Paeonia mascula / Korallen-Pfingstrose

10862-1 Familie Paeoniaceae
Pflanzen pro qm 6.00
Wikipedia Paeonia mascula

Beschreibung

Naturstandort

Die Art kommt in mehreren Unterarten von der iberischen Halbinsel bis Zentral-Frankreich, Italien, von der weiteren Balkanregion bis nach Kleinasien vor. Sie wächst von der Hügelstufe bis in subalpine Regionen.

Paeonia mascula besiedelt lichte Bereiche von mäßig trockenen bis frischen Eichen- und Kalk-Buchenwäldern oder an halbsträuchern reiches Buschland (Macchien). In höheren Lagen ist sie auch an weitgehend gehölzfreien, wärmebegünstigten Berghängen zu finden.

Sie wächst auf eher tiefgründigen, feinerdereichen Kalk-Skelettböden. Die Standorte sind gut drainiert, mäßig nahrhaft und sonnig bis halbschattig.

Beschreibung

Die Korallen-Pfingstrose ist eine sommergrüne Staude mit knollenartig verdickten Speicherwurzeln. Der Wuchs ist horstig-buschig und erreicht je nach Standortgunst Höhen von 40 bis 70 cm.

Die recht variable Art hat meist magenta-rote, aber auch rosafarbene oder seltener weiße Blüten. Die Blütezeit liegt im Mai. Auch die skurrilen Samenstände mit dem leuchtend roten Fruchtfleich und den blau-schwarzen Samen sind zierend, wenn sie aufplatzen.

Ähnlich ist die Echte Pringstrose (Paeonia officinalis) mit feineren, meist behaarten Blättern.

Verwendungshinweise

Paeonia mascula fällt aufgrund ihres natürlichen Charmes unter den üblichen Pfingst-Rosen-Kultivaren auf. Sie ist v.a. für niedrige bis mittelhohe Staudensäume an warmen Gehölzrändern eine liebliche Wahl.

Sie kann auch in mediterranen Situationen z.B. oberhalb von Trockenmauern oder in Verbindung mit mediterranen Halbsträuchern wie Lavendel, Ysop, Echtem Salbei oder Heiligenkräutern gut eingesetzt werden. Noch überzeugender ist hier aber meist die Wildart der Echten Pfingstrose, die allerdings schwieriger zu beziehen ist.

Aufgrund des romantisierenden Erscheinungsbildes ist sie auch für ländliche/bäuerliche Staudenbeete geeignet, wobei hier - mit einiger Berechtigung - meist auf die prächtigeren Paeonia-Ofiicinalis-Hybriden zurückgegriffen wird.

Kultur

Die wärmeliebende Korallen-Pfingstrose kommt auf nicht zu leichten Böden mit mitteleuropäischen Trockenphasen nach der etwas langwierigeren Etablierungsphase gut zurecht. Günstig sind skelettreiche, gut drainierte Lehmböden oder feinerdereiche, eher humusarme Schotterböden. Staunässe sollte dringend vermieden werden.

Die Art entwickelt sich träge und benötigt einige Jahre, bis der erste Blütenflor angesetzt wird. Sie ist aufgrund der zögerlichen Entwicklung in den ersten Jahren nur in gut gepflegten Anlagen sinnvoll zu verwenden, auch wenn sie nach der Etablierung dann pflegeleicht ist.

Generell sollte auch die Korallen-Pfingstrose möglichst selten umgesetzt werden, da sie auf Verletzungen des umfangreichen Wurzelapparrates mit langwierigen Wachstumsverzögerungen reagiert. Wenn solche Verletzungen durch vorsichtiges und aufwändiges Arbeiten vermieden werden, spricht allerdings nichts gegen Standortverlagerungen.

Bilder





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[ssp. russoi]


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Attribute

Lebensform Stauden/Gräser/Farne Blütenfarbe Blütezeit Zierwert Frucht
Staude
Blütenstauden/-Kräuter
horstartig
30-60 cm Höhe
weiß
rot
rosa
rosé-weiß
pink
Mai
zierend/strukturstark
Geniessbarkeit/Giftwirkung Duft Wasserhaushalt Lichtansprüche Bodenansprüche
ungiftig
unbedeutend
mäßig trocken
frisch
gut drainiert
sommertrocken
sonnig
halbschattig
absonnig
stark kalk-/basenreich
mäßig kalk-/basenreich
ph-neutral
kalkarm, leicht sauer
durchlässiger Lehm
poröser Schotter
keine Bodenverdichtung
kalk-/basenreich
Nährstoffversorgung (N + P) Klima/Frostsicherheit Herkunft BEWERTUNGEN Einsatzbereich
mittlere Böden
reiche Böden
Normal- bis winterrauhe Lage
subtropische Klimate
Warmlagen
Europa
Mittelgebirge (montan)
Südeuropa
Süd-Osteuropa
mediterraner Schwerpunkt
Hügelland (collin)
Asien
Kleinasien
gut
Mittel
Gruppen-Verbands-Pflanze
Ländlicher Garten
Mediterraner Garten
Repräsentative Gärten
Steingarten/Alpinum
Steppenpflanzung
Handelsgängigkeit Belaubung Lebensbereich
Nebensortiment
sommergrün
Gehölz/Wald
Alpinum
Felssteppen
Gehölzrand/Staudenfluren