Linum perenne

Linum_perenne_ausdauernder_lein_11 Name Ausdauernder Lein
Botanischer Name: Linum perenne
Familie Linaceae, Leingewächse
Pflanzen pro qm 12.00
Wikipedia Linum perenne
Verbreitungskarte Verbreitungskarte
Sorten

Album, Nanum Diamant

Beschreibung

Naturstandort von Linum perenne (Ausdauernder Lein): Linum perenne kommt von den Pyrenäen bis Mittel-Deutschland und dem (süd-)östlichen Europa bis ins westliche Asien vor (Karte der Gesamtverbreitung).

In Deutschland ist die Art eher selten und die weitaus meisten Populationen des Artenschwarms gelten nicht als urwüchsig. Die Vorkommen konzentrieren sich auf die mitteldeutschen Wäremeregionen. Wesentlich häufiger ist mittlerweile der sehr ähnliche, aus dem südlichen und östlichen Europa eingewanderte Österreichische Lein (Linum austriacum) anzutreffen.

Der Ausdauernde Lein wächst in trocken-warmen, sehr stickstoffarmen, sandig-steinigen oder durchlässig-lehmigen und basenreichen Halbtrockenrasen.

Linum perenne ist hier eine Charakterart der subkontinentalen Halbtrockenrasen und ist vereinzelt auch in Blut-Storchschnabelsäumen anzutreffen.

Ökologische Zeigerwerte nach ELLENBERG (1992)  ... zur Legende
Licht (7)  Temperatur (-)  Kontinentalität (6)  Feuchte (3)  Reaktion (8)  Stickstoff (2)



Oberhalb von Trockenmauern ist der Ausdauernde Lein sehr schön in Szene zu setzen.

Beschreibung

Der Ausdauernde Lein ist eine sommergrüne, horstige Staude, die Wuchshöhen von 30 bis 50 cm erreicht. Von Juni bis August erscheinen zahlreiche himmelblaue Blüten. Das Laub ist grau-grün.

Ähnlich ist neben dem schon erwähnten Österreicheische Lein auch der einjährige Saatlein (Linum usitatissimum), der zur Gewinnung von Flachsfasern oder Öl angebaut wird.

Verwendungshinweise

Linum perenne ist eine gute Art für den Vordergrund von Steppenanlagen, für mediterrane Gärten, Trockenmauern und traditionelle Bauerngärten.

Für naturalistische, trockene Magerwiesen bieten sich eine Vielzahl von plausiblen Begleitern an. Sehr schön ist insbesondere die Kombination mit der Karthäuser Nelke (Dianthus carthusianorum) und der Grauen Skabiose (Scabiosa canescens). Die ideale Matrix gibt hier das Steppen-Lieschgras (Phleum phleoides) ab.



Naturstandort auf dem Großen Rumelsburg in der südlichen Uckermark

Kultur

Die recht lichtbedürftige Art ist nur auf zumindest sommertrockenen, durchlässigen und stickstoffarmen Böden einigermaßen konkurrenzfähig und benötigt hier mit Ausnahme einer gelegentlichen Beseitigung von Wildkrautaufkommen keine weitere Unterstützung.

An zusagenden Standorten samt sich der kurzlebige Ausdauerende Lein willig aus, wenn offene Bodenstellen zur Verfügung stehen.

Sorten:

  • Album: wie die Art, weiße Blüten
  • Nanum Diamant: nur 20-25 cm hoch, weiße Blüten

Bilder





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Attribute

Lebensform Stauden/Gräser/Farne Blütenfarbe Blütezeit Blattfärbung
Staude
Blütenstauden/-Kräuter
horstartig
30-60 cm Höhe
weiß
hell-blau
Juni
Juli
August
grau-grün
Geniessbarkeit/Giftwirkung Duft Wasserhaushalt Lichtansprüche Bodenansprüche
ungiftig
unbedeutend
mäßig trocken
sommertrocken
vollsonnig
sonnig
halbschattig
stark kalk-/basenreich
mäßig kalk-/basenreich
ph-neutral
(lehmiger/humoser) Sand
durchlässiger Lehm
poröser Schotter
kalk-/basenreich
Nährstoffversorgung (N + P) Klima/Frostsicherheit Herkunft BEWERTUNGEN Trockenrasen
sehr arme Böden
arme Böden
Normal- bis winterrauhe Lage
hitzeanfällige Lage
gemäßigte Klimate
Warmlagen
Europa
Tiefland
Nordeuropa
Mitteleuropa
Südeuropa
Süd-Osteuropa
mediterraner Schwerpunkt
Asien
Sibirien
Zentral-Asien
Kleinasien
gut
Mittel
strukturbildender Gruppen-Solitär
Gruppen-Verbands-Pflanze
verträglich
Submediterrane Halbtrockenrasen
Staudenfluren Einsatzbereich Handelsgängigkeit Belaubung Lebensbereich
Staudenfluren trockenwarmer Standorte
Bauerngarten
Mediterraner Garten
Repräsentative Gärten
Steppenpflanzung
für Pflanzgefäße geeignet
Gründächer
Substratstärke über 15 cm
Hauptsortiment
sommergrün
Felssteppen
Steppen
Gehölzrand/Staudenfluren