Geranium maculatum / Gefleckter Storchschnabel

Geranium_maculatum_gefleckter_storchschnabel_11 Familie Geraniaceae, Storchschnabelgewächse
Pflanzen pro qm 6.00
Verbreitungskarte Verbreitungskarte

Beschreibung

Naturstandort von Geranium maculatum

Der Gefleckte Storchschnabel stammt aus der Osthälfte der USA und Kanadas. Er wächst dort in einer Vielzahl von Habitaten wie Gebüsch- und Waldrändern, ungestörten Staudensäumen und extensiven Wiesen.

Im Unterstand von Eichen-Tulpenbaumwäldern entstehen oft flächige Kolonien, die von kräftigen Waldstauden wie Traubige Silberkerze (Actaea racemosa) und Farnen wie Polystichum acrostichoides begleitet werden.

Geranium maculatum bevorzugt dauerhaft frische, mäßig alkalische bis schwach saure, humose Lehmböden. Die Substrate sind mäßig nahrhaft bis nahrhahft.



Geranium maculatum am lichten Gehölzrand

Beschreibung

Der gefleckte Storschnabel bildet 50 bis 60 cm hohe, sommergrüne Horste mit dichtem, fast kissenartigem Laub. Die Art ist wuchskräftig und wächst mit zunehmendem Alter duch unterirdische Rhizome stark in die Breite, so dass die einzelnen Horste ineinanderwachsen und flächendeckende Qualitäten entwickeln.

Der meist reiche Blütenflor erscheint von Juli bis Ende August. Die Blüten sind überwiegend rosa, es gibt aber auch weiße und dunkel-rosa Formen.

Im Herbst verfärbt sich das Laub an sonnigeren Standorten unregelmäßig, zeitlich versetzt zu orangenen und roten Tönen.

Kraut und Wurzel entfalten blutstillende und die Wundheilung fördernde Wirkungen bei äußerlicher Anwendung.

Verwendungshinweise

Geranium maculatum wird in Mitteleruopa eher selten gärtnerisch verwendet und seltener gehandelt. In den USA hat er eine ähnliche Rolle wie in Mitteleuropa der Prächtige Storchschnabel (Geranium x magnificum). Letzterer gilt allerdings als zuverlässiger vital und ist oft auch blühfreudiger. Insofern bietet sich Geranium maculatum vorrangig als Alternative an, wenn es rosa oder weiße Blütenfarben sein sollen.

Geranium maculatum ist dann eine gute Art für sonnige bis licht schattige Staudensäume vor Gehölzen und unter Bäumen, für Rabatten und Rosenbeete und generell zur traditionellen Unterpflanzung von kleineren Blütengehölzen wie Hibiscus (Hibiscus syriacus) oder Sommerflieder (Buddleja davidii).

Verwendet man ihn großflächig, entstehen im Winterhalbjahr natürlich auch große Kahlflächen. Theoretisch ließe sich dies elegant mit Hilfe einiger eingestreuter, kräftiger, wintergrüner Farne wie dem Nepal-Schwarzschuppenfarn (Dryopteris wallichiana) beheben. Leider benötigen diese einige Jahre Entwicklungsvorsprung, um in Neupflanzungen mit Geranium maculatum nicht unterzugehen. Alternativ könnte man die unverwüstliche Wald-Segge (Carex sylvatica) unterpflanzen. 



Insbesondere auf frischen und sonnigen Standorten kann auch Geranium maculatum sehr eindrucksvolle Blütenmeere entwickeln.

Kultur

Die Art gedeiht auf allen normalen Gartenböden. Ganz Kurze Trockenphasen schaden etablierten Exemplaren nicht, vitaler ist sie aber ganz ohne Trockenstress.

Nach der Etablierung ist Geranium maculatum von Wildkräutern kaum zu bedrängen. Eine Vergesellschaftung mit zarten Stauden ist nicht dauerhaft möglich.

An zusagenden Standorten samt er sich aus, wird dabei aber nicht lästig, zumal die einzelnden Pflanzen nicht sonderlich langlebig sind.

Ein Rückschnitt des verblühenden Flors verlängert die Blühphase bis in den September. Der sommerliche Rückschnitt des Laubes führt allerdings weniger freudig zu ansehnlichem Neuaustrieb, als bei anderen Gattungsvertretern.

Sorten:
  • Album: gute Sorte, weiße Blüte, reichblütig, 45 cm hoch
  • Chatto: gute Sorte, zart-rosa Blüte, reichblütig, 50 cm hoch
  • Espresso: hell-rosa Blüte, kaffee-braunes Laub, in schattigen Lagen vergrünend, 45 cm hoch
  • Vicky Lynn: Liebhabersorte, zart violett-rosa Blüte, reichblütig, 40-45 cm hoch, höchstens mäßig vital

Bewertungen auf Basis der Sortimentssichtung des Arbeitskreises Staudensichtung

Bilder





Geranium_maculatum_gefleckter_storchschnabel_11

Attribute

Lebensform Stauden/Gräser/Farne Blütenfarbe Blütezeit Blattfärbung
Staude
Blütenstauden/-Kräuter
flächendeckend
horstartig
30-60 cm Höhe
weiß
rosa
rosé-weiß
Juli
grün
zierende Herbstfärbung
bräunlich
Geniessbarkeit/Giftwirkung Duft Wasserhaushalt Lichtansprüche Bodenansprüche
ungiftig
unbedeutend
frisch
sonnig
halbschattig
sommerlich schattig
absonnig
mäßig kalk-/basenreich
ph-neutral
kalkarm, leicht sauer
(lehmiger/humoser) Sand
durchlässiger Lehm
Lehm
Ton
humos
poröser Schotter
starker Wurzeldruck
keine Bodenverdichtung
kalk-/basenreich
Nährstoffversorgung (N + P) Klima/Frostsicherheit Herkunft BEWERTUNGEN Einsatzbereich
mittlere Böden
reiche Böden
sehr wintermilde Lage
Normal- bis winterrauhe Lage
frostarme Lage
ausgeprägte Warmlage
gemäßigte Klimate
wintermilde Lage
Warmlagen
Amerika
Nordamerika
befriedigend
Gering
Gruppen-Verbands-Pflanze
Ländlicher Garten
Repräsentative Gärten
Waldgarten
öffentliches Grün
Grünanlagen hoher Pflegestufe
Rabatte
Wiese/Prärie
Handelsgängigkeit Belaubung Lebensbereich
Nebensortiment
sommergrün
Gehölz/Wald
Gehölzrand/Staudenfluren