Rhinanthus minor / Kleiner Klappertopf

Rhinanthus_minor_kleiner_klappertopf_12 Familie Orobanchaceae, Sommerwurzgewächse
Pflanzen pro qm 20.00
Wikipedia Rhinanthus minor
Verbreitungskarte Verbreitungskarte

Beschreibung

Naturstandort von Rhinanthus minor (Kleiner Klappertopf):


Rhinanthus minor ist in ganz Eurpa und dem westlichen Asien sowie im nördlichen Nordamerika verbreitet (Karte der Gesamtverbreitung).

In Deutschland konzentrieren sich die Vorkommen auf die Mittelgebirgsregionen einschließlich der Bayerischen Alpen. Im Tiefland ist der Kleine Klappertopf wesentlich verstreuter anzutreffen, zudem sind hier viele Standorte in Wirtschaftswiesen durch Nutzungsintensivierung verloren gegangen.



Rhinanthus minor in einer alpinen Matte mit Campanula barbata

In Mitteleuropa besiedelt Rhinanthus minor stickstoffarme Wirtschaftswiesen und Borstgrasrasen mäßig trockener bis feuchter Standorte.

Die lichtliebende Art benötig vollsonnige bis licht halbschattige Lichtverhältnisse. An die Bodenreaktion stellt sie keine Ansprüche und gedeiht sowohl auf alkalischen wie sauren Substraten.

Ökologische Zeigerwerte nach ELLENBERG (1992) ... zur Legende
Licht (7)  Temperatur (5)  Kontinentalität (3)  Feuchte (-)  Reaktion (-)  Stickstoff (3)

Beschreibung

Der Kleine Klappertopf ist eine horstige Einjährige und erreicht zwischen 15 und 30 cm Wuchshöhe.

Die gelben Blüten mit den grünlich-gelben Hochblättern erscheinen ausdauernd ab Mitte/Ende Mai bis Anfang August.

Er ist ein Halbschmarotzer, der v.a. an Süßgräsern und Schmetterlingsblütlern parasitiert, indem er mit speziellen Wurzeln in die Wurzeln der Wirtspflanzen hineinwächst. Die Art kann sich aber auch ohne Wirtspflanze aus eigener Kraft erhalten.



Kleiner Klappertopf mit Kriechendem Hahnenfuß

Verwendungshinweise

Rhinanthus minor ist leider nur als Saatgut erhältlich, meist nur als Bestandteil von Saatgutmischungen.

Für magere, naturhafte Extensivwiesen ist er aber ein wirkungsvoller Aspektbildner. Wer die Möglichkeit hat, sollte den Kleinen Klappertopf undbedingt in die engste Wahl für betont naturhafte Magerwiesen ziehen.



Blütenreiche Wiese mit Centaurea jacea

Kultur

Die Art ist auf armen, ein- bis zweischürigen Wiesen in sonnigen Lagen ohne weiteren Aufwand dauerhaft kultivierbar und samt sich willig aus.

Für die Etablierung in bestehenden Wiesen sollten die Samen in gegebenenfalls zu schaffende offene Bodenstellen platziert werden.

Bilder





Rhinanthus_minor_kleiner_klappertopf_12

Attribute

Lebensform Stauden/Gräser/Farne Blütenfarbe Blütezeit Blattfärbung
einjährig
Blütenstauden/-Kräuter
horstartig
gelb
Mai
Juni
Juli
August
hellgrün
Duft Wasserhaushalt Lichtansprüche Bodenansprüche Nährstoffversorgung (N + P)
unbedeutend
mäßig trocken
frisch
feucht
vollsonnig
sonnig
halbschattig
mäßig kalk-/basenreich
ph-neutral
kalkarm, leicht sauer
kalkfrei, sauer
(lehmiger/humoser) Sand
durchlässiger Lehm
Lehm
humos
poröser Schotter
keine Bodenverdichtung
kalk-/basenreich
sehr arme Böden
arme Böden
Klima/Frostsicherheit Herkunft BEWERTUNGEN Wiesen Trockenrasen
sehr wintermilde Lage
Normal- bis winterrauhe Lage
frostarme Lage
gemäßigte Klimate
wintermilde Lage
Europa
Ozeanischer Verbreitungsschwerpunkt
Tiefland
Mittelgebirge (montan)
alpin
Nordeuropa
Mitteleuropa
Südeuropa
Süd-Osteuropa
Osteuropa/Kaukasus
Hügelland (collin)
Asien
Ostasien/China/Mandschurei
Japan/Korea/Sachalin/Taiwan
Sibirien
Zentral-Asien
Amerika
Nordamerika
sehr gut
Gering
Gruppen-Verbands-Pflanze
aspektbildender Flächenfüller
verträglich
Nasswiesen
Feuchtwiesen
Frischwiesen
Bodensaure Borstgrasrasen
Zwergstrauchheiden und Nadelgebüsche Einsatzbereich Handelsgängigkeit Belaubung Lebensbereich
Wacholdergebüsche
Insektenweide
Wiese/Prärie
Raritäten/Saatgut
sommergrün
Alpinum
Wiesen