Hemerocallis-Hybride // Taglilie

Familie Xanthorrhoeaceae, Grasbaumgewächse
Pflanzen pro qm 5.00
Wikipedia Hemerocallis-Hybride

Beschreibung

Herkunft der Hemerocallis-Hybride: Die Elternarten der Taglilien-Zuchtformen stammen überwiegend aus China und Japan. Wichtige Elternarten sind v.a. Hemerocallis fulva oder auch Hemerocallis esculenta.

Die asiatischen Hemerocallis-Arten wachsen in frischen, nährstoffreicheren Waldrändern und ruderalen Standorten.



Hemerocallis-Hybride am Schmiede-Zaun in ländlicher Idylle

Beschreibung

Taglilien bilden bis 100 cm hohe, sommergrüne, in Sorten auch mehr oder weniger wintergrüne Horste, die sich mit kurzen Ausläufern langsam ausbreiten.

Die Blütenfarben reichen von Weiß (selten) und Gelb über Orange zur Rot und Brauntönen. Echtes Rosa und echtes Violett sowie alle Blautöne fehlen. Die Blüten erscheinen von Ende Juni bis August. Die einzelne Blüte vergeht noch am Abend ihres morgendlichen Aufblühens. Vereinzelt treten duftende Auslesen auf, diese sind aber die Ausnahme.



Flächige Hangbepflanzung. Im Vordergrund ist farblich korrespondierend Imperata cylindrica 'Red Baron' zu erkennen.

Die Vielfalt der Sorten ist unüberschaubar. Die Kategorisierung des Überflusses erfolgt anhand der unterschiedlichen Blütenformen. Neben der wildformartigen "Einfachen Blüten" gibt es fünf weitere Kategorien:
  1. Gefüllte Blüten weisen mehr Blütenblätter als die Wildform mit ihren sechs Blütenblättern auf
  2. Spider-Blüten zeichnen sich durch auffällig schlanke Blütenblätter aus, deren Verhältnis von Länge zu Breite mindestens 5:1 beträgt. Die Blüte erinnert damit eine Spinnenform
  3. Spiderförmige Blüten erreichen das Länge-Breitenverhältnis von 5:1 nicht, liegen aber oberhalb von 4:1. Nicht alle Händler differrenzieren diese Form gesondert.
  4. Sternförmige Blüten haben ebenfalls recht schmale Blütenblätter, die zudem spitz zulaufen
  5. Ungewöhnliche Formen (Ufo) versammeln alle Blütenarten, die sich keiner der anderen fünf Kategorien zuordnen lassen.
'Suzy Wong' vor silber-grauem Artemisia absinthium

Mitunter wird die Sortenvielfalt der Normalformen anhand der Blütengröße nochmals unterkategorisiert, was aber ein etwas schwammiges Ordnungskriterium ist.
 
Für die Größenentwicklung bzw. Wuchskraft spielt außerdem der Chromosomensatz eine Rolle. Ein doppelter Chromosomensatz ist die Ausgangsbasis, die sich aber auch bei Hybridisierungen vervielfachen kann.
 
'Berlin Red Velvet' mit Veronicastrum virginicum 'Diana'

Verwendungshinweise

Die Zuchtformen der Taglilie werden in Privatgärten und Zierrabatten häufig verwendet. Es ist daher nicht ganz einfach, inspirierende Momente mit ihnen zu kreieren, so dass ein Einsatz abgewogen werden sollte.

Das Laub beginnt v.a. auf sommertrockeneren Standorten schon im Spätsommer zu vergilben und zieht früh ein. Die Flächen sind daher die Hälfte des Jahres ohne Zierwert. Auch die abgeblühten Blütenstände sind unansehnlich und werden idealerweise beseitigt.

Dafür ist der hellgrüne Austrieb im Frühling ansprechend. Sinnvollerweise streut man daher z.B. kräftige Horstgräser - wintergrün oder mit guter Winterstruktur - in Hemerocallis-Flächen ein. Klassische Begleiter für alle Farbvariationen sind z.B. Calamagrostis x acutiflora oder an (voll-)sonnigen Standorten Artemisia absinthium 'Lambrook Silver'. Gerne kombiniert wird auch die anpassungsfähige, aber sehr kurzlebige Verbena bonariensis.



Sorten mit getrennt-zweifarbigen Blüten wie 'Frans Hals' sorgen für Aufmerksamkeit.

Kultur

Taglilien zeichnen sich durch ihre prinzipielle Pflegeleichtigkeit aus. Auf frischen, normalen Gartenböden in halbschattigen Lagen überstehen sie kurze Trockenphasen problemlos und unterdrücken das Aufkommen von Wildkräutern meist erfolgreich.

