Iris variegata

Iris_variegata_bunte_schwertlilie_11 Name Bunte Schwertlilie
Botanischer Name: Iris variegata
Familie Iridaceae, Schwertliliengewächse
Pflanzen pro qm 12.00
Wikipedia Iris variegata
Verbreitungskarte Verbreitungskarte

Beschreibung

Naturstandort von Iris variegata (Bunte Schwertlilie): Iris variegata hat ihre Hauptverbreitung im südlichen Osteuropa. Nach Osten reichen die Vorkommen bis in die westliche Ukraine. Die südliche Grenze liegt in Albanien und Bulgarien. In der Schweiz und dem Norden Italiens ist sie punktuell verwildert (Karte der Gesamtverbreitung).

In Deutschland kommt die Bunte Schwertlilie natürlicherweise extrem selten mit Vorposten-Vorkommen im Alpenvorland und auf der Schwäbischen Alb vor. Sie gilt hier als vom Aussterben bedroht.

Die Bunte Schwertlilie besiedelt trocken-warme, stickstoffärmere und vollsonnige bis licht halbschattige Standorte am Rand von Flaumeichenwäldern. Sie kommt aber auch an anderen, süd-exponierten Gehölz- und Waldrändern in Blutstorchschnabel-Säumen vor.

Außerdem dringt sie in Trocken- und Halbtrockenrasen vor.

An die Bodenreaktion stellt sie keine spezifischen Anforderungen und gedeiht sowohl auf alkalischen wie sauren Substraten.

Ökologische Zeigerwerte nach ELLENBERG (1992) ... zur Legende
Licht (7)  Temperatur (7)  Kontinentalität (6)  Feuchte (3)  Reaktion (-)  Stickstoff (?)



Iris variegata hat unter den Bart-Iris einen unverwechselbaren Habitus.

Beschreibung

Iris variegata treibt aus einer langsam kriechenden Wurzelknolle 20 bis 40 cm hohe, grüne Schwertblätter mit einem leichten Blaustich.

Die Blütezeit liegt im Mai/Juni. Die oberen Kronblätter sind rein gelb, die unteren bräunlich-violett mit gelblicher bis weißer Zeichnung oder auch umgekehrt (Zeichnerische Bestimmungshilfe).

Das Laub zieht zumindest auf sommertrockenen Standorten relativ früh, teilweise schon im Spätsommer ein und wird dann unattraktiv. In Verbindung mit Gräsern lässt sich dies aber gut kaschieren.

Die Bunte Schwertlilie ist eine der Elternarten der Mittleren Bart-Iris (Iris barbata-media).

Verwendungshinweise

Die Bunte Schwertlilie wird als reine Art sehr selten verwendet und ist auch nicht immer im Handel zu beziehen.

Sie ist aber eine gute, ungewöhnliche Option für trocken-warme Säume und den Vordergrund von Felssteppen. In Mitteleuropa ist sie so selten, dass sie in betont naturalistischen Pflanzungen als Fremdkörper wahrgenommen wird. Trotzdem sind gartenbekannte Blütenpartner vom Naturstandort wie Diptam (Dictamnus albus), Blut-Storchschnabel (Geranium sanguineum) oder Hügel-Klee (Trifolium alpestre) eine gute Wahl.

Sie passt aber auch gut in mediterrane Felsheiden zusammen mit den allseits bekannten Halbsträuchern vom Lavendel (Lavandula angustifolia) über den Ysop (Hyssopus officinalis) bis hin zu Heiligenkräutern wie Santolina pinnata . Blühende Iris variegata sorgen beim Betrachter für Neugierde und lassen auch altbekannte Gartenbegleiter in ungewohntem Licht erscheinen.

Da sie im Sommer einzieht, ist die Bunte Schwertlilie auch für spät gemähte Trockenwiesen geeignet. V.a. in individuenreichen Beständen entstehen hier ungewöhnliche, aber überzeugende Bilder.



Hybridisiertes Exemplar mit viel Iris-Variegata-Blut

Kultur

Die Art ist in warmen Lagen recht robust und pflegeleicht. Trockenphasen übersteht sie klaglos und stärken sie im Konkurrenzkampf.

Durch ihre leichte  Schattenverträglichkeit und den dichten Horstwuchs lässt sie sich auch von Wildwuchs nur langfristig verdrängen. Lediglich Staunässe sollte vermieden werden.

Bilder





Iris_variegata_bunte_schwertlilie_11

Attribute

Lebensform Stauden/Gräser/Farne Blütenfarbe Blütezeit Blattfärbung
Staude
Blütenstauden/-Kräuter
horstartig
15-30 cm Höhe
30-60 cm Höhe
gelb
violett
bräunlich/schwarz
Juni
blau-grün
Geniessbarkeit/Giftwirkung Duft Wasserhaushalt Lichtansprüche Bodenansprüche
ungiftig
unbedeutend
mäßig trocken
gut drainiert
sommertrocken
vollsonnig
sonnig
halbschattig
stark kalk-/basenreich
mäßig kalk-/basenreich
ph-neutral
kalkarm, leicht sauer
kalkfrei, sauer
(lehmiger/humoser) Sand
durchlässiger Lehm
humos
poröser Schotter
starker Wurzeldruck
kalk-/basenreich
Nährstoffversorgung (N + P) Klima/Frostsicherheit Herkunft BEWERTUNGEN Trockenrasen
sehr arme Böden
arme Böden
mittlere Böden
sehr wintermilde Lage
Normal- bis winterrauhe Lage
frostarme Lage
ausgeprägte Warmlage
hitzeanfällige Lage
gemäßigte Klimate
wintermilde Lage
Warmlagen
Europa
Kontinentaler Verbreitungsschwerpunkt
Mittelgebirge (montan)
Mitteleuropa
Süd-Osteuropa
mediterraner Schwerpunkt
Zentral-Asien
Kleinasien
gut
Mittel
Gruppen-Verbands-Pflanze
verträglich
Steppenrasen
Submediterrane Halbtrockenrasen
Staudenfluren Gebüsche Wälder Einsatzbereich Handelsgängigkeit
Staudenfluren trockenwarmer Standorte
Wärmeliebende Trocken-Gebüsche
Eichenwälder
Steppen-Eichenwälder
Felshang Traubeneichenwälder
Bauerngarten
Mediterraner Garten
Repräsentative Gärten
Steppenpflanzung
Klostergarten
Gründächer
Substratstärke über 15 cm
öffentliches Grün
Grünanlagen hoher Pflegestufe
Rabatte
Wiese
Nebensortiment
Belaubung Lebensbereich
sommergrün
Wiesen
Felssteppen
Steppen
Gehölzrand/Staudenfluren