Scutellaria alpina

Scutellaria_alpina_var._alpina_scutellaria_alpina_11 Name Alpen-Helmkraut
Botanischer Name: Scutellaria alpina
Familie Lamiaceae, Lippenblütler
Pflanzen pro qm 10.00
Wikipedia Scutellaria alpina
Verbreitungskarte Verbreitungskarte
Sorten

Acrobaleno, Sapphire

Beschreibung

Naturstandort von Scutellaria alpina kommt in den Gebirgsregionen Europas von den Pyrenäen bis zu den südlichen Alpen vor. Nach Osten reichen die Vorkommen über den gesamten Balkan einschl. Griechenlands bis Bulgarien und Rumänien. In den deutschen Alpen hat sie vermutlich keine Wuchsorte, die südliche Schweiz und das südliche Österreich dürften die Nordgrenze der Verbreitung markieren.

Scutellaria alpina tritt in montanen bis alpinen Vegetationsstufen in (voll-)sonnigen, mäßig trockenen bis frischen, nahrhaften Kalk-Schotterstandorten auf. Sie gilt hier als Kennart der Blaugras-Halden.



Scutellaria alpina ist als Wildform seltener im Handel.

Die Wuchsorte sind mehr oder weniger vollsonnig, aufgrund der Höhenlage und kleinklimatischer Besonderheiten trotzdem ausgesprochen kühl.

Ökologische Zeigerwerte nach TelaBotanica  ... zur Legende
Licht (8)  Temperatur (2)  Kontinentalität (4)  Feuchte (4)  Reaktion (8)  Stickstoff (3)

Beschreibung

Das Alpen-Helmkraut ist eine wintergrüne, durch niederliegende Sprossausläufer flache Teppiche bildende Staude.

Die blühenden Triebe mit den blau-violetten, selterner weißen Lippenblüten sind aufstrebend und erreichen ab Mitte Juni bis Anfang August bis zu 25 cm Höhe.

Verwendungshinweise

Scutellaria alpina ist eine selten verwendete, aber ausgesucht liebenswürdige Option für Alpinarien und Steintröge. Es ist v.a. das interessante Farbspiel der fein nuancierten Blüten, das ihren Reiz ausmacht.

Um sie zur Geltung zu bringen, möchte sie gesellig in lockeren Gruppen stehen und sich an sonnige Felsen anlehnen dürfen. Schöne Partner vom Naturstandort wären z.B. Nacktstengelige Kugelblume, Kugelige TeufelskralleFrühblühender Thymian oder als Matrix das Kalk-Blaugras.



Auslesen mit bunteren oder wie 'Sapphire' mit kontrastreicheren Blüten sind handelsüblicher

Kultur

Um den Pflegeaufwand der vergleichsweise konkurrenzschwachen Art zu minimieren, empfiehlt sich eine Pflanzung in engen Felsspaltensystemen großer Felsen mit geringen Anteilen offener Bodenstellen. Die Art wächst dann aus den Spalten über die flachen Felsen.

Für eine an kühle bis kalte Hochgebirgsstandorte angepasste Alpinistin ist Scutellaria alpina im Flachland erstaunlich robust und zeigt sich auch an wärmegegünstigten Standorten nicht sonderlich vitalitätsbeeinträchtigt.

Im Versandhandel ist das Alpen-Helmkraut ausreicehnd zuverlässig erhältlich.

Sorten:

  • Acrobaleno: creme-weiß aufblühend, über rosa zu himmelblauer Oberlippe mit weißer Unterlippe ausreifend (handelsüblich)
  • Sapphire: violett-blaue Oberlippe und weiße Unterlippe

Bilder





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Sapphire


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Sapphire


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Sapphire


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Attribute

Lebensform Stauden/Gräser/Farne Blütenfarbe Blütezeit Blattfärbung
Staude
Blütenstauden/-Kräuter
bodendeckend
bis 15 cm Höhe
weiß
violett
hell-blau
blau
Juli
grün
dunkel-grün
Geniessbarkeit/Giftwirkung Duft Wasserhaushalt Lichtansprüche Bodenansprüche
ungiftig
unbedeutend
mäßig trocken
frisch
gut drainiert
sommertrocken
vollsonnig
sonnig
stark kalk-/basenreich
mäßig kalk-/basenreich
ph-neutral
(lehmiger/humoser) Sand
durchlässiger Lehm
poröser Schotter
keine Bodenverdichtung
kalk-/basenreich
Nährstoffversorgung (N + P) Klima/Frostsicherheit Herkunft BEWERTUNGEN Alpine Schuttfluren/Blockhalden
mittlere Böden
reiche Böden
sehr wintermilde Lage
Normal- bis winterrauhe Lage
luftfeuchte und/oder kühle Lagen
gemäßigte Klimate
wintermilde Lage
Warmlagen
Europa
Mittelgebirge (montan)
alpin
Mitteleuropa
Südeuropa
Süd-Osteuropa
gut
Hoch
Gruppen-Verbands-Pflanze
verträglich
konkurrenzschwach
Kalk
Einsatzbereich Handelsgängigkeit Belaubung Lebensbereich
Terrassen-/Balkongarten
Repräsentative Gärten
Steingarten/Alpinum
für Pflanzgefäße geeignet
Gründächer
Substratstärke 8-15 cm
Insektenweide
Nebensortiment
winter-/immergrün
Alpinum