten ist sie wenig stetig.



Sedum rupestre im Massenbestand in einer Trockenmauer bei Bad Gastein.

Sedum rupestre ist eine Kennart der Mauerpfeffer-Gesellschaften auf flachgründigen Silikatfelsköpfen und kommt zudem stetig an lichten Stellen bodensaurer, trockener Ausprägungen von Eichenwäldern vor.

Sie besiedelt aber auch basen- und extrem stickstoffarme Volltrockenrasen auf Kalkfels- und Kalkschotterstandorten. Im Siedlungsraum werden entsprechende Mauer-Ersatzhabitate erobert.

Ökologische Zeigerwerte nach ELLENBERG (1992)  ... zur Legende
Licht (7)  Temperatur (5)  Kontinentalität (4)  Feuchte (2)  Reaktion (5)  Stickstoff (1)



Weniger stressbetonte Kulturbedingungen können gut in eine üppigere Entwicklung umgesetzt werden.

Beschreibung

Sedum rupestre ist eine immergüne Sukulente, die durch Ausläufer lockere Rasen oder Teppiche bildet.

Die sterilen Triebe sind niederliegend, während sich die fertilen Triebe zur Blütezeit im Juli aufrichten und bis zu 20 (25) cm Höhe erreichen. Nach der Blüte sterben diese Triebe ab.

Das Laub ist blau-grün, die Blüte fahl- oder schwefel-gelb.

Im Handel wird die Art oft noch unter "Sedum reflexum" geführt.



Viel benötigt die Tripmadam nicht zum Glücklichsein.

Verwendungshinweise

Sedum rupestre gehört sicher nicht zu den gärtnerisch bedeutendsten Sedum-Arten. Dennoch findet sie sich nicht selten in allerlei Gartensituationen wieder und gehört zu den beliebteren Sedum-Arten. Für repräsentative Einsatzbereiche ist sie dennoch - oder gerade deswegen - nicht allererste Wahl.

Sie kann recht überzeugend in naturhaften Steppenanlagen und trockenwarmen, südexponierten Waldrändern eingesetzt werden. Günstig sind hier Sonderstandorte auf flachgründigen Felsen, die wüchsigere Konkurrenten im Zaum halten. Auf natürlichen Silikat-Felsbändern sind - neben verschiedenen Braunmoosen und Flechten - u.a. Thymus serpyllum, Dianthus gratianopolitanus, Silene viscaria, Solidago virgaurea, Euphorbia cyparissias oder Hieracium pilosella stetige Begleiter.

Traditionell ist die Tripmadam als würzige Beilage zu Suppen und Salaten verwendet worden. Der Geschmack ist säuerlich. Sie kommt daher auch in Kräuter- und Bauerngärten in Frage.



'Angelina' zeigt sich blühfreudig und mit variabler Laubfärbung.

Kultur

Sedum rupestre ist für eine Sukkulente vergleichsweise robust und kann sich auf sonnig-trockenen Magerstandorten von alleine behaupten.

Selbst in weniger extremen Situationen und im lichten Halbschatten ist sie mit vertretbarem Aufwand zu kultivieren.

Sorten:
  • Angelina: gelblich-grünes Laub, blühende Triebe und im Herbst kupfer-rot überlaufen
  • Elegans: graues, leicht blaustichiges Laub

Bilder





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Attribute

Lebensform Stauden/Gräser/Farne Blütenfarbe Blütezeit Blattfärbung
Staude
Blütenstauden/-Kräuter
bodendeckend
bis 15 cm Höhe
15-30 cm Höhe
hell-gelb
gelb
Juli
hellgrün
blau-grün
grau-grün
silbrig
gelblich
zierende Herbstfärbung
Geniessbarkeit/Giftwirkung Duft Wasserhaushalt Lichtansprüche Bodenansprüche
ungiftig
essbar
Heil-/Gewürzpflanze
unbedeutend
trocken
mäßig trocken
gut drainiert
sommertrocken
vollsonnig
sonnig
halbschattig
mäßig kalk-/basenreich
ph-neutral
kalkarm, leicht sauer
kalkfrei, sauer
(lehmiger/humoser) Sand
poröser Schotter
starker Wurzeldruck
keine Bodenverdichtung
Nährstoffversorgung (N + P) Klima/Frostsicherheit Herkunft BEWERTUNGEN Trockenrasen
sehr arme Böden
arme Böden
sehr wintermilde Lage
Normal- bis winterrauhe Lage
frostarme Lage
ausgeprägte Warmlage
hitzeanfällige Lage
gemäßigte Klimate
wintermilde Lage
Warmlagen
Europa
Tiefland
Mittelgebirge (montan)
alpin
Nordeuropa
Mitteleuropa
Südeuropa
Süd-Osteuropa
Osteuropa/Kaukasus
Hügelland (collin)
befriedigend
Mittel
aspektbildender Flächenfüller
verträglich
Sandtrockenrasen
Alpine Felsfluren Staudenfluren Zwergstrauchheiden und Nadelgebüsche Wälder Einsatzbereich
Silikat
Staudenfluren trockenwarmer Standorte
Trockene Sandheiden
Eichenwälder
Bodensauere Eichenmischwälder
Ländlicher Garten
Terrassen-/Balkongarten
Repräsentative Gärten
Steingarten/Alpinum
Steppenpflanzung
für Pflanzgefäße geeignet
Klostergarten
Gründächer
Substratstärke 8-15 cm
öffentliches Grün
Grünanlagen hoher Pflegestufe
Wiese/Prärie
Handelsgängigkeit Belaubung Lebensbereich
Hauptsortiment
winter-/immergrün
Felssteppen
Steppen