Sie sind duldsamer gegenüber anderen Begleitstauden als z.B. Hemerocallis fulva. Staunässe macht den Hybriden zu schaffen.

In Großbeständen muss man mit dem Aufkommen der Hemerocallis-Gallwespe rechnen, die die Blütenknospen befällt. Will man den Bestand dennoch blühen sehen, müssen befallene Knospen mühselig beseitigt werden.

Die Sorten fallen in der Regel unregelmäßig aus Samen. Für sortenreine Vermehrung ist daher nur die Teilung der Horste zuverlässig geeignet.



'Bitsy' im naturhaftem Einsatz am Gehölzrand

Sorten:

weiße Blüte
  • Gentle Shepard: grünliches Creme-Weiß, UFO

gelbe Blüte
  • Bel: hell zitronen-gelb
  • Felice: orange-gelb, spiderförmig
  • Gold Dust: dottergelb
  • Helios: dottergelb, sternförmig
  • Hyperion: schwefel-gelbe Blüte
  • Luteola: gold-gelbe Blüte
  • Maikönigin: zitronen-gelbe, frühe Blüte
  • Mary Todt: orange-gelb, drei zurückgebogene Blütenblätter, UFO
  • Pardon Me: kräftig dottergelb mit trichterförmigen, zurückgebogenen Blüten, UFO
  • Spectacular: blass créme-gelbe Blüte mit brauner Zeichnung
  • Suzie Wong: zitronengelb

apricot Blüte

orange Blüte

rote Blüte
  • Anneliese: braun-rot, UFO
  • Arriba: braun-rot
  • Bess Ross: bräunlich feuer-rot
  • Bitsy: kräftig brau-rot
  • Mable Fuller: leuchtend braun-rot mit orangenem Zentrum, spiderförmig
  • Red Rum: gedeckt weinrot mit hellem Mittelstreifen, tellerförmige Blüte (UFO)
  • Regal Air: tief braun-rot
  • Sammy Russel: leuchtend braun-rot mit orangener, sternförmig auslaufender Mitte

braune Blüte



Vitaler, ausgesprochen blühfreudiger Bestand von 'Luteola'

Bilder






Arriba



Anneliese



Arthur Vincent



Atlas



Azor



Bed of Roses



Bel



Berlin Bright Red



Berlin Red Velvet



Bess Ross



Bitsy



Bitsy



Brunettel



Burning Daylight



Burning Daylight



Crimson Pirate



Dead Ringer



Ed Murray



Felice



Fooled Me



Frans Hals



Frans Hals



Glow



Gold Dust



Golden Hours



Helen Smith



Helios



Helle Berlinerin



Hyperion



Hyperion



Invictus



Jean



Jean



Lavender Flight



Little Grappette



Luteola



Luteola



Mabel Fuller



Margaret Perry



Mary Todt



Mauna Loa



Mildred Mitchell



Mrs. Hugh Johnson



Orient



Pardon Me



Perlmutt



Pixie Parasol



Pixie Parasol



Plena



Prophet



Rajah



Red Rum



Regal Air



Sammy Russel



Satin Glass



Shining Plumage



Spectacular



Stern von Rio



Strawberry Candy



Summer Interlude



Suzie Wong



Thornwell Kleb









Attribute

Lebensform Stauden/Gräser/Farne Blütenfarbe Blütezeit Blattfärbung
Staude
Blütenstauden/-Kräuter
horstartig
60-100 cm Höhe
hell-gelb
gelb
orange
rot
rosa
bräunlich/schwarz
apricot
Juli
grün
hellgrün
Geniessbarkeit/Giftwirkung Duft Wasserhaushalt Lichtansprüche Bodenansprüche
ungiftig
unbedeutend
mäßig trocken
frisch
gut drainiert
feucht
sonnig
halbschattig
absonnig
mäßig kalk-/basenreich
ph-neutral
kalkarm, leicht sauer
kalkfrei, sauer
durchlässiger Lehm
Lehm
humos
poröser Schotter
kalk-/basenreich
Nährstoffversorgung (N + P) Klima/Frostsicherheit Herkunft BEWERTUNGEN Einsatzbereich
mittlere Böden
reiche Böden
sehr wintermilde Lage
Normal- bis winterrauhe Lage
frostarme Lage
gemäßigte Klimate
subtropische Klimate
wintermilde Lage
Warmlagen
Zuchtform
befriedigend
Gering
Gruppen-Verbands-Pflanze
verträglich
Repräsentative Gärten
öffentliches Grün
Grünanlagen geringer Pflegestufe
Grünanlagen hoher Pflegestufe
Rabatte
Handelsgängigkeit Belaubung Lebensbereich
Hauptsortiment
sommergrün
Gehölzrand/Staudenfluren