Iris barbata-eliator / Hohe Bart-Iris

Iris_barbata-eliator_-accent-_hohe_bart-iris_(2) Familie Iridaceae, Schwertliliengewächse
Pflanzen pro qm 10.00
Wikipedia Iris barbata-eliator

Beschreibung

Herkunft von Iris barbata-eliator

Bei den Hohen Barrt-Iris handelt es sich um eine Hybridgruppe, die aus verschiedenen Iris-Eltern-Arten hervorgegangen ist. Iris barbata-eliator wird schon so lange kultiviert, dass ihre Stammesgeschichte ein ganz eigener Forschungszweig sein könnte.

Die Deutsche Schwertlilie (Iris x germanica) und auch die Florentiner Schwertlilie (Iris x florentina) gehören eigentlich ebenfalls zu den Hohen Bart-Iris, haben aber beide wegen ihrer besonderen historischen Bedeutung ein eigenes Datenblatt bekommen.

Elternarten wie die ebenfalls schon hybridisierte Bleiche Schwertlilie (Iris pallida) stammen aus Süd- und Südosteuropa. Sie wachsen hier in trocken-warmen, (voll-)sonnigen Habitaten. Typisch sind Felswände, exponierte Felsköpfe, Steppenrasen und sonnige Gehölzsäume.

Die Böden sind meist basenreiche, gut drainierte Skelettböden mit geringer bis mäßiger Stickstoffversorgung. Trockenstress und sommerliche Hitze sind ständige Begleiter der Wuchsorte.



Großbestand von Iris barbata-eliator im Halbschatten unter Gehölzen in klassischer Blütenfarbe

Beschreibung

Unter Iris barbata-eliator werden die zwischen 70 und 100 cm hohen und damit hochwüchsigen Iris-Hybriden zusammengefasst. Charakteristisch sind die blau-grünen Schwertblätter und die komplexen Blüten, die in allen erdenklichen Farbtönen und Farbkombinationen auftreten.

Die Blätter entspringen aus einer langsam oberirdisch kriechenden Wurzelknolle. Die Bart-Iris bildet so im Laufe der Zeit imposante Horste. In milden Regionen oder milden Wintern können die Blätter wintergrün erscheinen.



'Rheintraube'

Verwendungshinweise

Iris barbata-eliator ist eine historische Zierstaude, die in traditionellen Gärten ihren festen Platz haben sollte.

So ist sie für Bauerngärten und in Rabatten historischer Ensembles immer eine gute Wahl.

Die älteren Sorten mit wildart-ähnlichem Erscheinungsbild sind schöne Bereicherungen in Kies- und Steppengärten.

Vorsicht ist bei Züchtungen mit gefransten Blütenblättern und sonstigen Sonderformen walten zu lassen. Auch bei den Farbkombinationen gibt es geschmacklich ausgefallene Auslesen. Die Fachgruppe Iris der Gesellschaft der Staudenfreunde hat einige teilweise spektakuläre einfarbige Sorten und mehrfarbige Sorten zusammengetragen.



'Feuervogel'

Kultur

Bart-Iris sind sehr robuste, langlebige Stauden, die fast jeden Kulturfehler verzeihen und sich auch von Wildkräutern nicht ernsthaft bedrängen lassen. Sie können daher sogar in pflegeextensiven öffentlichen Grünanlagen eingesetzt werden.

Den natürlichsten Habitus erreicht die Bart-Iris auf stickstoffarmen, trocken-warmen Kalk-Schotterböden in vollsonnigen Lagen. Die alten Sorten kommen aber auch noch in halbschattigen Lagen befriedigend zur Blüte.

Lediglich Staunässe, zumal winterliche, macht der Art zu schaffen und kann zu Ausfällen führen.

Insbesondere die neueren, oftmals mit doppeltem Chromosomensatz ausgestatten Züchtungen möchten alle 3 bis 5 Jahre umgepflanzt werden und benötigen unbedingt sonnige Standorte, ihre Blühwilligkeit lässt andernfalls spürbar nach. Für alte Sorten gilt dies nicht.

