Tropaeolum majus // Große Kapuzinerkresse

Familie Tropaeolaceae, Kapuzinerkressengewächse
Pflanzen pro qm 3.00
Wikipedia Tropaeolum majus
Verbreitungskarte Verbreitungskarte

Beschreibung

Naturstandort von Tropaeolum majus

Die Große Kapuzinerkresse ist eine Hybride zweier südamerikanischer Elternarten aus Peru. Vermutlich handelt es sich ursprünglich um eine uralte Kulturhybride, die in Peru dennoch als urwüchsig gilt. Mittlerweile ist sie in weiten Teilen Südamerikas, in Mittelamerika und Kalifornien, dem tropischen Afrika, in Spanien, Frankreich, Griechenland und im Süden Großbrittanniens eingebürgert (Karte der Gesamtverbreitung).

Am Naturstandort bevorzugen die Wildarten in der Regel sonnige Ränder von Auwäldern und die Uferböschungen von Fließgewässern.

Tropaeolum majus findet sich in den Tropen und Subtropen der Welt überwiegend in gestörten Ruderalfluren ein.



Tropaeolum majus überwuchert hier zusammen mit Ipomoea tricolor an einem gestörten Abhang eine Mauer.

Beschreibung
Die Große Kapuzinerkresse ist nicht frosthart und wächst in der Regel mit 2 bis 3 m langen Trieben bodendeckend oder an Steilstufen herabhängend. An Stützhilfen kann sie sich aber auch mit den Blättern verankern und rankend bis zu 2,5 (3) m Höhe erreichen.

Die Sortengruppe 'Nanum" fasst niedrige, bodendeckende Auslesen zusammen, die nicht klettern. Hier dürfte Tropaeolum minus eingekreuzt sein.

Die schildförmigen Blätter sind bläulich-grün. Die gelben bis orange-roten, auch zweifarbigen Blüten erscheinen ausauernd von Anfang Juli bis September.

Die gesamte Pflanze ist essbar, von pfeffrigem Geschmack und pharmakologisch wirksam.



In den Subtropen wie hier bei Kapstadt kann die Kapuzinerkresse sehr dominant auftreten und gedeiht in diesem Falle am feuchten bis nassen Rande eines Entwässerungsgrabens.

Verwendungshinweise
In Mitteleuropa kann die Große Kapuzinerkresse nur als Einjährige eingesetzt werden.

Sie erfreut sich sehr großer Beliebtheit in allen möglichen Privatgartensituationen und findet sich häufig in Balkonkästen wieder. In den vielen Situationen ist sie daher wenig aufregend.

Ihr eigentlicher Bestimmungsort, an dem die Art auch nicht fehlen sollte, sind Kräuter- und Bauerngärten.

Am schönsten kommt die Große Kapuzinerkresse zur Geltung, wenn sie sich aus einem Hochbeet oder von oberhalb einer Stützmauer herabhängend entwickeln darf. Alternativ ist es auch ansprechend, wenn sie sich in einen Gartenzaun hineinweben kann.



Das Laub verdeckt die Blüten mitunter vollständig, was aber trotzdem nett anzuschauen ist.

Kultur
Durch ihre Wuchskraft und Rankfähigkeit neigt die Große Kapuzinerkresse dazu, andere Kräuter und auch Kleinsträucher zu bedrängen und ist daher am leichtesten an Zäunen oder am sonnenseitigen Rand von Hochbeeten zu integrieren. Haben sich die Jungpflanzen ersteinmal etabliert, benötigen sie praktisch keine weitere Betreuung.

Tropaeolum majus bevorzugt frische und (mäßig) nahrhafte Böden in möglichst sonnigen Lagen. Trockenfallendes Substrat führt zu sichtbaren Vitalitätseinbußen.

Entfernt man verwelkende Blüten, verlängert sich die Blühphase merklich.

Die Aussaat erfolgt nach den Eisheiligen breitwürfig direkt in Freiland. Eine Vorkultur im Haus oder frostfreien Gewächshaus ist ebenfalls möglich. Im Haus sollte erst ab Anfang April gesäät werden, da die Pflanzen bei zu langer Warmkultur verweichlichen und den Übergang in das Freiland schlecht ertragen.



'Alaska' erfreut zusätzlich mit einem auffälligen Blattschmuck.

Sorten:
  • Alaska: unregelmäßig creme-weiße bis creme-gelb panaschiertes Laub, gelbe, orangene oder rote Blüte, oft als 'Alaska Mix' angeboten
  • Banana Split: mit gold-gelben Blüten im Frühsomer, die bis zum Spätsommer zunehmend blasser werden und schließlich zitronengelb erscheinen, bis 200 cm rankend
  • Cream Troika: creme-gelbe Blüten mit rost-roter Zeichnung, bis 200 cm kletternd
  • Golden King: rein-gelbe Blüte, bis 25 cm hoch und nicht kletternd
  • Hermine Grashoff: orange-rote, gefüllte Blüten, steril, nur durch Stecklinge zu vermehren und wenig vitale, artifizielle Variante
  • Orange Troika: orange-rote Blüten, creme-grau-grün marmoriertes Laub, bis 200 cm kletternd
  • Salmon Gleam: gelb-orangene Blüten mit rot-orangener Sprenkelung, bis 200 cm kletternd
  • Scharlachglanz: tiefes, leuchtendes Rot, bis 300 cm hoch kletternd
  • Bilder
























    'Alaska'

    Attribute

    Lebensform Stauden/Gräser/Farne Blütenfarbe Blütezeit Blattfärbung
    einjährig
    Blütenstauden/-Kräuter
    Kletterpflanze
    Rankend
    bodendeckend
    15-30 cm Höhe
    150-250 cm Höhe
    gelb
    orange
    rot
    Juli
    August
    blau-grün
    weiß
    gelblich
    panaschiert
    Geniessbarkeit/Giftwirkung Duft Wasserhaushalt Lichtansprüche Bodenansprüche
    ungiftig
    essbar
    Heil-/Gewürzpflanze
    unbedeutend
    frisch
    wechselfeucht
    nicht austrocknend
    feucht
    vollsonnig
    sonnig
    mäßig kalk-/basenreich
    ph-neutral
    kalkarm, leicht sauer
    durchlässiger Lehm
    Lehm
    humos
    organische Böden
    keine Bodenverdichtung
    kalk-/basenreich
    Nährstoffversorgung (N + P) Klima/Frostsicherheit Herkunft BEWERTUNGEN Einsatzbereich
    mittlere Böden
    reiche Böden
    sehr reiche Böden
    frostfreie Lage
    sehr wintermilde Lage
    Normal- bis winterrauhe Lage
    frostarme Lage
    ausgeprägte Warmlage
    subtropische Klimate
    tropische Klimate
    wintermilde Lage
    Warmlagen
    Zuchtform
    befriedigend
    Hoch
    unverträglich
    Ländlicher Garten
    Terrassen-/Balkongarten
    für Pflanzgefäße geeignet
    Handelsgängigkeit Belaubung
    Nebensortiment
    sommergrün