Acantholimon glumaceum / Spelziges Igelpolster

Acantholimon_glumaceum_spelziges_igelpolster11__ Familie Plumbaginaceae, Bleiwurzgewächse
Pflanzen pro qm 15.00
Verbreitungskarte Verbreitungskarte

Beschreibung

Naturstandort von Acantholimon glumaceum: Das Spelzige Igelpolster kommt endemisch in Gebirgsregionen der östlichen Türkei und des süd-westlichen Kaukasus vor. Im Winter fallen die Temperaturen in den höheren Lagen durchaus auf zweistellige Minusgrade.

Acantholimon glumaceum besiedelt trocken-warme, (voll-)sonnige Fels- und Geröllhänge auf mageren, basenreichen Böden.

Die Standorte sind hervorragend drainiert und Trockenstress tritt auch im Winterhalbjahr gelegentlich auf.



Trocken-heiße Felshänge sind das Metier des Spelzigen Igelpolsters.

Beschreibung

Das Igelpolster ist ein trägwüchsiger, wintergrüner Halbstrauch, der dichte Polster aus derben, nadelartigen Blättern bildet.

Die Blüten stehen in rosa, kurzstieligen Ähren und erscheinen ausdauernd von Anfang Juni bis in den August.

Sehr ähnlich sind Acantholimon ulicinum und Acantholimon lycopodioides.

Verwendungshinweise

Acantholimon glumaceum ist wie alle Igelpolster nur für den geduldigen Gärtner geeignet. Die charakteristischen Polster-Teppiche mit der fantastisch-kargen Ausstrahlung entstehen erst in Jahren liebevoller Betreuung.

Das Spelziges Igelpolster wird sehr selten eingesetzt und gehandelt, ist aber eine gute Option für exponierte Felsstandorte in Alpinarien in gut gepflegten Anlagen.

Stimmige Partner stammen ebenfalls aus trockenwarmen Gebirgssteppen. Sehr schön ist z.B. die Kombination mit dem silber-weißen, nicht wuchernden Teppichen von Cerastium candidissimum und den blau-grauen Horsten von Helictotrichon sempervirens.

Im Versandhandel ist die Art zu beziehen.



Igelpolster wirken aus der Ferne und im Detail gleichermaßen urig.

Kultur

Auf trockenen, gerne heißen Standorten in voller Sonne ist die Art prinzipiell pflegeleicht, wird aber durch Verschattung rasch von höherwüchsigen Konkurrenten bedgrängt. Die dichten Polster verhindern zwar im Alter die Keimung von Wildkrautsamen, die Pflanzen wachsen aber so langsam, dass ein effiktiver Bodenschluss erst nach Jahren eintritt.

Auf gut durchlässigen Böden ist die Art zuverlässig winterhart, es kommt jedoch bei tiefen Barfrösten und Wintersonne häufiger zu Verbrennungen, die nur langsam kompensiert werden. Es empfehlen sich daher wärmebegünstigte, windgeschützte Standorte.

Wiederkehrende Staunässe, ja selbst dauerhafte Frische führt kurz- bis mittelfristig zum Ausfall.

Bilder





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Attribute

Lebensform Stauden/Gräser/Farne Blütenfarbe Blütezeit Blattfärbung
Staude
Blütenstauden/-Kräuter
Strauch
Halb-/Zwergstrauch
bis 15 cm Höhe
Polsterpflanze
rosa
Juni
Juli
grün
Geniessbarkeit/Giftwirkung Duft Wasserhaushalt Lichtansprüche Bodenansprüche
ungiftig
unbedeutend
trocken
mäßig trocken
gut drainiert
sommertrocken
vollsonnig
sonnig
mäßig kalk-/basenreich
ph-neutral
(lehmiger/humoser) Sand
durchlässiger Lehm
poröser Schotter
keine Bodenverdichtung
kalk-/basenreich
Nährstoffversorgung (N + P) Klima/Frostsicherheit Herkunft BEWERTUNGEN Einsatzbereich
sehr arme Böden
arme Böden
sehr wintermilde Lage
frostarme Lage
hitzeanfällige Lage
subtropische Klimate
wintermilde Lage
Warmlagen
Asien
Zentral-Asien
Kleinasien
Vord. Orient
Australien/Neuseeland/Ozeanien
gut
Hoch
Geselligkeit
strukturbildender Gruppen-Solitär
Gruppen-Verbands-Pflanze
strukturbildende Matrixpflanze
verträglich
konkurrenzschwach
Mediterraner Garten
Terrassen-/Balkongarten
Repräsentative Gärten
Steingarten/Alpinum
für Pflanzgefäße geeignet
Gründächer
Substratstärke über 15 cm
Handelsgängigkeit Belaubung Lebensbereich
Nebensortiment
winter-/immergrün
Felssteppen