Koenigia alpina (Aconogonon alpinum) // Alpen-Knöterich

Familie Polygonaceae, Knöterichgewächse
Pflanzen pro qm 4.00
Wikipedia Koenigia alpina (Aconogonon alpinum)
Verbreitungskarte Verbreitungskarte

Beschreibung

Naturstandort von Aconogonon alpinum: Der Alpen-Knöterich kommt in den Gebirgsregionen von der iberischen Halbinsel bis in die Süd-Alpen und über den Balkan und Kleinasien bis in den Vorderen Orient vor. In der Schweiz konzentrieren sich die Vorkommen ausschließlich auf die montane und subalpine Stufe der zentralen südlichen Alpenflanke.

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Der Alpenknöterich muss nicht zwingend im Alpinum eingesetzt werden, sondern macht sich auch im klassischen Staudenbeet stimmig.

In Groß-Britannien und Skandinavien ist der Alpen-Knöterich neophytisch eingebürgert. In Deutschland verwildert er sehr selten und unbeständig aus Gartenkulturen.

Aconogonon alpinum ist ein charakteristisches Element der Berg-Fettwiesen. Hierbei handelt es sich im Prinzip um die vom Goldhafer geprägten Höhenform der im Tiefland weit verbreiteten Glatthafer-Wiesen.

Die höhenbedingt eher kühlen Standorte sind sonnige, sickerfeuchte Berghänge über sauer verwitternden Gesteinen. Die Stickstoffversorgung ist dennoch mehr oder weniger hoch.

Beschreibung: Der Alpen-Knöterich ist eine sommergrüne Staude von 50 bis 70 cm Wuchshöhe. Sie bildet durch kurze Rhizom-Ausläufer breite, etwas flächige Horste.

Die weißen "Blüten-Wolken" erscheinen ab Anfang Juni bis Mitte Juli.

Aconogonon alpinum wird zusammen mit Koenigia weyrichii als eine der Elternarten des raumfüllenden, zu Recht in weitläufigen Staudenanlagen sehr beliebten Busch-Knöterichs vermutet.

Die vermutlich korrekte botanische Bezeichnung ist "Koenigia alpina", was sich im Handel aber nicht wiederspiegelt. Nicht selten wird auch "Polygonum alpinum" verwendet.

Verwendungshinweise: Aconogonon alpinum wird nicht häufig verwendet, ist im Versandhandel aber zuverlässig erhältlich.

Er kann gut in größeren Alpinarien und als Flächenfüller in Rabatten zwischen kräftigen Hochstauden wie Eupatorium maculatum oder Vernonia arkansana eingesetzt werden.

Im Herbst empfiehlt sich aus ästhetischen Gründen ein bodentiefer Rückschnitt der absterbenden Pflanzenmasse.

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Die sehr kleinen Blüten formen sich zu weißen Wolken.

Kultur: Die dichten Horste sind robust und lassen kaum Wildkrautaufkommen zu. Auf stressfreien, sonnigen Standorten kann eine spürbare Dominanz entwickelt werden, der nur kräftige Stauden standhalten.

Auf Verschattung, Trockenstress, Staunässe und Kalk reagiert die Art mit Vitalitätsverlusten.

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Im naturhaften Alpinarium.

Bilder















Attribute

Lebensform Stauden/Gräser/Farne Blütenfarbe Blütezeit Blattfärbung
Staude
Blütenstauden/-Kräuter
horstartig
30-60 cm Höhe
60-100 cm Höhe
grün
grünlich-weiß
weiß
Juni
Juli
grün
Geniessbarkeit/Giftwirkung Duft Wasserhaushalt Lichtansprüche Bodenansprüche
ungiftig
unbedeutend
frisch
gut drainiert
nicht austrocknend
feucht
vollsonnig
sonnig
mäßig kalk-/basenreich
ph-neutral
kalkarm, leicht sauer
kalkfrei, sauer
durchlässiger Lehm
Lehm
humos
keine Bodenverdichtung
stark sauer
Nährstoffversorgung (N + P) Klima/Frostsicherheit Herkunft BEWERTUNGEN Einsatzbereich
mittlere Böden
reiche Böden
sehr reiche Böden
sehr wintermilde Lage
Normal- bis winterrauhe Lage
luftfeuchte und/oder kühle Lagen
gemäßigte Klimate
subtropische Klimate
wintermilde Lage
Europa
Mittelgebirge (montan)
alpin
Mitteleuropa
Südeuropa
Süd-Osteuropa
Asien
Zentral-Asien
Kleinasien
Vord. Orient
Afrika
gut
Mittel
Geselligkeit
strukturbildender Gruppen-Solitär
Gruppen-Verbands-Pflanze
verträglich
Ländlicher Garten
Repräsentative Gärten
Steingarten/Alpinum
Rabatte
Insektenweide
Handelsgängigkeit Belaubung Lebensbereich
Nebensortiment
sommergrün
Alpinum
Wiesen