Allium moly / Gold-Lauch

Allium_moly__gold-lauch_11 Familie Amaryllidaceae, Amaryllisgewächse
Pflanzen pro qm 70.00
Verbreitungskarte Verbreitungskarte

Beschreibung

Naturstandort von Allium moly (Gold-Lauch:


Allium moly kommt in den Pyrenäen und dem französischen Zentralmassiv vor. Vermutlich gibt es auch urwüchsige Vorkomme in den küstennahen Gebirgen des westlichen Nord-Afrika.

Der Gold-Lauch besiedelt vorrangig sonnige Berghänge, die durch Rutschungen, Steinschlag oder Abbrüche gehölzfrei und konkurrenzarm gehalten werden.

Die Art wächst auf mäßig trockenen bis frischen, skelettreich-durchlässigen, armen bis mäßig nahrhaften Substraten.



Älterer Blütenstand von Allium moly mit weißlich abblühenden Einzelblüten

Beschreibung

Der Gold-Lauch ist ein vorsommergrüner Zwiebelgeophyt von 20 bis 30 cm Wuchshöhe.

Die lockeren, halbkugeligen, 4 cm breiten Blüten sind leuchtend gelb und erscheinen recht ausdauernd von Ende Mai bis Anfang Juli. Die Einzelblüten verfärben sich im Abblühen strohig-weiß, sodass ätere Blütenstände ansehnlich zweifarbig erscheinen. Gelegentlich finden sich Brutzwiebeln an den Blütenständen.

Die Laubblätter sind verhältnismäßig groß und von blau-grüner Färbung. Nach der Blüte vergilbt es und wird unansehlich.

Ebenfalls gelb blüht Allium flavum (Schwefel-Lauch), dessen Einzelblüten aber lang gestielt und bogig überhängend sind. Dadurch ist der Blütenstand viel luftiger.

Verwendungshinweise

Allium moly kommt besonders schön in halbhohen Kräuterwiesen oder im Vordergrund von steppenartigen Anlagen zur Geltung.

Stimmig ist sie auch in mediterranen Situationen im Verbund mit weit auseinanderstehenden Halbsträuchern wie z.B. Lavendel, Ysop, Salbei oder Heiligenkräutern.

Das leuchtende Gelb der Blüten ist sehr gut wahrnehmbar, so dass der zierliche Geselle auch in kleineren Trupps gesetzt werden kann, ohne unterzugehen.



Im Halbschatten ohne Konkurrenten gedeiht der Gold-Lauch zwar, wirkt aber erstens deplaziert und zweitens leidet der Habitus.

Kultur

Die Art gedeiht auch an halbschattigen Standorten gut, hier muss allerdings im Frühling ausreichend Lichtgenuss ohne höhere Konkurrenzstauden gewährleistet sein.

Günstig sind Substrate, die im Frühjahr lange frisch bleiben, im Sommer abtrocknen und winterliche Nässe sehr gut abführen.

Die Art neigt auf lückigen Schotterböden dann zur Verwilderung durch Versamung und kann größere Bestände aufbauen.

Sorten:
  • Jeanine: Handelsstandard, blühfreudige Varietät mit lange ansprechendem Laub

Bilder





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Allium_moly_gold-lauch_12

Attribute

Lebensform Stauden/Gräser/Farne Blütenfarbe Blütezeit Blattfärbung
Staude
Zwiebel/Knolle
Blütenstauden/-Kräuter
horstartig
15-30 cm Höhe
gelb
Juni
blau-grün
Geniessbarkeit/Giftwirkung Duft Wasserhaushalt Lichtansprüche Bodenansprüche
ungiftig
unbedeutend
mäßig trocken
frisch
gut drainiert
sommertrocken
vollsonnig
sonnig
stark kalk-/basenreich
mäßig kalk-/basenreich
ph-neutral
kalkarm, leicht sauer
(lehmiger/humoser) Sand
durchlässiger Lehm
poröser Schotter
starker Wurzeldruck
kalk-/basenreich
Nährstoffversorgung (N + P) Klima/Frostsicherheit Herkunft BEWERTUNGEN Einsatzbereich
arme Böden
mittlere Böden
sehr wintermilde Lage
Normal- bis winterrauhe Lage
frostarme Lage
ausgeprägte Warmlage
hitzeanfällige Lage
gemäßigte Klimate
subtropische Klimate
wintermilde Lage
Warmlagen
Europa
Mittelgebirge (montan)
Südeuropa
Afrika
Nordafrika
befriedigend
Mittel
Gruppen-Verbands-Pflanze
aspektbildender Flächenfüller
verträglich
Mediterraner Garten
Repräsentative Gärten
Steingarten/Alpinum
Steppenpflanzung
öffentliches Grün
Grünanlagen hoher Pflegestufe
Rabatte
Wiese/Prärie
Handelsgängigkeit Belaubung Lebensbereich
Nebensortiment
vorsommergrün
Wiesen
Felssteppen
Gehölzrand/Staudenfluren