Viola elatior / Hohes Veilchen

Viola_elatior_hohes_veilchen_11 Familie Violaceae, Veilchengewächse
Pflanzen pro qm 30.00
Wikipedia Viola elatior
Verbreitungskarte Verbreitungskarte

Beschreibung

Naturstandort von Viola elatior: Das Hohe Veilchen kommt vom Norden Frankreichs und Italiens über Mittel- und Süd-Ost-Europa bis Zentral-Asien vor.

In Deutschland ist Viola elatior stark gefährdet und besiedelt sonnige Feuchtwiesen in den Auen der Stromtäler am Ober-Rhein, an der Donau und stark zurückgehend im oberen Elbtal. In der Schweiz ist die Art ebenfalls selten und gefährdet mit Vorkommen im Mittelland im Tal der Aare zwischen Solothun und Neuchatel sowie im Rheintal und nördlich von Zürich.



Viola elatior zwischen Kriechendem Hahnenfuß und Primeln

Das Hohe Veilchen ist eine Kennart der Brenndolden-Auwiesen und tritt stetig in feuchten, häufig auch wechselfeuchten  Pfeifengras-Wiesen auf.

Die Standorte sind feuchte, oft stark wechselfeuchte, basenreiche und sehr stickstoffarme Lehm- und Tonböden. Die wärmeliebende Art bevorzugt kontinentale geprägte Klimate in vollsonnigen bis licht halbschattigen Lagen.

Ökologische Zeigerwerte nach ELLENBERG (1992)  ... zur Legende
Licht (7)  Temperatur (7)  Kontinentalität (6)  Feuchte (8)  Reaktion (8)  Stickstoff (2)

Beschreibung

Das Hohe Veilchen ist mit bis zu 30 cm Wuchshöhe die wüchsigste heimische Veilchenart.

Die sommergrüne, horstige Staude blüht im Mai/Juni mit blass-blauen Blüten.

Verwendungshinweise

Viola elatior wird sehr selten verwendet, weil sie im Verhältnis zur Blattmasse nicht gerade üppig blüht. Immerhin sind die Einzelblüten vergleichsweise groß. Sie spricht v.a. den aufmerksamen, botanisch versierten Kenner an.

Das Hohe Veilchen bietet sich im Grunde nur für betont für naturnahe, stickstoffarme und lichte Feuchtwiesen und entsprechende Gewässerufer an. In natürlichen Feuchtwiesen steht sie gerne in einer lockeren Matrix aus Pfeifengras mit zarten Begleitern wie Gewöhnlicher Schachblume, Bach-Nelkenwurz, Kantigem Lauch, Kuckucks-Lichtnelke oder Geflecktem Knabenkraut.

Die niedrige Art kommt nur in der Nähe von Wegen und Plätzen ausreichend zur Geltung. Außerdem ist es hilfreich, sie in individuenreicheren Beständen einzusetzen.

Im Versandhandel ist das Hohe Veilchen sowohl als Topfballen als auch als Saatgut zuverlässig zu beziehen.



Die Kultur ist auch auf lediglich frischen Standorten gut möglich.

Kultur

Viola elatior funktioniert auf frischen bis feuchten, sonnigen Lagen in Kombination mit niedrigen, nicht expansiven Begleitern zuverlässig. Auf nahrhaften Böden ist sie nicht dauerhaft konkurrenzfähig.

Leicht abtrocknende Böden sind kurzzeitig unproblematisch.

Für die Begründung größerer Bestände können ambitionierte Privatgärtner auch auf Saatgut zurückgreifen. Die Art keimt ganzjährig willig und innerhalb etwa eines Monats bei Temperaturen um 20 Grad. Nach der Keimung wird kühl weiterkultiviert.

Bilder





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Attribute

Lebensform Stauden/Gräser/Farne Blütenfarbe Blütezeit Blattfärbung
Staude
Blütenstauden/-Kräuter
horstartig
15-30 cm Höhe
hell-blau
Mai
grün
Geniessbarkeit/Giftwirkung Duft Wasserhaushalt Lichtansprüche Bodenansprüche
ungiftig
unbedeutend
frisch
wechselfeucht
nass
feucht
vollsonnig
sonnig
stark kalk-/basenreich
mäßig kalk-/basenreich
ph-neutral
Lehm
Ton
humos
kalk-/basenreich
Nährstoffversorgung (N + P) Klima/Frostsicherheit Herkunft BEWERTUNGEN Wiesen
sehr arme Böden
arme Böden
sehr wintermilde Lage
Normal- bis winterrauhe Lage
ausgeprägte Warmlage
hitzeanfällige Lage
gemäßigte Klimate
wintermilde Lage
Warmlagen
Europa
Kontinentaler Verbreitungsschwerpunkt
Tiefland
Mitteleuropa
Süd-Osteuropa
Osteuropa/Kaukasus
Hügelland (collin)
Asien
Sibirien
Zentral-Asien
befriedigend
Hoch
Gruppen-Verbands-Pflanze
konkurrenzschwach
Feuchtwiesen
Staudenfluren Einsatzbereich Handelsgängigkeit Belaubung Lebensbereich
Hochstaudenfluren feuchter bis nasser Standorte
Repräsentative Gärten
Wassergarten
Wiese/Prärie
Nebensortiment
sommergrün
Wasserrand/Sumpf
Wiesen
Gehölzrand/Staudenfluren