Pontechium maculatum (Echium russicum) // Russischer Natternkopf

Familie Boraginaceae, Raublattgewächse
Pflanzen pro qm 8.00
Wikipedia Pontechium maculatum (Echium russicum)
Verbreitungskarte Verbreitungskarte

Beschreibung

Naturstandort von Pontechium maculatum

Das Verbreitungsgebiet des Russischen Natternkopf erstreckt sich vom östlichen Mitteleuropa bis Russland und über den Balkan bis nach Kleinasien.

Pontechium maculatum besiedelt vergleichbare Habitate wie die heimische Gemeine Natternzunge (Echium vulgare). Typische Standorte sind Salbei-Glatthafer-Wiesen, Halbtrockenrasen und Steppenrasen, Südränder lichter Kiefernwälder und (ruderale) Schotterfluren.

Bevorzugt werden vollsonnige bis sonnige Lagen. An die Bodeneigenschaften stellt die Art keine besonderen Anforderungen, wird in der Natur aber aufgrund ihrer Kurzlebigkeit und Versamungsfreudigkeit auf Stressstandorte durch sommerliche Trockenheit oder wiederkehrende Bodenverletzungen verdrängt.



Pontechium maculatum Ton in Ton mit Knautia macedonica

Beschreibung

Der Russische Natternkopf ist eine Zweijährige bzw. sehr kurzlebige Staude, die nach der Blüte abstirbt. Sie überwintert mit einer wintergrünen Rosette.

Der Blütenstand erscheint in der Regel im zweiten Jahr. Wird er frühzeitig vor der Samenreife entfernt, entstehen Tochterrosetten, die im Folgejahr blühen.

Der walzenartige Blütenstand erreicht unter Normalbedingungen etwa 50 bis 70 cm Höhe und erscheint im Mai/Juni. Die Einzelblüten sind zunächst rot und wechseln im Verblühen zu bläulich-violetten Tönen.

Verwendungshinweise

Pontechium maculatum variiert das Bild des in seinem Gartenwert unterschätzten Echium vulgare mit dem Vorteil, weniger mit gestörten Plätzen in Verbindung gebracht zu werden. Die Blütenfarbe ist sehr ungewöhnlich, ohne zu deutlich den artifiziellen Duktus zu entfalten, dem rote Blüten oft anhaften.

Er ist daher eine schöne Option insbesondere für steppenartige Wiesen und naturhafte Staudensäume entlang von Wegen etc. Sehr elegant wirkt es, wenn sich die Blütenkerzen in lockeren Gruppen im Mai über eine Matrix halbhoher Gräser erheben. Gut geeignet sind dafür insbesondere Federgräser wie Stipa capillata oder Stipa pulcherrima.

Auch Kombinationen mit silberlaubigen Stauden wie Artemisia ludoviciana, Artemisia pontica oder Artemisia absinthium 'Silver Frost' sind überzeugend. Hier passt insbesondere der Blaustrahlhafer mit seinen eleganten, zeitgleich mit den Blüten des Russischen Natternkopf erscheinenden Rispen in die Szenerie.

In ländlichen Gärten entfaltet er eine romantisierende Wirkung in Staudenrabatten.



Die Blütenfarbe wandelt sich von Rot zu Blau-Violett.

Kultur

Im zweiten Standjahr benötigt der Russische Natternkopf praktisch keine gärtnerische Unterstützung, ist er doch aufgrund seiner tiefreichenden Pfahlwurzel sehr trockenheitsresistent. Allerdings sind seine Bestände aufgrund der Kurzlebigkeit der Individuen zumindest außerhalb trocken-warmer Standorte nur unter tätiger Mithilfe des Gärtners länger zu erhalten.

Die Art gedeiht auch auf nahrhaften und frischen Standorten und entwickelt sich hier sogar zu sehr üppigen Exemplaren mit bis zu 150 cm hohen Blütenständen. Lediglich Staunässe behagt ihr nicht.

Im Handel ist sie nicht immer sicher erhältlich, bei größeren Neuanlagen empfiehlt sich auch die Aussaat.

Bilder












Attribute

Lebensform Stauden/Gräser/Farne Blütenfarbe Blütezeit Blattfärbung
zweijährig
Staude
Blütenstauden/-Kräuter
horstartig
30-60 cm Höhe
60-100 cm Höhe
rot
Juni
grau-grün
Geniessbarkeit/Giftwirkung Duft Wasserhaushalt Lichtansprüche Bodenansprüche
ungiftig
unbedeutend
trocken
mäßig trocken
gut drainiert
sommertrocken
vollsonnig
sonnig
stark kalk-/basenreich
mäßig kalk-/basenreich
ph-neutral
kalkarm, leicht sauer
(lehmiger/humoser) Sand
durchlässiger Lehm
poröser Schotter
kalk-/basenreich
Nährstoffversorgung (N + P) Klima/Frostsicherheit Herkunft BEWERTUNGEN Trockenrasen
arme Böden
mittlere Böden
reiche Böden
sehr wintermilde Lage
Normal- bis winterrauhe Lage
frostarme Lage
ausgeprägte Warmlage
hitzeanfällige Lage
gemäßigte Klimate
wintermilde Lage
Warmlagen
Europa
Kontinentaler Verbreitungsschwerpunkt
Tiefland
Mittelgebirge (montan)
Mitteleuropa
Süd-Osteuropa
Osteuropa/Kaukasus
Hügelland (collin)
Asien
Kleinasien
gut
Mittel
Gruppen-Verbands-Pflanze
verträglich
Steppenrasen
Submediterrane Halbtrockenrasen
Staudenfluren Zwergstrauchheiden und Nadelgebüsche Gebüsche Einsatzbereich Handelsgängigkeit
Staudenfluren trockenwarmer Standorte
Wacholdergebüsche
Wärmeliebende Trocken-Gebüsche
Ländlicher Garten
Mediterraner Garten
Repräsentative Gärten
Steppenpflanzung
Rabatte
Insektenweide
Wiese/Prärie
Nebensortiment
Belaubung Lebensbereich
zierende Winterstruktur
Felssteppen
Steppen
Gehölzrand/Staudenfluren