Trachycarpus fortunei

Trachycarpus_fortunei_chinesische_hanfpalme_25 Name Chinesische Hanfpalme
Botanischer Name: Trachycarpus fortunei
Familie Arecaceae, Hanfpalmen
Pflanzen pro qm 1.00
Wikipedia Trachycarpus fortunei
Verbreitungskarte Verbreitungskarte
Sorten

ssp. wagnerianus

Beschreibung

Naturstandort von Trachycarpus fortunei

Die Chinesische Hanfpalme stammt ursprünglich vermutlich aus dem subtropischen Süden Chinas und den Bergregionen Myanmars. Sie wird in der Himalayaregion auch forstlich kultiviert, in Naturwäldern ist sie eher selten. Im Norden Indiens steigt die Hanf-Palme deutlich über 2.000 m üNN auf.

In Japan und Italien ist Trachycarpus fortunei neophytisch eingebürgert. In der Schweiz ist sie im Mittelland, am Genfer See und v.a. im Tessin eingebürgert.



Im Mittelmeerraum springt Trachycarpus fortunei an vielen Stellen ins Bild.

Die natürlichen Standorte sind meist niederschlagsreiche Gebirgswälder. Die Hanfpalme wurzelt hier an sickerfrischen bis sickerfeuchten Steilhängen in Felsspalten oder auf Felsen mit starken, basenärmeren Humusauflagen.

In den Subtropen wächst die Art auch in halbschattigen oder absonnigen Lagen und entwickelt einen ausladenderen Habitus als in der Sonne.

Trachycarpus fortunei gilt nach der strauchförmigen Nadelpalme als eine der frosthärtesten Palmenarten und prägt heute das Bild der Mittelmeerregion.



Alte Exemplare kommen auch in Mitteleuropa zu eindrucksvoller Blüte.

Beschreibung

Trachycarpus fortunei ist eine stammbildende Fächerpalme. Der immergrüne Baum erreicht Wuchshöhen von bis zu 15 m.

Weibliche Exemplare setzen im Alter bei Bestäubung willig Früchte an, die auch in Mitteleuropa keimfähig ausreifende Samen ansetzen.

Die Hanf-Palme wird zur Gewinnung von Fasermaterial und aufgrund des dauerhaltbaren Holzes kultiviert.

Hier wird mit Palme und Italienischer Säulen-Pappel mit aller Macht Mittelmeerflair nach Mitteleuropa importiert:



Verwendung

Kaum ein mediterraner Garten kommt ohne die Hanf-Palme aus, sie verkörpert die subtropische Lebensart schlechthin. Üblicher ist die Kübelkultur. In hochwertigen, großen Gefäßen können auf Terrassen und Balkonen repräsentative Wirkungen entstehen. Die leichteren, mobileren Kunststoff-Kübel sind zwar praktischer, konterkarieren dagegen jeden Anflug von Exklusivität und können sogar ins Unseriöse abdriften.

In Mitteleuropa wirken Freilandexemplare dagegen immer etwas befremdlich bis bemüht. In gut überlegten Einzelfällen können aber natürlich spektakuläre Situationen entstehen. Unbedingt zu bedenken ist bei Freilandkultur, dass diese über mehrere Winter gut funktionieren kann und hohe Zuwachsraten erzielt werden. Selbst in Weinbauklimaten ist aber nördlich der Alpen damit zu rechnen, dass der eine Winter kommt, der zu erheblichen, unschönen Blattschäden oder sogar zum Absterben der Bäume führen wird.

Jedes Jahr sterben zwei oder drei der ältesten Blattwedel ab. Sie können über Jahre am Stamm haften bleiben und sollten unbedingt umgehend entfernt werden.



In luftiger Höhe wird die Entfernung der abgestorbenen Wedel zur Herausforderung.

Kultur

Trachycarpus fortunei ist im Grunde leicht zu kultivieren. Günstig sind humos-skelettreiche, besser kalkarme Substrate. Bei dauerhaft guter Wasserversorgung ohne Trockenphasen und Hitzestress werden bei sonnigem, wärmebegünstigten Stand hohe Zuwachsraten erzielt.

Während der Vegetationsperiode schaden auch dauerhaft feuchte Bedingungen nicht. Trockenstress wird in Kübeln ebenfalls für einige Tage überstanden.



Trachycarpus fortunei ssp. wagnerianus ist die schönste Form der Hanfpalme.

Kübelpflanzen müssen wie andere Subtropenvertreter kühl und hell und mäßig frisch überwintert werden. Allerdings werden auch im Kübel bis zu 10 Minusgraden für eine Nacht zumindest an windgeschützen Orten ungerührt hingenommen. Der Wurzelballen sollte aber generell nicht druchfrieren.

Ältere Freilandexemplare überstehen sogar einige Tage 10 bis 12 Grad Minus an windgeschützten Stellen. Länger anhaltender Frost, der mehrere Dezimeter in den Boden eindringt, führt mindestens zum Blattverlust. Wenn der obere Vegetationskegel erfriert, stirbt die Pflanze auch gänzlich ab. Generell senkt winterliche Bodenfeuchte die Winterhärte herab. Sollen - möglichst ältere - Exemplare ins Freiland verpflanzt werden, kommt nur die Frühjahrspflanzung in Frage.

Die großen, im Süd-Westen Deutschlands stehenden Freilandexemplare erhalten meist aufwändige Winterschutzmaßnahmen (Umbauung, Stammheizung) oder stehen an besonders geschützten Standorten (z.B. Innenhöfe vor Südfassaden). In der Schweiz sind solche Maßnahmen in den Tieflagen nicht erforderlich.

Sorten:

  • ssp. wagnerianus: sehr ansprechende, seltener verwendete Varietät mit steifen, auffallend kreisrunden Wedeln. Die Wedel sind zudem etwas kleiner und auch dadurch weniger windanfällig als die Stammform (im Handel meist als eigene Art "T. wagnerianus" geführt)

Bilder





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ssp. wagnerianus

Attribute

Lebensform Blütenfarbe Blütezeit Blattfärbung Geniessbarkeit/Giftwirkung
Baum
Kleinbäume
Mittelgroße Bäume
gelblich-grün
März
April
grün
dunkel-grün
ungiftig
Duft Wasserhaushalt Lichtansprüche Bodenansprüche Nährstoffversorgung (N + P)
unbedeutend
mäßig trocken
frisch
gut drainiert
nicht austrocknend
feucht
vollsonnig
sonnig
halbschattig
mäßig kalk-/basenreich
ph-neutral
kalkarm, leicht sauer
kalkfrei, sauer
(lehmiger/humoser) Sand
durchlässiger Lehm
humos
poröser Schotter
keine Bodenverdichtung
mittlere Böden
reiche Böden
Klima/Frostsicherheit Herkunft BEWERTUNGEN Einsatzbereich Handelsgängigkeit
frostfreie Lage
sehr wintermilde Lage
frostarme Lage
ausgeprägte Warmlage
hitzeanfällige Lage
luftfeuchte und/oder kühle Lagen
subtropische Klimate
Warmlagen
Asien
Ostasien/China/Mandschurei
gut
Sehr hoch
strukturbildender Solitär
verträglich
Asiatisch-Exotischer Garten
Mediterraner Garten
Terrassen-/Balkongarten
Repräsentative Gärten
für Pflanzgefäße geeignet
Hauptsortiment
Belaubung Lebensbereich
winter-/immergrün
Gehölz/Wald
Gehölzrand/Staudenfluren