Thuja occidentalis

Thuja_occidentalis_abendl%c3%a4ndischer_lebensbaum_12 Name Abendländischer Lebensbaum
Botanischer Name: Thuja occidentalis
Familie Cupressaceae, Zypressengewächse
Pflanzen pro qm 2.00
Wikipedia Thuja occidentalis
Verbreitungskarte Verbreitungskarte
Sorten

Brabant, Columna, Cristata, Ellwangeriana, Danica, Europe Gold, Filiformis, Globosa, Golden Globe, Holmstup, Little Champion, Little Gem, Malonyana, Mecki, Pyramidalis Compacta, Recurva Nana, Rheingold, Rosenthalii, Smaragd, Spiralis, Sunkist, Teddy, Tiny Tim

Beschreibung

Naturstandort von Thuja occidentalis: Der Abendländische Lebensbaum stammt aus dem äußersten Nord-Osten der USA bzw. dem Süd-Osten Kanadas.



Thuja occidentalis fehlt in kau einer klassischen Parkanlage.

Thuja occidentalis siedelt in den Tiefebenen in Feuchtstellen in durchsickerten Geländevertiefungen, am Fuß von Hängen oder an Gewässerufern. Die Art ist hier insbesondere am Rand von Kalk-Durchflussmooren stetig anzutreffen.

In sub-montanen Höhenlagen ist Thuja occidentalis in niederschlagsreichen Regionen auch auf sickerfeuchten oder sogar überrieselten Blockschutthalden und an Steilhängen auf kalkskelettreichen Lehmböden anzutreffen. In sickerfeuchten Situationen werden auch flachgründige Humus-Schotterauflagen auf Kalkfelsen besiedelt.

Die Substrate sind schwach sauer bis alkalisch und stickstoffarm bis stickstoffreich. Bevorzugt werden (voll-)sonnige bis halbschattige Standorte. In schattigen Lagen kümmert der Abendländische Lebensbaum.



Lebensbäume sind die Standardlösung für Sichtschutzhecken in Privatgärten.

Beschreibung

Thuja occidentalis ist eine immergrüne Konifere von schlankem bis säulenförmigem Wuchs. Im Freistand bleiben die Stämme auch im Alter bis zum Boden beastet, die Krone lockert sich aber insgesamt merklich auf.

Der langlebige, mittelwüchsige, oft mehrstämmige Baum erreicht Wuchshöhen von 15 (20) m bei Breiten von 3,5 bis 5 m. Am Naturstandort können die Stämme bis zu 200 cm Durchmesser erreichen.

Die Art ist im jungen Holz regenerations- und ausschlagfreudig. Die grünlichen Blüten sind unbedeutend und erscheinen im April/Mai.

Thuja occidentalis ist bereits im 16. Jahrhundert nach Europa eingeführt worden und wird mittlerweile in weit über 100 Sorten kultiviert.

Die Art ist in allen Teilen giftig. Empfindliche Personen können schon bei Hautkontakt Reizungen erleiden. Sehr ähnlich ist Thuja orientalis aus dem östlichen Asien.



Thuja occidentalis nimmt in der Normalform eindrucksvolle Dimensionen an.

Verwendungshinweise

Der Abendländische Lebensbaum ist eine der meistverwendeten Koniferen und fehlt in kaum einem Vorgarten, Friedhof oder Parkanlage. Er ist v.a. aber ein sehr beliebtes Heckenelement, weil es günstig in der Anschaffung und schnellwüchsig ist. Die nachhaltigere Lösung ist aber eindeutig die Europäische Eibe. Sie ist viel unempfindlicher gegen Trockenstress und durch den langsameren Wuchs und v.a. die völlig unproblematische Verjüngung langfristig die bessere Investition.

In einfachen, anspruchslosen Anlagen wirkt die Art fast immer sehr lieb- und einfallslos.

Im Kontext hochwertiger Architektur und gepflegter, repräsentativer Anlagen kann die Art in den rein-grünen Formen aber durchaus ansprechende, statisch-ruhige Hintergründe in Form von akkurat geschnittenen Heckenelementen bilden.

