Yucca baccata / Blaue Palmlilie

Yucca_baccata_blaue_palmlilie_11 Familie Asparagaceae, Spargelgewächse
Pflanzen pro qm 3.00
Wikipedia Yucca baccata
Verbreitungskarte Verbreitungskarte

Beschreibung

Naturstandort von Yucca baccata: Die Blaue Palmlilie  kommt im Süd-Westen der USA, dem nördlichen Mexiko und vermutlich auch im Süden Australiens vor. Im Norden des Verbreitungsgebietes bleiben die Vorkommen auf das Hügelland beschränkt, während sie im Süden bis in über 3.000 m Höhe aufsteigen.

Yucca baccata besiedelt trockene bis mäßig trockene Wüsten und Steppen. Sie dringt auch noch in Wachholder- und Kieferngebüsche sowie in buschige Eichenwälder an der Trockengrenze des Waldes vor. Die Blaue Palmlilie ist häufig mit verschiedenen Kakteen vergesellschaftet.



Mitunter erscheinen die Blüten erst im Frühwinter. Hier sorgt Achnatherum calamagrostis in orangener Herbstfärbung für die Untermalung der Blauen Palmlilie.

Die Substrate sind stark alkalische bis neutrale Rohböden mit geringen oder fehlenden Humusanteilen. Es werden alle skelettreich-durchlässigen Bodenarten wie Sand, Kies, Fels- und Schotter oder Lavagestein als auch stark drainierte, skelettreiche, anlehmige Böden besiedelt.

Die Standorte sind mehr oder weniger stickstoffarm und (voll)sonnig. Stark wechselnde Temperaturen mit heißen Tagen und kalten Nächten sind keine Seltenheit. In den schneearmen Wintern können regelmäßig sehr tiefe Minusgrade erreicht werden, allerdings bei durchgängig geringen Niederschlagsraten.



Yucca baccata blüht nicht so zuverlässig wie Yucca filamentosa, hat das aber aufgrund der schönen Blattstruktur auch nicht so nötig.

Beschreibung

Die Blaue Palmlilie ist strengenommen ein immergrüne Strauch, der verholzende Stamm ist aber kurz und nur im hohen Alter erkennbar oder wird gar nicht ausgebildet. Yucca baccata wird daher im Handel den Stauden zugeordnet.

Charakteristisch ist der enorme, vielblütige und creme-weiße Blütenstand mit den rot-braunen Knospen im Spätsommer. Es kommt allerdings auch vor, dass sich die Blüte bis weit in den November/Dezember hinein verschiebt. Der Blütenstand ist vergleichsweise kurz gestielt. Die Blüte schwächt die Individuen sichtbar und im Folgejahr bleibt der Blütenflor nicht selten aus. 

Auffällig sind auch die breiten, steifen, blau-grünen Blätter. Auf ausgesprochenen Trockenstandorten bleiben die Blätter schmaler und ähneln dann stärker der Wuchsform am Naturstandort.

Die Früchte und junge Blätter sind essbar, die Blätter wurden außerdem vielfältig für die Anfertigung von Werkzeug und Hilfsmitteln genutzt. 

Durch unterirdische Wurzelausläufer können sich mit der Zeit dichte Horste bilden, öfter jedoch bleibt die Blaue Palmlilie solitär. Hierin unterscheidet sie sich maßgeblich von der viel häufiger verwendeten Yucca filamentosa. Deren Blütenstand erhebt sich zudem wesentlich höher über das Laub.



Die glockigen Einzelblüten sind kontrastreich gefärbt.

Verwendungshinweise

In (voll-)sonnigen, steppenartigen Anlagen mit horstigen Gräsern, in trockenen Alpinarien und mediterranen Anlagen ist die Blaue Palmlilie eine sehr gute Option und wegen des steiferen, eindrucksvolleren Habitus der üblichen Fädigen Palmlilie sogar noch vorzuziehen.

