Eleocharis palustris / Gemeine Sumpfbinse

Eleocharis_palustris_gemeine_sumpfbinse_11 Familie Cyperaceae, Sauergräser
Pflanzen pro qm 6.00
Wikipedia Eleocharis palustris
Verbreitungskarte Verbreitungskarte

Beschreibung

Naturstandort von Eleocharis palustris: Die Gemeine Sumpfbinse ist mit einer Reihe von Unterarten auf der gesamten Nordhalbkugel von den submediterranen bis in die borealen Breiten heimisch.

Auch in Deutschland ist der Sumpfbinsen-Artenschwarm in allen Naturräumen vertreten und überwiegend auch häufig. In der Schweiz ist sie im Jura und Mittelland sowie im Wallis und den grßen Alpentälern stetig. In den Hochalpen fehlen die Sumpfbinsen.



Die Gemeine Sumpfbinse hälts sich in Großröhrichten v.a. an gestörten Standorten wie Badestellen.

Eleocharis palustris ist eine Kennart der Röhrichte und benötigt nasse, oft auch flach überflutete Standorte in sonnigen Lagen. Vom Uferrand dringt die Art bis in etwa 20 cm Wassertiefe vor.

An die Bodeneigenschaften stellt die Art keine besonderen Ansprüche und gedeiht auf armen bis stickstoffreichen, basenreichen bis sauren Substraten gleichermaßen.

Im Umfeld von Großröhrichten und Seggenrieden ist die Gemeine Sumpfbinse auf regelmäßig gestörte Standorte angewiesen, in denen Schilfrohr und Großseggen nicht zur Dominanz gelangen können.

Ökologische Zeigerwerte nach ELLENBERG (1992)  ... zur Legende
Licht (8)  Temperatur (-)  Kontinentalität (-)  Feuchte (10)  Reaktion (-)  Stickstoff (?)

Beschreibung

Eleocharis palustris wird je nach Stickstoffreichtum des Standortes zwischen 15 und 70 cm hoch.

Die Gemeine Sumpfbinse bildet durch zahlreiche und wüchsige Ausläufer zügig lockere, wintergrüne Rasen aus unverzweigten Halmen.

Die dunkel-braunen Blütenstände erscheinen ab Anfang Mai an den Triebspitzen. Sie haben nur während der wenige Tage währenden Phase einen gewissen Zierwert, in denen die weißlichen Staubfäden erscheinen. Die Samenstände verbleiben noch den ganzen Sommer als dunkel-braune Spitzen auf den Trieben.

Verwendungshinweise

Die Gemeine Sumpfbinse ist eine sehr zurückhaltende Erscheinung. Ihr Zierwert erschließt sich erst in größeren Teichanlagen mit ausgedehnten Flachwasserbereichen. Die feine Grafik der Halme sorgt für ruhige, betont naturhafte Anmutungen im Übergansbereich von Land und Wasser.

Trotz des ausgeprägten Ausbreitungsdrangs ist Eleocharis palustris gegenüber allen nicht allzu zarten Sumpfpflanzen tolerant. Sie kann daher auch als Matrix für artenreichere, dynamische Flachwasserzonen gute Dienste leisten. Aus natürlichen Röhrichten bieten sich einige interessante Partner an, darunter insbesondere Calla palustris, Hippuris vulgaris, Carex elata, Butomus umbellatus, Caltha palustris oder Lythrum salicaria.

Für kleine Anlagen wird man sicherlich auf Sumpfpflanzen mit offenkundigeren optischen Qualitäten setzen.



Die Staubfäden verleihen den Blüten für einige Tage einen gewissen Zierwert.

Kultur

Auf sonnigen und nassen bis flach überstauten Standorten ist die Art gänzlich pflegefrei zu kultivieren, solange sie nicht mit wuchernden Röhrichtarten kombiniert wird.

An die sonstigen Standortparameter werden keine relevanten Anforderungen gestellt.

Bilder





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Attribute

Lebensform Stauden/Gräser/Farne Blütenfarbe Blattfärbung Geniessbarkeit/Giftwirkung
Staude
Gras
Wasserpflanze
Aufragend
flächendeckend
30-60 cm Höhe
gelblich-grün
bräunlich/schwarz
grün
ungiftig
Duft Wasserhaushalt Lichtansprüche Bodenansprüche Nährstoffversorgung (N + P)
unbedeutend
wechselfeucht
nass
offenes Wasser
vollsonnig
sonnig
mäßig kalk-/basenreich
ph-neutral
kalkarm, leicht sauer
kalkfrei, sauer
(lehmiger/humoser) Sand
durchlässiger Lehm
Lehm
Ton
kalk-/basenreich
arme Böden
mittlere Böden
reiche Böden
Klima/Frostsicherheit Herkunft BEWERTUNGEN Gewässer/Gewässerrand Moore und Sümpfe
sehr wintermilde Lage
Normal- bis winterrauhe Lage
frostarme Lage
ausgeprägte Warmlage
hitzeanfällige Lage
luftfeuchte und/oder kühle Lagen
gemäßigte Klimate
wintermilde Lage
Warmlagen
Europa
Tiefland
Mittelgebirge (montan)
alpin
Nordeuropa
Mitteleuropa
Südeuropa
Süd-Osteuropa
Osteuropa/Kaukasus
Hügelland (collin)
Asien
Ostasien/China/Mandschurei
Japan/Korea/Sachalin/Taiwan
Sibirien
Zentral-Asien
Amerika
Nordamerika
befriedigend
Sehr gering
strukturbildende Matrixpflanze
verträglich
Stillgewässer
Kalkreich
Oligotroph
Mesotroph
Nährstoffreich
Fliessgewässer
Quellfluren
Bäche
Niedermoore
Großröhrichte
Großseggenriede
Kleinseggenriede
Wiesen Einsatzbereich Handelsgängigkeit Belaubung Lebensbereich
Nasswiesen
Asiatisch-Exotischer Garten
Mediterraner Garten
Wassergarten
Hauptsortiment
winter-/immergrün
Freiwasser
Wasserrand/Sumpf