Auch als Solitär in edlen, weitläufigen Parkanlagen oder in naturhaften Alpinarien an Felsen kann Thuja occidentalis positive Akzente setzen.

Die gelblaubigen Formen und die meisten Zwergformen sind ästhetisch eher schwierige Partner. In Kombination mit anderen Koniferen und Immergrünen entsteht fast zwangsläufig ein uninspiriertes Friedhofsambiente. Ihr Einsatz will gut überlegt sein und bedarf origineller Gestaltungsansätze.

Kugelformen können mit einigen Abstrichen den schädlingsgeplagten Buxbaum ersetzen, allerdings auf deutlich eingeschränkter Standortamplitude.



Zwergformen wie 'Mecki' erfreuen sich einiger Beliebtheit.

Kultur

Thuja occidentalis ist anspruchslos, bevorzugt aber basenreichere, dauerhaft gut wasserversorgte und kühlere, luftfeuchte Standorte. Gleichzeitig ist die Art lichtliebend und kommt schon in licht-absonnigen Lagen an ihre Grenzen.

Insbesondere auf leichten Böden müssen sommerliche Trockenphasen mitunter mit Bewässerung überbrückt werden. Dies gilt vorrangig für die ersten 3-4 Jahre einer Neupflanzung. Gut etablierte Exemplare erleiden auf tiefgründigen Lehmböden auch im Hochsommer nur ausnahmesweise Trockenstress.

Die Art ist vollkommen winterhart und auch gegenüber Wintersonne unempfindlich. Das Laub verfärbt sich dann zwecks Sonnenschutz mitunter bräunlich, wird im Frühling aber wieder grün.

Der Erziehungsschnitt für Form-Hecken muss während der Aufbauphase bis zur gewünschten Endgröße diszipliniert vorgenommen werden. Es erfolgt ein Schnitt nach dem Frühjahrsaustrieb und ein zweiter im Frühsommer. Der Zuwachs wird dabei auf 3-5 cm begrenzt, um die Verzweigung zu optimieren.

Die Schnittform ist idealerweise eine unten verbreiterte Trapezform. Die unteren Nadeln erhalten so ausreichen Licht und die Hecke verkahlt nicht. Der Erhaltungsschnitt erfolgt einmal jährlich im Spätsommer und wird so nah wie möglich an der vorjährigen Schnittkante vorgenommen, um den Breiten- und Höhenzuwachs so gering wie möglich zu halten. Ein starker Rückschnitt in den unbelaubten Teil des Astwerkes kann nur schlecht bis gar nicht mit Neutrieben kompensiert werden.



Fruchtstände

Sorten:

Breitere Säulenformen

  • Cristata: 3/1,5 m hoch/breit, grau-grünes Laub
  • Ellwangeriana: 10/5 m hoch/breit, hellgrün bis grünes Laub
  • Sunkist: 5/2 m hoch/breit, muschelartige Zweige, gold-gelbes Laub
  • Rheingold: 3-4/2-3 m hoch/breit, zunächst kugelig, später breit säulenartiger Wuchs, rosa Austrieb und gold-gelbe Sommerfärbung
  • Wareana Lutescens: 5/2 m hoch/breit, trägwüchsig, gelblich-grünes Laub

Echte Säulenformen
  • Brabant: 15-20/3-4 m hoch/breit, Säulenform mit ganzjährig frisch-grünem Laub
  • Columna: 10/1,5m hoch/breit, sehr schmale Säulenform mit ganzjährig dunkel-grünem Laub
  • Europe Gold: 4/1,2 m hoch/breit, goldgelbes Laub
  • Holmstup: 4/1,2 m hoch/breit, goldgelbes Laub
  • Malonyana: 10/1,25 m hoch/breit, dunkel-grünes Laub
  • Pyramidalis Compacta: 12/4 m hoch/breit, Säulenform mit Fächerzweigen und hell-grünem Laub
  • Rosenthalii: 5/0,8 m hoch/breit, muschelartig-gefächerte Triebe, dunkel-grünes Laub
  • Smaragd: 8/2 m hoch/breit, muschelartig-gefächerte Triebe, grünes Laub
  • Spiralis: 15/4 m hoch/breit, spiralig gedrehte, fedrige Zweige, bläulich-dunkel-grün
  • Yellow Ribbon: 8/2 m hoch/breit, sehr dichte, ausgeprägt fächerartige Zweige, gelbes, innen gelblich-grünes Laub

