Laserpitium gallicum / Französisches Laserkraut

Laserpitium gallicum    franz%c3%b6sisches laserkraut 11 Familie Apiaceae, Doldenblütler
Pflanzen pro qm 6.00
Verbreitungskarte Verbreitungskarte

Beschreibung

Naturstandort von Laserpitium gallicum: Das Französische Laserkraut kommt in den europäischen Bergregionen von den Pyrenäen über das süd-östliche Frankreich bis in die italienischen Alpen vor.

Laserpitium gallicum besiedelt (voll-)sonnige, warme, oftmals bewegte Schotterfluren in collinen bis montanen Höhenlagen an Steilhängen, Wegsäume oder auch sonnige Staudenfluren vor Gehölz- und Waldrändern.

Die Substrate sind basen- und kalkreich und nur mäßig nahrhaft. In den Sommermonaten trocknen die durchlässigen Böden regelmäßig ab.



Laserpitium gallicum im naturhaften Alpinum

Beschreibung: Das Französische Laserkraut ist eine sommergrüne, ausläuferlose Horstpflanze von 40 bis 70 cm Höhe. Auf stickstoffreichen Böden erreicht sie auch 100 cm. Der Wuchs ist kompakt-buschig.

Die leicht blau-grau-grünen Blätter sind stark gefiedert. Im Herbst verfärben sie sich dezent zierend in grünliche Gelbtöne.

Die weißen Blütendolden erscheinen am Ende Mai bis Ende Juni. Die Samenstände sind bis in den Frühwinter strukturstabil zierend.

Ausgesprochen ähnlich ist das in Mittel- und Süddeutschland heimische, handelsüblichere Berg-Laserkraut (Laserpitium siler). Es blüht etwa vier Wochen später.

Verwendungshinweise: Laserpitium gallicum ist eine selten gehandelte, ansprechende Art für naturnahe Alpinarien und nicht zu trockene Felssteppenpflanzungen.

Das fein strukturierte, grau-grüne Laub ist ebenso wie der reiche, aber unaufdringliche Blütenflor ein subtiler Blickfang. 

Am Naturstandort ist es auf bewegten Schotterhängen mit einigen gartenwürdigen Stauden wie Schmalblättrige Spornblume (Centranthus angustifolius), Ästige Graslilie (Anthericum ramosum) oder Blaugrüne Berg-Diestel (Carduus defloratus) vergesellschaftet. Aspektbildend tritt hier oft das Rauhgras auf (Achnatherum calamagrostis), das sich auch unter ästhetischen Gesichtspunkten ideal mit dem Französischen Laserkraut ergänzt.



Der natursensible Betrachter erkennt den Reiz des verfärbenden Herbstlaubes und der dunklen Samenstände.

Kultur: Auf durchlässigen, regelmäßig abtrocknenden und kalkreichen Böden ist die Art robust und pflegeleicht. Sie ist v.a. auf wärmebegünstigten, sonnigen Standorten vital.

Auf reicheren Böden wird sie von Wildkräutern stärker bedrängt, etablierte Exemplare werden aber nur von Hochstauden ausgedunkelt.

Bilder





Laserpitium gallicum    franz%c3%b6sisches laserkraut 11


Laserpitium gallicum franz%c3%b6sisches laserkraut p1100868

Attribute

Lebensform Stauden/Gräser/Farne Blütenfarbe Blütezeit Blattfärbung
Staude
Blütenstauden/-Kräuter
horstartig
weiß
Juni
grau-grün
zierende Herbstfärbung
Zierwert Frucht Geniessbarkeit/Giftwirkung Duft Wasserhaushalt Lichtansprüche
zierend/strukturstark
ungiftig
unbedeutend
mäßig trocken
frisch
gut drainiert
sommertrocken
vollsonnig
sonnig
Bodenansprüche Nährstoffversorgung (N + P) Klima/Frostsicherheit Herkunft BEWERTUNGEN
stark kalk-/basenreich
mäßig kalk-/basenreich
ph-neutral
(lehmiger/humoser) Sand
durchlässiger Lehm
poröser Schotter
keine Bodenverdichtung
kalk-/basenreich
arme Böden
mittlere Böden
sehr wintermilde Lage
Normal- bis winterrauhe Lage
ausgeprägte Warmlage
hitzeanfällige Lage
subtropische Klimate
wintermilde Lage
Warmlagen
Europa
Südeuropa
gut
Mittel
Gruppen-Verbands-Pflanze
verträglich
Einsatzbereich Handelsgängigkeit Belaubung Lebensbereich
Mediterraner Garten
Repräsentative Gärten
Steingarten/Alpinum
Steppenpflanzung
Insektenweide
Raritäten/Saatgut
sommergrün
zierende Winterstruktur
Alpinum
Felssteppen
Gehölzrand/Staudenfluren