Teucrium montanum

Teucrium_montanum_berg-gamander_14 Name Berg-Gamander
Botanischer Name: Teucrium montanum
Familie Lamiaceae, Lippenblütler
Pflanzen pro qm 20.00
Wikipedia Teucrium montanum
Verbreitungskarte Verbreitungskarte

Beschreibung

Naturstandort von Teucrium montanum (Berg-Gamander)


Teucrium montanum kommt von den submontanen bis in die niedrigen alpinen Höhenlagen in Bergregionen der iberischen Halbinsel bis in die deutschen Mittelgebirgsregionen vor. Nach Osten reicht das Verbreitungsgebiet bis Kleinasien.

In Deutschland sind die einzelen Verbreitungsregionen auffällig isoliert. Der Vorkommensschwerpunkt liegt dabei eindeutig auf der Schwäbischen und Fränkischen Alb, daneben auf dem Alpenvorland und mit Abstrichen auf dem Thüringer Becken.

Der Berg-Gamander besiedelt (voll-)sonnige, extrem trockene, stark basenreiche und extrem stickstoffarme Standorte.

Teucrium montanum ist eine Charakterart der Volltrockenrasen auf südexponierten, flachgründigen Felsköpfen. Er kommt zudem stetig in Rauhgras-Rasen auf bewegtem Grobgeröll-Hängen und in blaugrasreichen Kalk-Magerrasen vor.

Ökologische Zeigerwerte nach ELLENBERG (1992)
Licht (8)  Temperatur (5)  Kontinentalität (4)  Feuchte (1)  Reaktion (9)  Stickstoff (1)

Für extreme Trockenstandorte: Berg-Gamander (Teucrium montanum)

Der polsterförmie Halbstrauch kommt mit extrem dünnen Bodenauflagen aus.

Beschreibung

Der Berg-Gamender ist ein wintergrüner Halbstrauch. Die Pflanze verholzt nur an der Basis und bildet durch Ausläufer mit der Zeit dichte, unter Konkurrenzbedingungen lockere Teppiche von 10 bis 20 cm Höhe.

Die Blüten sind hell schwefel-gelb und stehen in Scheinquirlen. Sie erscheinen ausdauernd von Mitte Juni bis Ende August.

Das Laub ist dunkel-grün mit leichtem Grauschimmer.

Verwendungshinweise

Teucrium montanum ist eine sehr schöne, unaufdringliche Option für vollsonnige, sehr trockene Stellen in Alpinarien und den Vordergrund von flachgründigen Felssteppen.

Gut geeignet ist der Edel-Gamander auch für die Kronen hinterfüllter Trockenmauern und kleine Felströge.



Erhöhte Standorte mit hervorragendem Wasserabfluss sind zwingend für eine sinnvolle Kultur.

Kultur

Die Art ist ein absoluter Extremist trockener, sonnigster und ärmster Standorte. Auf solchen Extremstandorten ist die Art mit vertretbarem Aufwand zu kultivieren.

Günstig sind flachgründige Felstandorte mit sehr geringem Anteil offener Bodenstellen, auf denen Konkurrenzstauden schlecht Fuß fassen. Der sehr lichtbedürftige Berg-Gamander wird durch Verschattung schnell verdrängt.

Im Handel ist die Art schwierig zu beziehen, oft ist sie nur als Saatgut erhältlich.

Bilder





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Attribute

Lebensform Stauden/Gräser/Farne Sträucher/Bäume Blütenfarbe Blütezeit
Staude
Blütenstauden/-Kräuter
Strauch
Halb-/Zwergstrauch
bodendeckend
niederliegend/kriechend
hell-gelb
Juni
Juli
August
Blattfärbung Geniessbarkeit/Giftwirkung Duft Wasserhaushalt Lichtansprüche
dunkel-grün
grau-grün
ungiftig
unbedeutend
trocken
mäßig trocken
gut drainiert
sommertrocken
vollsonnig
sonnig
Bodenansprüche Nährstoffversorgung (N + P) Klima/Frostsicherheit Herkunft BEWERTUNGEN
stark kalk-/basenreich
mäßig kalk-/basenreich
(lehmiger/humoser) Sand
durchlässiger Lehm
poröser Schotter
kalk-/basenreich
sehr arme Böden
arme Böden
sehr wintermilde Lage
Normal- bis winterrauhe Lage
frostarme Lage
gemäßigte Klimate
subtropische Klimate
wintermilde Lage
Europa
Mittelgebirge (montan)
alpin
Mitteleuropa
Südeuropa
Süd-Osteuropa
Asien
Kleinasien
sehr gut
Mittel
strukturbildender Gruppen-Solitär
Gruppen-Verbands-Pflanze
aspektbildender Flächenfüller
Trockenrasen Alpine Schuttfluren/Blockhalden Einsatzbereich Handelsgängigkeit Belaubung
Steppenrasen
Submediterrane Halbtrockenrasen
Kalk
Mediterraner Garten
Terrassen-/Balkongarten
Repräsentative Gärten
Steingarten/Alpinum
Steppenpflanzung
für Pflanzgefäße geeignet
Gründächer
Substratstärke 8-15 cm
Substratstärke über 15 cm
öffentliches Grün
Grünanlagen hoher Pflegestufe
Insektenweide
Raritäten/Saatgut
winter-/immergrün
Lebensbereich
Felssteppen