Viola riviniana / Hain-Veilchen

Viola_riviniana_hain-veilchen_(3) Familie Violaceae, Veilchengewächse
Pflanzen pro qm 20.00
Wikipedia Viola riviniana
Verbreitungskarte Verbreitungskarte

Beschreibung

Naturstandort von Viola riviniana: Das Hain-Veilchen ist in ganz Europa in Laubmischwäldern und Borstgras-Rasen verbreitet.

In Deutschland kommt Viola riviniana nahezu flächendeckend vor. In der Schweiz ist sie v.a. im Jura und rund um den Genfer See häufig, ansonsten zerstreut.

Das Hain-Veilchen kommt vorrangig in bodensauren, lichten Eichen-Wäldern, trocken-warmen Ausprägungen von Eichen-Hainbuchen-Wädern und bodensauren Flaum-Eichen-Wäldern vor.



Viola riviniana kämpft sich zusammen mit Anemone nemorosa und Luzula pilosa durch das Falllaub eines bodensauren Buchen-Waldes in der brandenburgischen Schorfheide.

Die Standorte sind mäßig trocken bis frisch und neutral bis sauer. Gegenüber der Nährstoffversorgung ist die Art tolerant und kommt sowohl auf ärmeren wie reicheren Böden vor.

Bevorzugt werden halbschattige bis licht schattige Lagen.

Ökologische Zeigerwerte nach ELLENBERG (1992)  ... zur Legende
Licht (5)  Temperatur (-)  Kontinentalität (3)  Feuchte (4)  Reaktion (4)  Stickstoff (-)

Beschreibung

Viola riviniana ist eine sommergrüne Staude von etwa 15 bis 20 cm Wuchshöhe. Die Rosetten sind ausläufertreibend und bilden locker-rasige Bestände.

Die violett-hell-blauen Blüten erscheinen von Ende März bis in den Mai. An schattigeren Standorten ist der Blütenflor schwach, an lichten bis sonnigen Standorten deutlich stärker.

Das sehr ähnliche Wald-Veilchen (Viola reichenbachiana) bevorzugt frischere, basenreiche und nahrhaftere Waldstandorte. Beide Arten bilden die Hybride Viola x bavarica.

Verwendungshinweise

Das Hain-Veilchen kann in detailverliebten, naturhaften Unterpflanzungen halbschattiger Baumbestände oder in bodensauren Halbtrockenrasen und Heiden verwendet werden.

Sie kommt nur in größeren Beständen und in der Nähe von Wegen und Plätzen zur Geltung und die Begleitflora sollte zur Blütezeit nicht zu dominant ausfallen.

In natürlichen, bodensauren Eichenwälder sind z.B. Luzula luzuloides bzw. im südlichen Mitteleuropa die gartenwürdigere Luzula nivea, Carex montana oder Vaccinium myrtillus stetige Begleiter in der Krautschicht.

Viola riviniana ist im Handel praktisch nur als Satgut erhältlich.



Die sich nicht überlappenden Blütenblätter und der zart-violett überlaufene Sporn deuten auf eine Hybridisierung dieses Exemplars mit dem Wald-Veilchen hin.


Kultur

Unter frischen, gerne auch etwas sommertrockenen Baumbeständen ist Viola riviniana zuverlässig zu kultivieren. Die zarte Art lässt natürlich zwischen ihren Rosetten meist ausreichend Raum für das Aufkommen von Wildkräutern.

Sie selbst lässt sich von deren sommerlichen Schattendruck wenig beeindrucken, sollen die Flächen aber ästhetisch ansprechend bleiben, erfordert dies regelmäßigen Einsatz einer ordnenden Hand.

Mit der Zeit bilden sich dichtere, teilweise sogar bodendeckende Bestände durch Tochterrosetten. Wo die Konkurrenzbedingungen dies zulassen, erscheinen aber auch Sämlinge an anderen Stellen des Gartens.

Bilder





Viola_riviniana_hain-veilchen_(3)


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Attribute

Lebensform Stauden/Gräser/Farne Blütenfarbe Blütezeit Blattfärbung
Staude
Blütenstauden/-Kräuter
bodendeckend
horstartig
bis 15 cm Höhe
violett
hell-blau
April
grün
Geniessbarkeit/Giftwirkung Duft Wasserhaushalt Lichtansprüche Bodenansprüche
ungiftig
unbedeutend
mäßig trocken
frisch
gut drainiert
sommertrocken
sonnig
halbschattig
absonnig
ph-neutral
kalkarm, leicht sauer
kalkfrei, sauer
(lehmiger/humoser) Sand
durchlässiger Lehm
humos
organische Böden
poröser Schotter
starker Wurzeldruck
keine Bodenverdichtung
stark sauer
Nährstoffversorgung (N + P) Klima/Frostsicherheit Herkunft BEWERTUNGEN Trockenrasen
sehr arme Böden
arme Böden
mittlere Böden
sehr wintermilde Lage
Normal- bis winterrauhe Lage
frostarme Lage
gemäßigte Klimate
wintermilde Lage
Warmlagen
Europa
Ozeanischer Verbreitungsschwerpunkt
Tiefland
Mittelgebirge (montan)
alpin
Nordeuropa
Mitteleuropa
Südeuropa
Süd-Osteuropa
Osteuropa/Kaukasus
Hügelland (collin)
Asien
Zentral-Asien
befriedigend
Mittel
aspektbildender Flächenfüller
verträglich
Bodensaure Borstgrasrasen
Zwergstrauchheiden und Nadelgebüsche Wälder Einsatzbereich Handelsgängigkeit Belaubung
Trockene Sandheiden
Bergheiden
Besenginsterheiden
Wacholdergebüsche
Buchenwälder
Moderbuchenwälder
Eichenwälder
Bodensauere Eichenmischwälder
Felshang Flaumeichenwälder
Nadelwälder
Kiefernwälder
Sand-Kiefernwälder
Kiefern-Steppenwälder
Repräsentative Gärten
Heidegarten
Waldgarten
Wiese/Prärie
Raritäten/Saatgut
sommergrün
Lebensbereich
Gehölz/Wald
Heiden
Gehölzrand/Staudenfluren