Breitwüchsige Zwergformen
  • Danica: 0,7/1 m hoch/breit, breitkugelig, dichte frisch-grüne Benadelung, im Winter braun-grün verfärbend
  • Filiformis: 2,5/3 hoch/breit, trägwüchsig, Triebe fadenförmig überhängend, grau-grünes Laub
  • Globosa: 2/2 m hoch/breit, dichttriebige, sehr fein verzweigte Kugelform mit hell-grünem Laub
  • Golden Globe: 2/2 m hoch/breit, dichttriebige Kugelform mit gold-gelbem Laub
  • Little Champion: 0,8/0,8 m hoch/breit, dichttriebige, sehr fein verzweigte Kugelform mit grünem Laub
  • Little Gem: 1/2 m hoch/breit, unregelmäßig-bultiger Wuchs mit krausen, fächerartigen Trieben und  dunkel-grünem Laub
  • Mecki: 1,2/1,2 m hoch/breit, fein verzweigte Triebe, sehr trägwüchsige Kugelform, hell-grünes bis grünes Laub
  • Recurva Nana: 2/2 m hoch/breit, sehr trägwüchsige Kugelform mit fächerartigen, gekräuselten Trieben
  • Teddy: 0,8/1 m hoch/breit, kugeliger, sehr träger Wuchs, dicht-feintriebig, grünes Laub
  • Tiny Tim: 1,2/1,5 m hoch/breit, halb-kugeliger, sehr träger Wuchs, dicht-fächerartige Zweige, grünes Laub

Weiterführende Quelle (Englisch)

Informationen zu Schadbildern

Bilder





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Cristata


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Filiformis


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Little Gem


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Malonyana


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Mecki


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Mecki


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Rosenthalii


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Warena Lutescens


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Attribute

Lebensform Sträucher/Bäume Blütenfarbe Blattfärbung Geniessbarkeit/Giftwirkung
Strauch
Klein-Strauch
Normalstrauch
Großstrauch
Baum
Kleinbäume
Mittelgroße Bäume
rundlich
niederliegend/kriechend
säulenartig
breit ausladend
hängend
gelblich-grün
grün
hellgrün
dunkel-grün
blau-grün
gelblich
panaschiert
giftig
Duft Wasserhaushalt Lichtansprüche Bodenansprüche Nährstoffversorgung (N + P)
unbedeutend
frisch
wechselfeucht
nicht austrocknend
feucht
vollsonnig
sonnig
halbschattig
mäßig kalk-/basenreich
ph-neutral
kalkarm, leicht sauer
(lehmiger/humoser) Sand
durchlässiger Lehm
Lehm
humos
organische Böden
poröser Schotter
starker Wurzeldruck
kalk-/basenreich
sehr arme Böden
arme Böden
mittlere Böden
reiche Böden
sehr reiche Böden
Klima/Frostsicherheit Herkunft BEWERTUNGEN Einsatzbereich Handelsgängigkeit
sehr wintermilde Lage
Normal- bis winterrauhe Lage
frostarme Lage
luftfeuchte und/oder kühle Lagen
gemäßigte Klimate
wintermilde Lage
Warmlagen
Amerika
Nordamerika
befriedigend
Sehr gering
strukturbildender Solitär
Terrassen-/Balkongarten
Repräsentative Gärten
Wassergarten
Steingarten/Alpinum
Heidegarten
Waldgarten
für Pflanzgefäße geeignet
öffentliches Grün
Grünanlagen hoher Pflegestufe
Hecken
Schnitthecke
Hauptsortiment
Belaubung Lebensbereich
winter-/immergrün
Gehölz/Wald
Wasserrand/Sumpf
Heiden
Gehölzrand/Staudenfluren