Iris barbata-media / Mittlere Bart-Iris

Iris_barbata-media_der_kleine_postillon_mittlere_bart-iris Familie Iridaceae, Schwertliliengewächse
Pflanzen pro qm 8.00

Beschreibung

Herkunft von Iris barbata-media (Mittlere Bart-Iris ): Iris barbata-media ist eine Hybridgruppe, die aus verschiedenen Iris-Eltern-Arten hervorgegangen ist. Die meisten der Mittleren Bart-Iris-Sorten gehen vermutlich auf Kreuzungen zwischen ihrerseits bereits hybridisierten Hohen Bartiris (Iris barbata-eliator) und Niedrigen Bart-Iris (Iris barbata-nana) zurück.

Denkbare Herkünfte sind aber auch Kreuzungen zwischen hohen Wildarten wie z.B. die Bleiche Schwertlilie (Iris pallida), mittelhohen Arten wie die Bunte Schwertlilie (Iris variegata) und niedrigen Arten wie die Gelbliche Schwertlilie (Iris lutescens) oder die Zwerg-Schwertlilie (Iris pumila).

Diese Wildarten sind Vertreter der süd-osteuropäischen Steppenrasen und Felsheiden. Sie wachsen auf stickstoffarmen, trockenen bis mäßig trockenen Kalk-Mineralböden.

Die Standorte sind (voll-)sonnig und wärmebegünstigt.



Das Farbspektrum der Mittleren Bart-Iris lässt praktisch keine Farbe und keine Farbkombination aus. 'Avanelle' präsentiert sich dagegen mit vornehmer Blässe.

Beschreibung

Unter Iris barbata-media werden die zwischen 40 und 70 cm hohen Iris-Hybriden zusammengefasst. Charakteristisch sind die blau-grünen Schwertblätter und die komplexen Blüten, die in zahlreichen Farbtönen und Farbkombinationen auftreten. Viele Sorten dieser Gruppe blühen etwas früher als die Barbata-Eliator-Gruppe. Diese Hohen Bart-Iris stehen züchterisch deutlich stärker im Fokus und bieten eine wahrlich unbegrenzte Auswahl an Formen und Farben.

Die Blätter entspringen aus einer langsam oberirdisch kriechenden Wurzelknolle. Die Bart-Iris bildet so im Laufe der Zeit breite Horste. In milden Regionen oder milden Wintern können die Blätter wintergrün erscheinen (Weiterführendes).



'Sepia Gold' zeigt sehr schön die typische Zeichnung der Blütenblätter, die vermutlich Bestäubern den rechten Weg weisen sollen.

Verwendungshinweise

Iris barbata-media ist eine historische Zierstaude, die allein schon aufgrund ihrer gartengeschichtlichen Relevanz in klassischen Gartenanlagen kaum wegzudenken ist. Sie ist für ländliche Gärten und in Rabatten historischer Ensembles eine gute Wahl.

Neben der Blüte als zweifellose Hauptattraktion stellen aber auch die blaugrünen, von Frühling bis Frühwinter präsenten Schwertblätter eine dezente strukturelle Bereicherung dar.

Für naturhaftere Gestaltungsansätze in steppenartigen Situationen oder trocken-warmen Felslandschaften kommen nur Farb- und Formschläge in Frage, die sich einen Wildartencharakter erhalten haben. Alternativ und pflanzensoziologisch konsequenter kann man hier aber auch auf die sehr ursprüngliche, in Europa vielerorts archaeophytisch heimische Deutsche Schwertlilie (Iris x germanica) zurückgreifen.

Etwas Vorsicht ist bei Züchtungen mit gefransten Blütenblättern und sonstigen Sonderformen walten zu lassen. Sie können doch sehr artifiziell wirken und schwierig in Pflanzkonzepte zu integrieren sein. Auch bei den Farbkombinationen gibt es Auslesen, die nicht zwingend den breiten Massengeschmack zu finden wissen.



'Flourish' bietet ein etwas schlüpfriges Rosa-Aprikot an.

Kultur

Bart-Iris sind sehr robuste, langlebige Stauden, die viele Kulturfehler verzeihen und sich auch von niedrigeren Wildkräutern nicht ernsthaft bedrängen lassen.

Lediglich Staunässe, zumal winterliche, macht der Art zu schaffen und kann zu Ausfällen führen. Den ntürlichsten Habitus erreicht die Mittlere Bart-Iris auf stickstoffärmeren, vollsonnigen und trocken-warmen, feinerdereichen Kalk-Schotterböden.

Die neueren Züchtungen möchten allerdings alle 3 bis 5 Jahre umgepflanzt werden, ihre Blühwilligkeit lässt andernfalls spürbar nach.



'Redward'

Sorten:

blaue Sorten:

violette Sorten:
  • Blue Calico: weiße, blass blauviolett gerandete Blütenblätter
  • Crackles: weiße, kräftig violett gerandete Blütenblätter
  • Redward: blau-violett mit bräunlicher Zeichnung

weiße Sorten:

gelbe Sorten:

lachsfarbene Sorten:

Bilder





Iris_barbata-media_der_kleine_postillon_mittlere_bart-iris
Der Kleine Postillion

Attribute

Lebensform Stauden/Gräser/Farne Blütenfarbe Blütezeit Blattfärbung
Staude
Blütenstauden/-Kräuter
horstartig
30-60 cm Höhe
weiß
hell-gelb
gelb
rot
rosa
violett
hell-blau
blau
bräunlich/schwarz
rosé-weiß
pink
apricot
Mai
blau-grün
Geniessbarkeit/Giftwirkung Duft Wasserhaushalt Lichtansprüche Bodenansprüche
ungiftig
vorhanden
mäßig trocken
frisch
gut drainiert
sommertrocken
vollsonnig
sonnig
stark kalk-/basenreich
mäßig kalk-/basenreich
ph-neutral
kalkarm, leicht sauer
durchlässiger Lehm
Lehm
poröser Schotter
starker Wurzeldruck
kalk-/basenreich
Nährstoffversorgung (N + P) Klima/Frostsicherheit Herkunft BEWERTUNGEN Einsatzbereich
arme Böden
mittlere Böden
frostfreie Lage
sehr wintermilde Lage
Normal- bis winterrauhe Lage
frostarme Lage
ausgeprägte Warmlage
hitzeanfällige Lage
gemäßigte Klimate
wintermilde Lage
Warmlagen
Zuchtform
gut
Gering
Gruppen-Verbands-Pflanze
verträglich
Ländlicher Garten
Mediterraner Garten
Terrassen-/Balkongarten
Repräsentative Gärten
für Pflanzgefäße geeignet
Gründächer
Substratstärke über 15 cm
öffentliches Grün
Grünanlagen hoher Pflegestufe
Rabatte
Handelsgängigkeit Belaubung
Hauptsortiment
sommergrün