Auch der kontrastreichere Blütenstand gereicht der Art nicht zum Nachteil. Außerdem neigt sie weniger zur Bildung von amorphen "Gebüschen", sondern bleibt zuverlässiger als charakterstarker Solitär erhalten.

Yucca baccata ist zudem eine hervorragende Kübelpflanze, die hier außergewöhnlich winterhart ist, solange eine gute Drainage des Kübels oder besser noch ein regengeschützter Standort gewährleistet ist. Selbst ein vollständiges Durchfrieren des Wurzelballens schadet ihr dann nicht.



Das etwas weniger steife Laub dieser Exemplare deutet auf einen hybriden Einfluss der Fädigen Palmlilie hin.

Kultur

Etablierte Yucca baccata stehen der Yucca filamentosa in Robustheit nicht nach, sind aber noch etwas empfindlicher gegenüber Winternässe. Entscheidender Nachteil ist allerdings die träge Entwicklung in der Jugendphase, die die Etablierung langwierig und schwieriger macht als bei Yucca filamentosa. 

Im niederschlagsreichen Mitteleuropa sollten nur reine Sand oder Schottersubstrate ohne Humus- oder Lehmanteile verwendet werden. Solange sie einen guten Wasserabzug haben, dürfen auch höhere Feinmineralanteile enthalten sein. Insgesamt ist die Art aber - nach der Fädigen Palmlilie - die winterhärteste Gattungsvertreterin.

Die Art gedeiht auch noch in halbschattigen Lagen problemlos, wirkt hier aber nur unter lichten "Kiefern-Trockenwäldern" richtig plaziert.

Die Art ist nur im Versandhandel erhältlich. Es dauert unter optimalen Pflegebedingungen mindestens 3 bis 4 Jahre, bis sich der kennzeichnende Habitus einstellt und meist 1 bis 2 weitere Jahre, bis mit der ersten Blüte gerechnet werden kann.

Auf vollsonnigen Trockenstandorten ist die Art erst nach etwa 4-5 Jahren pflegeleicht, robust und kaum mehr von Wildkräutern zu bedrängen.

Sorten:
  • var. vespertiana: silbrig-grüne, ausgesprochen steife, schmale, und spitz zulaufende Blätter, weiße Blüte mit grünlich-weißen Knospen

Weiterführende Quelle (Englisch)

Bilder





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Attribute

Lebensform Stauden/Gräser/Farne Blütenfarbe Blütezeit Blattfärbung
Staude
Blütenstauden/-Kräuter
Strauch
Halb-/Zwergstrauch
horstartig
60-100 cm Höhe
grünlich-weiß
weiß
August
blau-grün
Geniessbarkeit/Giftwirkung Duft Wasserhaushalt Lichtansprüche Bodenansprüche
ungiftig
essbar
unbedeutend
trocken
mäßig trocken
gut drainiert
sommertrocken
vollsonnig
sonnig
halbschattig
mäßig kalk-/basenreich
ph-neutral
kalkarm, leicht sauer
(lehmiger/humoser) Sand
durchlässiger Lehm
poröser Schotter
starker Wurzeldruck
keine Bodenverdichtung
kalk-/basenreich
Nährstoffversorgung (N + P) Klima/Frostsicherheit Herkunft BEWERTUNGEN Einsatzbereich
sehr arme Böden
arme Böden
mittlere Böden
sehr wintermilde Lage
Normal- bis winterrauhe Lage
frostarme Lage
ausgeprägte Warmlage
hitzeanfällige Lage
gemäßigte Klimate
subtropische Klimate
wintermilde Lage
Warmlagen
Amerika
Nordamerika
sehr gut
Mittel
strukturbildender Solitär
strukturbildender Gruppen-Solitär
verträglich
Mediterraner Garten
Terrassen-/Balkongarten
Repräsentative Gärten
Steingarten/Alpinum
Steppenpflanzung
für Pflanzgefäße geeignet
Rabatte
Handelsgängigkeit Belaubung Lebensbereich
Nebensortiment
winter-/immergrün
Felssteppen
Steppen