Clematis heracleifolia // Davias Waldrebe

Familie Ranunculaceae, Hahnenfußgewächse
Pflanzen pro qm 4.00
Verbreitungskarte Verbreitungskarte

Beschreibung

Naturstandort von Clematis heracleifolia

Davias Waldrebe kommt in weiten Teilen Chinas, der Mongolei und der Koreanischen Halbinsel vom Hügelland bis in die montane Vegetationsstufe vor.

Davias Waldrebe wächst in Waldlichtungen und Gebüschen auf dauerfrischen bis sickerfeuchten, skelettreich-humosen Lehmböden in sonnigen bis halbschattigen, dennoch luftfeuchten Standorten.

Die Substrate sind mehr oder weniger nahrhaft und neutral.

Clematis heracleifolia am feuchten Waldrand mit Ligularia stenocephala

Beschreibung
Clematis heracleifolia ist ein sommergrüner, nicht rankender Halbstrauch mit staudenartigem, breit-lagerndem Wuchsverhalten. Wo sie sich an andere Stauden oder Sträucher anlehnen kann, erreicht sie Wuchshöhen von bis zu 120 cm.

An den ohne Stützelementen zunächst aufrechten, mit zunehmender Länge überhängenden bis niederliegenden Langtrieben erscheinen ab Mitte Juli bis Ende August kleine, blass-blaue bis kräftig blaue, glockenförmige Blüten mit auffällig zurückgebogenen Kronzipfeln.

Die Samenstände weisen eine silbrig-weiße Behaarung auf und sind bis in den Winter hinein nicht ohne Zierwert.

Die blassblauen Blüten spielen sich nicht in den Vordergrund.

Verwendungshinweise
Clematis heracleifolia wird in Mitteleuropa nur selten gärtnerisch eingesetzt, ist aber eine ungewöhnliche Erscheinung, die v.a. in exotischen Waldrandsituationen aparte Akzente setzt.

Sicher, sie ist auf einen aufgeschlossenen Betrachter angewiesen, dem nicht nur das Plakative ins Auge fällt. Die kleinen Blüten sind praktisch ohne jede Fernwirkung und ihre ungewöhnliche Form erschließt sich nur bei eingehender Betrachtung.

Dafür sind die großen Blätter in Verbindung mit der ungewöhnlichen Wuchsform auch außerhalb der Blütezeit interessante Strukturelemente.

Unter dem Strich hat die Gartenwelt nicht auf diese Waldrebe gewartet, der Feinschmecker wird sich aber an ihr zu erfreuen wissen.

Auch die kräftiger blauen Blüten muss man sich schon aus der Nähe anschauen, um sie würdigen zu können.

Kultur
Die Davia Waldrebe gedeiht auch in absonnigen und sogar schattigen Standorten, blüht hier aber weniger willig als in sonnigen bis halbschattigen Lagen.

Die Standorte sollten vor winterlichen Nord-Ost-Winden geschützt sein.

Clematis heracleifolia neigt etwas zur Selbstaussaat, die Keimlinge sind aber gut zu kontrollieren.

In sonnigen, weniger luftfeuchten Lagen werden die Blätter deutlich derber.

Sorten:
  • China Purple: dunkel-blaue Blüten, 125/60 cm hoch/breit,
  • Sander: weiße, kaum glockige Blüten mit verwaschen mittelblauen Kronzipfeln, 175/70 cm hoch/breit, spätblühend
  • Bilder
























    Attribute

    Lebensform Stauden/Gräser/Farne Blütenfarbe Blütezeit Blattfärbung
    Staude
    Blütenstauden/-Kräuter
    horstartig
    60-100 cm Höhe
    100-150 cm Höhe
    weiß
    hell-blau
    blau
    Juli
    August
    dunkel-grün
    Zierwert Frucht Geniessbarkeit/Giftwirkung Duft Wasserhaushalt Lichtansprüche
    zierend/strukturstark
    giftig
    vorhanden
    frisch
    gut drainiert
    nicht austrocknend
    feucht
    sonnig
    halbschattig
    sommerlich schattig
    absonnig
    Bodenansprüche Nährstoffversorgung (N + P) Klima/Frostsicherheit Herkunft BEWERTUNGEN
    mäßig kalk-/basenreich
    ph-neutral
    kalkarm, leicht sauer
    durchlässiger Lehm
    Lehm
    humos
    starker Wurzeldruck
    keine Bodenverdichtung
    mittlere Böden
    reiche Böden
    sehr wintermilde Lage
    frostarme Lage
    luftfeuchte und/oder kühle Lagen
    wintermilde Lage
    Warmlagen
    Asien
    Ostasien/China/Mandschurei
    Japan/Korea/Sachalin/Taiwan
    befriedigend
    Mittel
    strukturbildender Gruppen-Solitär
    verträglich
    Einsatzbereich Handelsgängigkeit Belaubung Lebensbereich
    Asiatisch-Exotischer Garten
    Mediterraner Garten
    Repräsentative Gärten
    Waldgarten
    Nebensortiment
    sommergrün
    Gehölz/Wald
    Gehölzrand/Staudenfluren