Tulipa praestans // Wild-Tulpe

Familie Liliacea
Pflanzen pro qm 50.00
Verbreitungskarte Verbreitungskarte

Beschreibung

Naturstandort von Tulipa praestans

Diese Wild-Tulpe kommt in Zentral-Asien in den Gebirgsregionen Taschikistans vor. Sie steigt hier in Höhenlagen von etwa 800 m bis zu 2.500 m auf.

Die Region wir von einem winterkalten und sommerheißen, ganzjährig trockenen Steppenklima bestimmt.

Tulipa praestans wächst an (voll-)sonnigen, rasigen Berghängen und Bergweiden auf feinerdereichen Schotterböden. Die Substrate sind mäßig nahrhaft und basenreich.

Die Wasserversorgung ist im Frühling frisch bis mäßig trocken und im Sommer trocken.



Wildform von Tulipa praestans in einer Sandsteppenanlage zwischen sämlingen von Allium stipitatum

Beschreibung

Diese Wild-Tulpe ist ein vorsommergrüner Zwiebelgeophyt und erreicht bis 30 cm Wuchshöhe.

Die scharlach-roten, großen Blüten erscheinen ab Anfang April und stehen zu zweit bis fünft an einem verzweigten Stiel.

Das Laub ist grün mit leichtem Graustich.

Verwendungshinweise

Tulipa praestans ähnelt den gängigen Garten-Tulpen und weist nur begrenzten Wildarten-Charme auf. Ungewöhnlich ist allerdings die Mehrblütigkeit, die allerdings erst bei genauerer Betrachtung ins Auge fällt.

Sie kann in sonnigen Alpinarien und Felssteppenanlagen und für entsprechende Rabatten verwendet werden. Ansenlich sind Kombinationen in einer Matrix aus relativ niedrigen Ziergräsern wie Sesleria nitida und frühblühenden Wolfsmilch-Arten wie Euphorbia cyparissias oder Euphorbia epithymoides. Im lockeren Verbund eingestreute Tulipa praestans harmonieren mit ihrem leuchtend-warmen Rottönen gut mit dem kühlen Grau- und Gelb-Grün dieser Begleiter.



Die creme-weiß gerandete 'Unicum' erfreut sich einiger Beliebtheit.

Kultur

Tulipa praestans ist auf sonnigen, auch im Winter nicht feuchten Standorten zuverlässig. Auf geeigneten Standorten bilden sich mit der Zeit größere Bestände durch Tochterzwiebeln und bei offenen Bodenstellen auch durch Versamung.

Gut geeignet sind z.B. feinerdereiche Kalkschotterböden mit mäßiger Stickstoffversorgung. Es werden aber sogar leichte Lehmböden gut toleriert.

Verschattung während der Frühlingsmonate ist dringend zu vermeiden. Nach dem Blatteinzug richten höhere, dann aber spät austreibende Begleiter keinen Schaden an.

Sorten:
  • Füsilier: reichblütige Auslese, der Wildart sonst sehr ähnlich, immer drei Blüten pro Pflanze (Handelsstandard)
  • Shogoon: meist drei orange-gelbe Blüten pro Pflanze
  • Unicum: leuchtend rote Blüten, 1-2 pro Pflanze, creme-gelb gerandetes Laub, gedrungener Wuchs
  • Zwanenburg: vier bis fünf Blüten pro Zwiebel, leuchtend orange-rot

Bilder












Unicum

Attribute

Lebensform Stauden/Gräser/Farne Blütenfarbe Blütezeit Blattfärbung
Staude
Zwiebel/Knolle
Blütenstauden/-Kräuter
horstartig
15-30 cm Höhe
gelb
rot
April
grün
gelblich
panaschiert
Geniessbarkeit/Giftwirkung Duft Wasserhaushalt Lichtansprüche Bodenansprüche
ungiftig
unbedeutend
mäßig trocken
frisch
gut drainiert
sommertrocken
vollsonnig
sonnig
stark kalk-/basenreich
mäßig kalk-/basenreich
ph-neutral
(lehmiger/humoser) Sand
durchlässiger Lehm
poröser Schotter
starker Wurzeldruck
keine Bodenverdichtung
kalk-/basenreich
Nährstoffversorgung (N + P) Klima/Frostsicherheit Herkunft BEWERTUNGEN Einsatzbereich
arme Böden
mittlere Böden
sehr wintermilde Lage
Normal- bis winterrauhe Lage
ausgeprägte Warmlage
hitzeanfällige Lage
gemäßigte Klimate
wintermilde Lage
Warmlagen
Asien
befriedigend
Gering
Gruppen-Verbands-Pflanze
verträglich
Terrassen-/Balkongarten
Repräsentative Gärten
Steppenpflanzung
für Pflanzgefäße geeignet
öffentliches Grün
Grünanlagen geringer Pflegestufe
Grünanlagen hoher Pflegestufe
Rabatte
Handelsgängigkeit Belaubung Lebensbereich
Hauptsortiment
vorsommergrün
Felssteppen