Gillenia trifoliata / Nördliche Dreiblattspiere

Gillenia_trifoliata_n%c3%b6rdliche_dreiblattspiere_11 Familie Rosaceae, Rosengewächse
Pflanzen pro qm 6.00
Wikipedia Gillenia trifoliata
Verbreitungskarte Verbreitungskarte

Beschreibung

Naturstandort von Gillenia trifoliata (Nördliche Dreiblattspiere ): Gillenia trifoliata wächst in Bergwäldern des östlichen Nordamerikas auf halbschattigen bis licht-schattigen Lichtungen und Waldinnenrändern.

Die Nördliche Dreiblattspiere bevorzugt frische, neutrale bis saure, humus- und stickstoffreichere Böden. Die Dreiblattspiere ist allerdings tolerant gegenüber kalkhaltigem Untergrund.



Gillenia trifoliata hat in waldartigen Situationen die interessantesten Auftritte.

Beschreibung

Gillenia trifoliata ist sommergrün und wird 60 bis 80, im Alter und unter optimalen Bedingungen auch über 130 cm hoch. Sie wächst locker horstig mit verholzenden Basistrieben. Der Habitus erinnert auf den ersten Blick eher an einen Kleinstrauch denn an eine Staude.

Der Frühjahrsaustrieb ist bei älteren Exemplaren bronze bis rötlich.

Ungewöhnlich sind die zarten, rein-weißen, teilweise auch zart-rosa überlaufenden Blüten, die von Mitte Juni bis Anfang August erscheinen. Durch den rötlich-braunen Kelch und Blütenstiel wirken die Kronblätter wie freischwebend. Mit dem Fall der Kronblätter verfärben sich die länger haftenden Kelchblätter leuchtend rot.



Exemplar mit einsetzender Herbstfärbung im alten Botanischen Garten Potsdam

Das Herbstlaub verfärbt sich an etablierten Exemplaren ebenfalls zierend orange-rot, je sonniger die Standorte, desto ausgeprägter.

Sehr ähnlich ist die zartere Gillenia stipulata (Südliche Dreiblattspiere) mit ähnlichen Ansprüchen. Sie ist allerdings selten im Handel.

Verwendungshinweise

Die Dreiblattspiere wird noch nicht allzu oft verwendet und ist eine gute Wahl für dauerhaft frische, halbschattige bis licht schattige Lagen an Gehölzrändern oder im kühlen Schatten von Mauern und Gebäudeteilen. Wer im Jahresverlauf solche Stellen mit weißen Blüten aufhellen möchte, fände z.B. einen schönen Ablauf mit Holunderblättrigem Schaublatt (Rodgersia sambucifolia) im Mai, gefolgt von der Dreiblattspiere und der Oktober-Silberkerze (Actaea simplex). Deren gelbes Herbstlaub ergänzt sich zudem schön mit den herbstlichen Rottönen der Dreiblattspiere.

Die ungewöhnliche Blütenform drängt sich auch für einen Einsatz in exotischen/asiatischen Gestaltungsansätzen. Der schleierartige Blütenflor stellt hier zusammen mit wintergrünen Waldgräsern wie der beliebten Japan-Segge (Carex morrowii) ein ansprechendes Bindeglied zwischen kräftigen und großblättrigen Stauden wie der Glocken-Funkie (Hosta ventricosa) oder dem Tafelblatt (Astilboides tabularis) dar.

Die Nördliche Dreiblattspiere ist sogar eine interessante Option für größere, gemischt mit Wald-Gräsern und/oder Farnen bepflanzte Kübel. Im Winter sollten diese aber geschützt stehen.

Generell muss man Geduld mitbringen, da erst mit den Jahren kräftige, optisch wirklich überzeugende Exemplare entstehen.

Bei ausreichend Bodenfeuchte entwickelt sich die Art in sonnigen Lagen deutlich üppiger als in verschatteten Situationen. Sie muss sich dann tatsächlich nicht vor den anderen Prachtstauden in Rabatten und klassischen Border-Situationen verstecken. Dennoch, in waldartigen Situationen wirkt sie geheimnisvoller.



An sonnigen Standorten wird das Herbst-Rot besonders farbintensiv.

Kultur

Gillenia trifoliata ist eine langlebige Staude, die sich am Besten entwickelt, wenn sie jahrelang am selben Standort verbleiben kann und nicht umgesetzt wird.

Ältere, etablierte Exemplarte sind dann recht pflegeleicht. Aber auch Jungpflanzen erreichen mit hoher Zuverlässigkeit mit zwei bis drei Trieben noch im Jahr der Pflanzung Wuchshöhen von 50 cm, so dass sie sich in Neuanlagen auch zwischen mittelhohen Waldgräsern von Anfang an gut behaupten können.

Staunässe und Trockenphasen bekommen der Art nicht.

Die Vermehrung ist effektiv über Kopfstecklinge ab dem Frühsommer möglich. Vom Spätsommer bis Frühherbst kann man auch die ausgereiften Triebe in kurze Teilstücke unterteilen und bewurzeln lassen.

Sorten:
  • Pink Profusion: zart-rosa Blüten mit purpur-roten Knospen und mit der Blütezeit rötlich anlaufende Blätter, benötigt etwas Aufmerksamkeit in den ersten 2-3 Standjahren

Bilder





Gillenia_trifoliata_n%c3%b6rdliche_dreiblattspiere_11

Attribute

Lebensform Stauden/Gräser/Farne Blütenfarbe Blütezeit Blattfärbung
Staude
Blütenstauden/-Kräuter
horstartig
60-100 cm Höhe
weiß
rosé-weiß
Juli
grün
zierende Herbstfärbung
Zierwert Frucht Duft Wasserhaushalt Lichtansprüche Bodenansprüche
zierend/strukturstark
unbedeutend
frisch
gut drainiert
nicht austrocknend
halbschattig
sommerlich schattig
absonnig
ph-neutral
kalkarm, leicht sauer
kalkfrei, sauer
durchlässiger Lehm
Lehm
humos
starker Wurzeldruck
Nährstoffversorgung (N + P) Klima/Frostsicherheit Herkunft BEWERTUNGEN Einsatzbereich
mittlere Böden
reiche Böden
sehr wintermilde Lage
Normal- bis winterrauhe Lage
frostarme Lage
ausgeprägte Warmlage
luftfeuchte und/oder kühle Lagen
gemäßigte Klimate
wintermilde Lage
Warmlagen
Amerika
Nordamerika
gut
Mittel
Gruppen-Verbands-Pflanze
verträglich
Asiatisch-Exotischer Garten
Mediterraner Garten
Terrassen-/Balkongarten
Repräsentative Gärten
Waldgarten
für Pflanzgefäße geeignet
Rabatte
Handelsgängigkeit Belaubung Lebensbereich
Hauptsortiment
sommergrün
Gehölz/Wald
Gehölzrand/Staudenfluren