Auf etwas nahrhafteren Standorten kommen einige der alten Sorten zu einer zweiten Blüte im Spätsommer.



'Blue Saphire'

Sorten:

blaue Sorten:
  • Allegiance: einfarbig nacht-blau
  • Beate: weiß und verwaschen mittel-violett-blau, GdS-Silbermedaille 2014
  • Blue Saphire: einfarbig verwaschen hell-blau
  • Blue Zenith: einfarbig hell-blau
  • Chivary: einfarbig mittel-blau
  • Corrida: hell-blau mit leichtem Violettstich
  • Heaven Hill: sehr hell hellblau und verwaschen blass-violett-blau, GdS-Goldmedaille 2013
  • Marine Wave: einfarbig Mittelblau mit zartem Violettstich
  • Pollux: einfarbig mittelblau
  • Rheintochter: hellblau und dunkel-blau
  • Rheintraube: hellblau und mittel-violett-blau

violette Sorten:

weiße Sorten:
  • Anke: einfarbig weiß, auffällig gekräuselte Krone und leuchtend dotter-gelbe Staubgefäße, GdS-Silbermedaille 2015
  • Cliffs of Dover: rein-weiß
  • Lugano: einfarbig weiß, zweite, schwächere Nachblüte im Frühherbst möglich
  • Schneefemer: rein-weiß mit hell-gelbem Grund
  • Toelleturm: weiß und dunkel-braun-violett mit ausgeprägter Zeichnung
  • Tranquility: rein weiß
  • White Knight: rein weiß

gelbe Sorten:

orangene Sorten:

lachsfarbene Sorten:

rote Sorten:
  • Tanja: einfarbig kräftig violett-rot, GdS-Goldmedaille 2015


'Green Quest'

Bilder





Iris_barbata-eliator_-accent-_hohe_bart-iris_(2)
Accent

Attribute

Lebensform Stauden/Gräser/Farne Blütenfarbe Blütezeit Blattfärbung
Staude
Blütenstauden/-Kräuter
horstartig
60-100 cm Höhe
gelblich-grün
weiß
hell-gelb
gelb
orange
rot
rosa
violett
hell-blau
blau
bräunlich/schwarz
rosé-weiß
apricot
Juni
blau-grün
Geniessbarkeit/Giftwirkung Duft Wasserhaushalt Lichtansprüche Bodenansprüche
ungiftig
vorhanden
mäßig trocken
frisch
gut drainiert
sommertrocken
vollsonnig
sonnig
stark kalk-/basenreich
mäßig kalk-/basenreich
ph-neutral
kalkarm, leicht sauer
(lehmiger/humoser) Sand
durchlässiger Lehm
Lehm
poröser Schotter
starker Wurzeldruck
kalk-/basenreich
Nährstoffversorgung (N + P) Klima/Frostsicherheit Herkunft BEWERTUNGEN Einsatzbereich
arme Böden
mittlere Böden
reiche Böden
frostfreie Lage
sehr wintermilde Lage
Normal- bis winterrauhe Lage
frostarme Lage
ausgeprägte Warmlage
hitzeanfällige Lage
gemäßigte Klimate
subtropische Klimate
wintermilde Lage
Warmlagen
Zuchtform
gut
Gering
Gruppen-Verbands-Pflanze
verträglich
Ländlicher Garten
Terrassen-/Balkongarten
Repräsentative Gärten
Steppenpflanzung
für Pflanzgefäße geeignet
Gründächer
Substratstärke über 15 cm
öffentliches Grün
Straßenbegleitgrün
Grünanlagen geringer Pflegestufe
Grünanlagen hoher Pflegestufe
Rabatte
Handelsgängigkeit Belaubung Lebensbereich
Hauptsortiment
sommergrün
Felssteppen
Steppen
Gehölzrand/Staudenfluren