Rosa rubiginosa / Wein-Rose

Rosa_rubiginosa_wein-rose_11 Familie Rosaceae, Rosengewächse
Pflanzen pro qm 1.00
Wikipedia Rosa rubiginosa
Verbreitungskarte Verbreitungskarte

Beschreibung

Naturstandort von Rosa rubiginosa: Die Wein-Rose kommt von den Pyrenäen bis in das südliche Skandinavien und östlich bis zum Ural vor. In weiten Teilen Nordamerikas und des gemäßigten Südamerikas, in Südafrika und in Australien ist sie neophytisch eingebürgert.

In Deutschland hat Rosa rubiginosa ihren Verbreitungsschwerpunkt in den Mittelgebirgsregionen. Im Alpenvorland und der gesamten Norddeutschen Tiefebene ist sie nur zerstreut anzutreffen. In der Schweiz ist sie im Jura und dem angrenzenden Norden des Mittellandes sowie im Wallis recht stetig. In den übrigen Naturräumen ist sie nur vereinzelt zu finden.



Flächiges Wein-Rosen-Gebüsch auf einer suburbanen Sand-Brache bei Oranienburg

Die Wein-Rose ist in Mitteleuropa eine Kennart trocken-warmer Berberitzen-Gebüsche auf basenreichen und stickstoffarmen Sandböden.

Sie tritt zudem als Pioniergehölz auf Kalkmagerrasen auf und leitet die Verbuschung und Wiederbewaldung ein. Sie benötigt vollsonnige bis licht halbschattige Lagen.

Rosa rubiginosa wächst in betont atlantisch geprägten Standorten mit milden Wintern und feuchten Sommern.

Ökologische Zeigerwerte nach ELLENBERG  ... zur Legende
Licht (7)  Temperatur (6)  Kontinentalität (2)  Feuchte (3)  Reaktion (8)  Stickstoff (3)

Beschreibung: Rosa rubiginosa ist ein sommergrüner, wüchsiger Strauch, der eine Wuchshöhe und -breite von 200 bis 250 cm erreicht. Die Grundtriebe sind aufrecht und im Alter bogig überhängend. Die Art bildet keine Ausläufer, neigt aber dennoch zur Ausbildung von Gebüschen durch willige Versamung.

Der Blütenflor im Juni/Juli ist rein-rosa und in der Regel nur mäßig reich. Laub, Blütenstiele und Hagebutten duften aus der Nähe nach Wein oder Apfel. Die Hagebutten sind leuchtend rot und zierend, allerdings ebenfalls nicht besonders zahlreich.

Mit der bekannteren Essig- bzw. Apotheker-Rose (Rosa gallica) werden natürliche Hybride gebildet.

Verwendungshinweise: Die Wein-Rose reicht nicht an das relativ prägnante Erscheinungsbild anderer heimischer Wildrosen wie z.B. einer Hunds-Rose oder gar Bibernell-Rose heran.

Sie hat in konsequent naturhaften Hecken auf trocken-warmen, wenig nahrhaften Standorten eine gewisse Verwendungswürdigkeit. Ansonsten sind im öffentlichen Raum und Straßenbegleitgrün andere Wildrosen zu bevorzugen.

Die Hagebutten werden traditionell zu Marmelade und Rosenöl verarbeitet. In "echte" ländlichen/bäuerlichen Gärten passt sie entsprechend thematisch gut hinein.



Die Blüten erscheinen üblicherweise nur vereinzelt.

Kultur: Rosa rubiginosa ist auf allen leichten Böden in möglichst sonnigen Lagen robust und durchsetzungsfähig. Ihre Trockenheitsresistenz ist noch größer als bei den meisten anderen Rosen.

Zur Verjüngung der Sträucher werden ältere Triebe bodengleich entfernt und durch einen Jungtrieb ersetzt. Der Schnitt erfolgt am Besten direkt nach der Blüte.

Sorten:
  • Fritz Nobis: lachs-rosa, halb-gefüllte Blüten, nicht remontierend (robuste "Parkrose" auf Basis von R. rubiginosa)

Bilder





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Attribute

Lebensform Blütenfarbe Blütezeit Blattfärbung Zierwert Frucht
Strauch
Normalstrauch
rosa
Juni
Juli
grün
dunkel-grün
zierend/strukturstark
Geniessbarkeit/Giftwirkung Duft Wasserhaushalt Lichtansprüche Bodenansprüche
essbar
vorhanden
mäßig trocken
frisch
gut drainiert
sommertrocken
vollsonnig
sonnig
halbschattig
stark kalk-/basenreich
mäßig kalk-/basenreich
ph-neutral
(lehmiger/humoser) Sand
durchlässiger Lehm
poröser Schotter
starker Wurzeldruck
kalk-/basenreich
Nährstoffversorgung (N + P) Klima/Frostsicherheit Herkunft BEWERTUNGEN Gebüsche
arme Böden
mittlere Böden
Normal- bis winterrauhe Lage
gemäßigte Klimate
Warmlagen
Europa
Ozeanischer Verbreitungsschwerpunkt
Tiefland
Mittelgebirge (montan)
Nordeuropa
Mitteleuropa
Südeuropa
Süd-Osteuropa
Osteuropa/Kaukasus
Hügelland (collin)
Liebhaberpflanze
Sehr gering
strukturbildender Solitär
verträglich
Wärmeliebende Trocken-Gebüsche
Einsatzbereich Handelsgängigkeit Belaubung Lebensbereich
Ländlicher Garten
Repräsentative Gärten
öffentliches Grün
Straßenbegleitgrün
Grünanlagen geringer Pflegestufe
Grünanlagen hoher Pflegestufe
Insektenweide
Hecken
Freie Blütenhecke
Hauptsortiment
sommergrün
zierende Winterstruktur
Felssteppen
Gehölzrand/Staudenfluren